Nun hat es auch den Tabellenführer erwischt: Am 18. Spieltag kassierte die zweite Mannschaft des TuS Geretsried mit einem 0:3 beim TSV Peiting die erste Saisonniederlage. „Die haben wir uns verdient, da gibt es überhaupt nichts schönzureden“, gestand TuS-Trainer Lukas Haustein ein. „Das war ganz schwach von uns, eine Erklärung habe ich dafür noch nicht.“
44 Minuten lang tat sich nichts auf der Sportanlage Birkenried. Haustein sah sich angesichts des Auftritts beider Mannschaften auf dem weitläufigen Platz eher an einen Osterbrauch, denn an ein Fußballspiel erinnert: „Wir haben die meiste Zeit den Ball gesucht.“ Fahrig, ohne Spielfluss, ging die Zeit dahin. Während der TSV bei diversen Standards für so etwas wie Gefahr sorgen konnte, war für die Gäste lediglich eine Situation es wert, als Torchance in die Statistik aufgenommen zu werden: Als Marc Thiess sich nach schönem Steilpass durchgetankt hatte, den Abschluss aber verzog. Wie eine kalte Dusche erwischte die Bayernligareserve dann der Rückstand eine Minute vor der Pause: Ein Distanzschuss von Jonas Zurl senkte sich hinter TuS-Torhüter Sebastian Untch zur Peitinger 1:0-Führung ins Netz.
„Für die zweite Halbzeit hatten wir uns viel vorgenommen“, erklärte Lukas Haustein. Der Coach musste allerdings einräumen: „Es ist dabei nichts Zwingendes herausgekommen.“ Weder fand sein Team wie beabsichtigt besser in die Zweikämpfe, noch gelangen bei den Offensivbemühungen erwähnenswerte Spielzüge. „Das war einfach alles nicht gut genug“, haderte Haustein. Für den endgültigen K.o. sorgte Benedikt Multerer mit einem Doppelpack in der Schlussphase: Nach einem abgefangenen Fehlpass aus der Geretsrieder Kette, marschierte der TSV-Torjäger plötzlich allein auf TuS-Keeper Untch zu und schob zum 2:0 (82.) ein. Drei Minuten später gab ein Geretsrieder Verteidiger den Ball bei einem leichtfertigen Dribbling in der Abwehr her – und Multerer gewann auch die zweite Eins-gegen-eins-Situation.
„Es ist menschlich, dass man nach so vielen guten Spielen auch mal einen schlechten Tag hat“, zeigte sich Lukas Haustein mit etwas Abstand zum Spiel nachsichtig. „Wichtig ist, dass wir daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Wir werden jetzt die Köpfe wieder geraderichten und uns aufs nächste Spiel vorbereiten.“