
Der Wiker SV kann sich in der Verbandsliga Ost voll und ganz auf seinen Torjäger Nico Otto verlassen. Mit seinen Saisontoren Nummer sechs und sieben sorgte der quirlige Stürmer maßgeblich dafür, dass die Kieler das mit Spannung erwartete Nord-Ostseekanal-Duell gegen den TSV Altenholz verdient mit 3:0 (3:0) für sich entschieden. Dank dieser geschlossenen und souveränen Mannschaftsleistung klettert das Team von Neutrainer Stefan Röschmann mit nun zehn Punkten vorerst ins obere Tabellendrittel, während die Gäste nach dem Derby im Tabellenmittelfeld verharren.
Den Grundstein für den Heimsieg legten die Wiker bereits in der ersten Halbzeit, in der bereits alle Treffer des Tages fielen. Die taktische Marschrichtung ging von Beginn an voll auf, wie Stefan Röschmann nach der Partie erklärte:
„Die erste Halbzeit standen wir defensiv unheimlich gut. Wir wussten, dass Altenholz das Spiel macht, sie mit der Kette auch relativ weit nach vorne kommen und das war der Punkt, wo wir ansetzen wollten, auch dann über Ballgewinne, schnelle Ballgewinne, das zu forcieren, in die Tiefe zu kommen“
Bereits in der Anfangsphase belohnten sich die Hausherren: Nach einer Ecke wurde Oliver-Octavian Kapess im Strafraum zu Fall gebracht, und Nico Otto verwandelte den fälligen Elfmeter in der 8. Minute souverän zur 1:0-Führung. Wik blieb hellwach, ließ defensiv absolut nichts anbrennen und nutzte die Umschaltmomente konsequent aus. Kurz vor der Pause erhöhte abermals Nico Otto nach einem mustergültigen Steckball auf 2:0 (38.), ehe Cedric Grün nach einem wunderschön ausgespielten Angriff kurz vor dem Pausenpfiff in der 44. Minute sogar noch den dritten Treffer zum 3:0 nachlegte.
In den zweiten Durchgang starteten die Wiker zwar mit viel Schwung und hatten direkt die Chance zum vierten Treffer – eine Hereingabe von Cedric Grün fand in der Mitte jedoch keinen Abnehmer –, danach verlagerte sich das Geschehen allerdings etwas.

Trainer Stefan Röschmann beschrieb die taktische Phase der zweiten Halbzeit und die notwendigen Anpassungen:
„Haben uns auf das Verteidigen konzentriert, Altenholz den Ball überlassen. Waren schon fast ein bisschen sehr passiv, fand ich. Da müssen wir noch ein bisschen aktiver werden bei solchen Geschichten. Haben nachher noch mal umgestellt, dann wurde es auch wieder ein bisschen besser. Das Ganze haben wir wieder mehr Ballbesitz gehabt, auch durch die Auswechslung dann noch mal oder beziehungsweise Einwechslung haben wir noch mal neuen Schwung reingekriegt.“
Altenholz versuchte zwar, Druck auszuüben und offensiv Akzente zu setzen, biss sich an der kompakten Hintermannschaft des Wiker SV jedoch die Zähne aus. Wenn einmal etwas durchkam, war Schlussmann Daniel Quoos zwei Mal zur Stelle und hielt die Null fest.
„Letztendlich blieb es beim 3:0. In meinen Augen ein Sieg, der völlig in Ordnung geht. Auch in der Höhe muss man sagen. Aufgrund der Torchancen, die wir einfach hatten und noch haben liegen lassen, muss man auch mal so sehen. Ja, war das für uns ein sehr erfolgreicher Tag und jetzt geht es nächste Woche weiter für uns in Preetz“, lautete das natürlich positive Fazit von Stefan Röschmann