
Als der TSV Siegsdorf im vergangenen Jahr die Reise an die Holzkirchner Haidstraße antrat, standen die TuS-Kicker massiv unter Druck: Am letzten Spieltag der vergangenen Saison mussten die Grün-Weißen unbedingt gewinnen, um nicht doch noch in die Abstiegsrelegation zu rutschen. Die Holzkirchner erledigten die Aufgabe mit Bravour, besiegten das Team aus dem Chiemgau mit 6:1 und sicherten sich den Klassenerhalt.
Auch wenn die Vorzeichen vor dem Heimspiel an diesem Samstag ab 14 Uhr andere sind, an der Zielsetzung hat sich für den TuS Holzkirchen nichts geändert. „Wir wollen diese Partie unbedingt gewinnen“, betont TuS-Coach Orhan Akkurt.
Nicht zuletzt, um den Grundstein für eine positive Serie zu legen. Unter der Woche siegten die Holzkirchner verdient mit 3:1 in Töging und sorgten nach zwei Niederlagen zum Auftakt für die ersten Punkte im Jahr 2026. „Aber wir müssen definitiv aufpassen“, warnt Akkurt. „Siegsdorf spielt bisher eine richtig gute Rückrunde.“ Zwar liegen die Chiemgauer auf dem vorletzten Tabellenplatz, allerdings holten sie aus vier Partien nach der Winterpause sieben Zähler und verloren nur gegen den Tabellenzweiten aus Aschheim.
Allerdings ist der Winter ins Oberland zurückgekehrt und dürfte damit für tiefes Geläuf an der Haidstraße sorgen. „Die Bedingungen sind für beide gleich. Das spielt keine Rolle. Wir müssen uns aber damit anfreunden.“ Der TuS-Übungsleiter will sehen, dass seine Schützlinge auch bei schwierigen äußeren Bedingungen den Kampf ohne Murren annehmen.
Wer das am Samstag sein wird, ist noch offen. Nicht zuletzt, weil Innenverteidiger Alexander Zetterer am Mittwoch nach rund einer Stunde mit einer Muskelverletzung vom Platz musste und sein Partner Lukas Krepek nach seiner roten Karte noch gesperrt ist. „Wir sind da flexibel und können schon reagieren.“
Gegen Töging verteidigte in der Schlussphase Anton Deibele neben Maximlian Avril. Aber auch der wieder fitte Fabio Sabbagh ist eine Option für das Abwehrzentrum. Ob obendrein Gilbert Diep mit seinen Achillessehnenproblemen wieder mitwirken kann, dürfte sich erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden. „Da darf man nicht zu früh beginnen.“ Derweil sollte Mittelfeldakteur Robert Manole nach seinem Nasenbeinbruch erstmals wieder zum Kader gehören. Ein Einsatz von Beginn an ist aber ausgeschlossen.
Die TuS-Kicker wollen alles daran setzen, um ähnlich wie im Mai 2025 die drei Punkte in Holzkirchen zu behalten.