
Der TuS Geretsried marschiert zielstrebig Richtung Klassenerhalt. Nach dem starken Auftritt am Gründonnerstag mit dem 1:1 beim FC Deisenhofen gab sich der Aufsteiger auch gegen den Tabellenvorletzten Türkspor Augsburg keine Blöße und siegte deutlich mit 5:0.
Wenngleich die erste gefährliche Szene den Gästen gehörte: In der fünften Minute hatte TuS-Torhüter Cedomir Radic etwas Mühe, als er einen Schuss von Augsburgs Meriton Vrenezi nur zur Ecke ablenken konnte. Der anschließende Eckball flog jedoch ebenso gefahrlos durch den Strafraum, wie die weiteren Bemühungen von Türkspor, das sich zunehmendem Geretsrieder Druck ausgesetzt sah. Die bis dahin klarste Chance vergab Kapitän Sebastian Schrills (25.), als ihm nach einer bereits geklärt geglaubten Hereingabe von Daniel Krebs der Ball doch wieder vor die Füße rollte – und das Ziel deutlich verfehlte. Dann verpasste Schrills eine Flanke mit dem Kopf. Der hinter ihm lauernde Christian Wiedenhofer kam mit dem Fuß etwas zu spät.
So blieb es lange torlos, weil Überlegenheit schnell in brotlose Kunst ausartet, wenn das letzte Zuspiel nicht passt. Dann die Erlösung, im doppelten Sinne: Fünf Minuten vor dem Pausengang markierte Belmin Idrizovic mit energischem Nachsetzen zum 1:0 und bescherte sich den ersten Torerfolg nach seiner langen Verletzungspause. Kurz darauf schlenzte er den Ball erneut ins Netz. Kein Tor, entschied der Unparteiische, der Schrills zuvor im Abseits gesehen hatte.
Nach dem Seitenwechsel war die Partie schnell entschieden. Zwar trat Idrizovic den Ball nach feiner Vorarbeit von Daniel Krebs über das Tor (46.). Ein Freistoß aus dem Halbfeld fand Christian Wiedenhofer in guter Schussposition, der Verteidiger brachte jedoch nicht genug Druck hinter den Ball. Nach einer Ballstafette über Daniel Krebs, Keita Kwai und Idrizovic als Flankengeber jagte im Angriffszentrum Srdan Ivkovic das Spielgerät volley zum 2:0 (52.) in die Maschen. Der Torjubel war kaum verklungen, als der TuS-Goalgetter erneut zuschlug: Bei einem abgewehrten Torschuss von Schrills schob er unbedrängt zum 3:0 ein.
Damit war die Partie gelaufen. Der Rest sorgte allerdings für weitere Selbstvertrauensschübe bei dem einen oder anderen Protagonisten. Idrizovic schraubte mit seinem zweiten Treffer nach Zuspiel von Ivkovic auf 4:0 (71.). Auf der Gegenseite packte Torhüter Radic einen brutalen Reflex aus, als er einen Schuss des eingewechselten Valdrin Katana mit einer Hand parierte. Dann war Türkspor-Keeper Erdem Yilmaz der Leidtragende: Ivkovic überwand mit seinem dritten Tor zum 5:0-Endstand.
„Wir haben eine Weile gebraucht, um auf einem wieder anderen Untergrund als zuletzt auf holprigem Platz in Deisenhofen ins Spiel zu kommen. Aber letztlich haben die Jungs sehr effektiv gespielt und souverän gewonnen“, zog TuS-Coach Daniel Dittmann ein positives Fazit. „Vielleicht war es nicht über 90 Minuten ein Leckerbissen, aber die Spieler können super stolz auf sich sein.“