2025-12-03T05:51:34.672Z

Der Spieltag
Nikolas Leibbrandt (Mitte) schoss den VfB Durach zum Derbysieg beim 1. FC Sonthofen.
Nikolas Leibbrandt (Mitte) schoss den VfB Durach zum Derbysieg beim 1. FC Sonthofen. – Foto: Dieter Latzel

Der VfB Durach holt sich den Derby-Dreier

Landesligist gelingt kurz vor Schluss der Siegtreffer in Sonthofen +++ Aindling schockt den FC Ehekirchen in der Nachsielzeit +++ Schwabmünchen setzt Erfolgsserie fort

Zwei ganz späte Derby-Tore sorgten für Jubel beim VfB Durach und TSV Aindling. Durach setzte sich dabei mit 3:2 beim 1. FC Sonthofen durch, während Aindling daheim mit 2:1 gegen den FC Ehekirchen gewann. Gleich zwei Treffer kurz vor Schluss gelangen dem Spitzenreiter TSV Schwabmünchen, der dadurch noch den FC Stätzling mit 3:1 bezwang.

Die Entscheidung im Derby fiel kurz vor Schluss. Der 1. FC Sonthofen musste nach großem Kampf gegen den VfB Durach eine äußerst unglückliche 2:3-Heimniederlage einstecken.
Der FCS, der zuvor fünf Siege in Folge feiern konnte, hatte in der ersten Halbzeit alles im Griff, stand gut in der Defensive und sorgte mit seinem schnellen Umschaltspiel immer wieder mal für Torgefahr. Nach dem 1:0 durch Sebastian Streit verpassten es die Kreisstädter allerdings, diese Führung auszubauen. Nachdem Marc Lorenz kurz nach dem Seitenwechsel die beste Sonthofer Chance liegen gelassen hatte, wurden die Duracher stärker und drehten innerhalb weniger Minuten mit zwei Standardsituationen die Partie. Zuerst sorgte Nikolas Leibbrandt im Anschluss an eine Ecke, trotz heftiger Proteste der Hausherren, die den Ball nicht in vollem Umfang über der Torlinie wähnten, für das 1:1. Etwas später traf Niklas Eggensperger volley zum 2:1 (59.).
Der FCS stand nun kräftig unter Druck, kam aber nochmal zurück und Streit gelang das 2:2. Als alles schon auf ein Unentschieden hindeutete, erzielte Leibbrandt für den den VfB doch noch den Siegtreffer. (dl)
Schiedsrichter: Marcel Klein (Eching) - Zuschauer: 631
Tore: 1:0 Sebastian Streit (11.), 1:1 Nikolas Leibbrandt (51.), 1:2 Niklas Eggensperger (59.), 2:2 Sebastian Streit (78.), 2:3 Nikolas Leibbrandt (90.)

Die U21 des FC Memmingen und der FC Kempten trennten sich mit 1:1, was keine der beiden Mannschaft im Landesliga-Abstiegskampf entscheidend weiterbringt. Kempten hatte in der ersten Hälfte weitaus mehr Ballbesitz, aber eigentlich kamen nur die Memminger zu wirklichen Torchancen. „Wir müssen die Dinger ziehen und mit 3:0 in die Halbzeit gehen“, lautete das Fazit von Candy Decker, der FCM-Trainer Esad Kahric auf der Bank vertrat. So sprang aber nur der Führungstreffer durch Kenan Bajramovic heraus, der den Ball in den Winkel setzte. Zuvor hatte Moritz Henkel eine Hereingabe von Marvin Lang quasi auf der Torlinie verpasst (10.). Bajramovic hatte eine weitere Kopfballmöglichkeit (41.) und vor dem Pausenpfiff zielte Kapitän Henkel knapp am Kasten vorbei.
Nach dem Wechsel drückte der FCK und glich verdient nach einer Ecke durch den Kopfballtreffer von Medhat Mekhimar aus. FCK-Kapitän Raphael Meßlang verlor bei einem Memminger Konter ein Laufduell, was Schiedsrichter Roland Rexha als Notbremse auslegte und die Rote Karte zückte. Die Memminger konnten die über 20-minütige Überzahl aber nicht nutzen. So wurde eine 3-gegen-1-Situation in der 86. Minute fast kläglich vergeben. Der Abschluss des eingewechselten Dino Japaur wurden noch geblockt, Bajromavic hätte es besser selbst versuchen sollen, anstatt querzulegen. (ass)
Schiedsrichter: Roland Rexha (München) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Kenan Bajramovic (17.), 1:1 Medhat Mekhimar (63.)
Rote Karte: Raphael Meßlang (71./FC Kempten)

Die Vorentscheidung: Schwabmünchens Muhammed Emirzeoglu (am Ball) fällt der Ball vor die Füße und der Stürmer macht daraus das 2:1 gegen den FC Stätzling.
Die Vorentscheidung: Schwabmünchens Muhammed Emirzeoglu (am Ball) fällt der Ball vor die Füße und der Stürmer macht daraus das 2:1 gegen den FC Stätzling. – Foto: Nadine Kruppe

Gegen den gut mitspielenden Aufsteiger FC Stätzling hat der TSV Schwabmünchen in den Schlussminuten seinen 15. Saisonsieg eingefahren. Nachdem der Spitzenreiter eine Halbzeit lang in Überzahl agiert hatte, gelangen kurz vor dem Abpfiff noch zwei Treffer zum 3:1-Sieg. Neben den Nerven der Schwabmünchner Fans hat wohl der Platz am meisten gelitten. Der war hinterher richtig ramponiert.
Das Spiel war von Beginn an flott. Wobei der TSV zwar mehr vom Spiel hatte, aber erst einmal in Rückstand geriet. Einen gegnerischen Fehlpass nutzte Paul Iffarth, um den Ball über den weit vor seinem Tor stehenden TSV-Zerberus Fabio Zeche ins Netz zu setzen. Per Strafstoß - Maximilian Aschner war von den Beinen geholt worden – gelang Matteo di Maggio der schnelle Ausgleich.
Schwabmünchen blieb am Drücker und kurz vor der Pause in Überzahl. Stätzlings Luis Lindermayr hatte sich mit zwei rustikalen Aktionen innerhalb von fünf Minuten die Ampelkarte abgeholt. In Überzahl blieb der TSv am Drücker, tat sich aber auf dem rutschigen Boden schwer. Als es bereits nach einem Remis roch, brauchte TSV-Coach Emanuel Baum den jungen Muhammed Emirzeoglu. Kurz vor Schluss fiel Emirzeoglu der Ball vor die Füße und der Stürmer jagte die Kugel in die Maschen. Drei Minuten später sorgte Maximilian Aschner nach einem Doppelpass mit Maik Uhde mit dem 3:1 für die endgültige Entscheidung. (krup) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Quirin Baumann (Mitterskirchen) - Zuschauer: 168
Tore: 0:1 Paul Iffarth (14.), 1:1 Matteo di Maggio (22./Foulelfmeter), 2:1 Muhammed Emirzeoglu (86.), 3:1 Maximilian Aschner (89.)
Gelb-Rot: Luis Lindermayr (45./FC Stätzling)

Trotz schwieriger Verhältnisse auf einem Nebenplatz im Vöhlin-Sportpark war es ein Spiel mit hohem Tempo zwischen dem FV Illertissen II und dem TSV Dachau 1865. Gegen die meist tief stehenden Oberbayern reichte es für den FVI trotz einer Vielzahl an Torchancen am Ende jedoch lediglich zu einem 1:1.
Leonard Kasper ließ die erste Möglichkeit aus (5.). Kollege Nico Hellbock scheiterte zweimal hintereinander an TSV-Schlussmann Marco Jakob (8., 11.). Aus dem Nichts gelang dafür Dachaus John Haist das 0:1. Vor der Halbzeitpause war erneut Marco Jakob gefragt, diesmal hielt er gegen Finn Annabring die Dachauer Führung fest (29.).
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel stand bei Hellbocks Distanzschuss der Dachauer Querbalken im Weg (46.). Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit musste TSV-Akteur Nikolaus Grotz mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche. Trotzdem dauerte es noch gut 20 Minuten, bis Aaron Martin endlich der überfällige Ausgleich gelang. Er war es auch, der kurze Zeit später noch den Außenpfosten traf. (jürs) Lokalsport IZ
Schiedsrichter: Yannick Eberhardt (München) - Zuschauer: 20
Tore: 0:1 John Haist (22.), 1:1 Aaron Martin (83.)
Gelb-Rot: Nikolaus Grotz (62./TSV 1865 Dachau)

Der Blick auf die Anzeigetafel war für den TSV Hollenbach gruselig. 0:6 verlor das Schlusslicht an Halloween beim SV Manching. Bereits zur Pause lagen die Manchinger mit vier Treffern vorne.
Dabei hielt Hollenbach zu Beginn gut mit, hatte durch Martin Uhlemair (8.) und Maximilian Zeyer (9.) zwei gute Offensivaktionen. War es bis zur 20. Minute ein offener Schlagabtausch, änderte sich mit dem 1:0 alles. Dem Führungstreffer durch Kapitän Sebastian Graßl ließ Manching schnell das 2:0 durch Leon Peric folgen. Der TSV war nun sichtlich angeknockt und fing sich durch Reiner Meisinger und und Graßl bis zum Pausenpfiff zwei weitere Gegentore.
Auch der zweite Durchgang startete denkbar unglücklich für die Rot-Weißen. Eine Kombination durch das Zentrum schloss Meisinger mit seinem zweiten Treffer zum zwischenzeitlichen 5:0 ab. Trotz der zu diesem Zeitpunkt bereits aussichtslosen Situation ließen sich die Krebsbachtaler keinesfalls hängen und hielten nach Kräften dagegen, was einen weiteren Einschuss durch Neumayer zum 6:0 aber nicht verhindern konnte. (ff) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Matthias Zahn (Großalbersdorf) - Zuschauer: 125
Tore: 1:0 Sebastian Graßl (21.), 2:0 Leon Peric (25.), 3:0 Rainer Meisinger (28.), 4:0 Sebastian Graßl (40.), 5:0 Rainer Meisinger (47.), 6:0 Fabian Neumayer (67.)

Nach 90 Minuten stand es zwischen dem TSV Aindling und dem Kellerkind FC Ehekirchen 1:1. Eine Punkteteilung wäre gerecht gewesen. Doch Spiele dauern immer öfter länger, deshalb kamen die Aindlinger in der Nachspielzeit noch zum 2:1-Siegtreffer, den Nico Gastl erzielte.
Ehekirchen beeindruckte in vielen Bereichen, störte früh und energisch. Hätte nicht Kevin Schmidt im TSV-Kasten einen Sahnetag erwischt, weil er gleich mehrere Male in höchster Not rettete, wäre eine Heimniederlage nicht zu vermeiden gewesen.
Kaum hatte die zweite Halbzeit begonnen, da nutzte Vincent Burkhardt einen groben Abwehrschnitzer zum 0:1. Es spricht für die Aindlinger, wie sie auf diesen Rückschlag reagierten. Nach einem Traumpass von Jonas Müller spielte Laurin Völlmerk einmal mehr seine Schnelligkeit und seine Übersicht aus, um den Ausgleich herzustellen. In der Nachspielzeit gelang Aindling dann noch mit Fortunas gnädiger Unterstützung der Siegtreffer.
„Das war einer der dreckigsten Siege in meiner Zeit als Trainer und das bin ich schon länger“, räumte TSV-Coach Florian Fischer ein, der die Schlussphase von der Tribüne aus verfolgte. Nach 79. Minuten hatte er auf der Bank Gelb-Rot gesehen. (jeb, red) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Daniel Simon Schneider (Freising) - Zuschauer: 205
Tore: 0:1 Vincent Burkhardt (46.), 1:1 Laurin Völlmerk (61.), 2:1 Nico Gastl (90.+3)
Gelb-Rot: Tobias Vollnhals (90.+3, nach Auswechslung/FC Ehekirchen)

Aufrufe: 02.11.2025, 21:06 Uhr
Walter BruggerAutor