
Spiele, die man nicht gewinnen kann, darf man zumindest nicht verlieren. Dieser Fußballweisheit folgte der TSV Steinhöring beim 0:0-Remis gegen Helios-Daglfing. Dadurch hamstert der Aufsteiger im Abstiegskampf weiterhin mühsam Punkte, kommt aber nicht vom Fleck. Trainer Thomas Rotherbl zeigte sich bei der Einordnung der Nullnummer hin- und hergerissen: „In unserer jetzigen Lage ist es eigentlich zu wenig. Aber drei Punkte hätten wir definitiv nicht verdient gehabt.“ Bedeutet, dass sich Steinhöring nun mit Zamdorf ein Fernduell um den Klassenerhalt liefert.
Steinhöring hatte über die gesamte Begegnung mehr Ballbesitz, dieser war jedoch harmlos. In der ersten Halbzeit kamen die Platzherren nur zu einer Gelegenheit, die Nick Gibson über das Tor setzte. Daglfing überließ Steinhöring den Ball, setzte immer wieder Nadelstiche. Einmal musste für den bereits geschlagenen Simon Stadler die Latte retten. „Ich hatte das Gefühl, dass Daglfing gefährlicher war, obwohl sie weniger den Ball hatten. Ich dachte, dass sie eher ein Tor schießen als wir“, analysierte Rotherbl.
In der zweiten Hälfte hätte den Coach sein eigenes Gefühl beinahe getäuscht, denn nach einem hohen Ballgewinn bediente Lucas Bergmüller den einschussbereiten Maximilian Mader, doch der schlug ein Luftloch. „Er war komplett blank, muss nur noch einschieben, trifft aber den Ball leider nicht“, grämte sich Rotherbl. Da auch Daglfing nur noch zu Halbchancen kam, blieb es beim torlosen Remis, das dem TSV nicht so recht weiterhilft, aber auch nicht ins Verderben stürzt.