
Die Serie des TuS Holzkirchen ist gerissen. Nach sechs Siegen in Serie mussten sich die Grün-Weißen am Samstag gegen den SB DJK Rosenheim mit einem 1:1-Remis begnügen.
„Es geht mir gar nicht so sehr um die Serie. Das sind die Früchte unserer Arbeit“, sagt Holzkirchens Coach Orhan Akkurt. „Mir geht es eher darum, dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben. Das war heute viel zu wenig.“ Für den TuS ist es der erste Punktverlust seit der 1:2-Niederlage Ende März gegen Aschau. Dabei vertraute der TuS-Trainer der gleichen Startelf wie beim 3:1-Erfolg vor einer Woche in Aschheim. „Die Jungs haben dort ein hervorragendes Spiel gemacht“, erklärt Akkurt. „Ich wollte sie dafür belohnen.“
Doch diese elf Akteure zeigten insbesondere im ersten Durchgang nicht das, was sich die Verantwortlichen vorgestellt hatten. „Es war eine katastrophale erste Halbzeit von uns. Das war nicht mehr als ein milder Sommerkick.“ Den Grün-Weißen war anzumerken, dass sie die Siegesserie ausbauen wollen.
Dazu kam es aber nicht. Nicht zuletzt, weil die Hintermannschaft die Gäste früh zu ihrem Führungstreffer einlud. Ein Rückpass von Lukas Krepek auf Keeper Maximilian Riedmüller geriet deutlich zu kurz, ein Rosenheimer Stürmer kam dazwischen, legte quer, und Rosenheims Leonit Vokrri schob zur überraschenden 1:0-Führung ein (10.). „Fehler passieren im Fußball“, sagt Akkurt, „aber so etwas ist Gift gegen einen tief stehenden Gegner.“
In der Folge mühten sich die Holzkirchner, um das Ergebnis zu drehen. Nach einem elfmeterreifen Foul an Stefan Hofinger trat Gilbert Diep zum Strafstoß an – eigentlich ein sicherer Schütze. Doch Rosenheims Schlussmann Johannes Deckert roch die Ecke und parierte Dieps Versuch vom Punkt.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die TuS-Kicker das Tempo merklich. Nach einem Einwurf von Bastian Eckl war der eingewechselte Elias Schnier zur Stelle und bugsierte den Ball zum 1:1 ins Netz (50.). Anschließend drückten die Holzkirchner auf die Führung, doch der verdiente Siegtreffer wollte nicht mehr gelingen.
Zunächst tauchte Tobias Bebber aus kurzer Distanz vor dem gegnerischen Keeper auf, schloss dann aber zu überhastet ab, ehe in der Schlussphase Diep nach einem furiosen Solo – er ließ vier Gegenspieler stehen – letztlich am Kasten vorbeischoss. Am Ende scheiterten die Grün-Weißen an ihrer Chancenverwertung. Nach der gelb-roten Karte gegen Andreas Bauer agierten die Holzkirchner nach rund einer Stunde nur noch zu zehnt.
„Es war nicht alles schlecht“, resümiert Akkurt. „Wir kriegen die Jungs schon wieder heiß für das Derby gegen Miesbach am Mittwoch.“ Dort wollen sich die Grün-Weißen vor heimischem Publikum wieder belohnen.