
Der Tabellenführer empfängt den Zweiten zum Kreisklassenkracher. Poing steht kurz vor der Kreisliga. Grafing kämpft um die Relegation.
Die erste Spielanalyse und entsprechende Trainingsableitung hatte das neue Glonner Trainerduo Alexander Niedermayer/Tobias Stefer schon einsatzbereit. „Doch zwischen Montag und Mittwoch sind zwei Drittel der Mannschaft krank geworden, sodass wir nicht viel arbeiten konnten“, erklärte Niedermayer. In Abstimmung mit der SpVgg Höhenkirchen wurde auch die Donnerstagspartie auf den 7. Mai verlegt. „Personell schaut es etwas entspannter aus“, hofft Niedermayer auf eine schlagkräftige Truppe für das „Neun-Punkte-Spiel“ im Kellerduell gegen Hohenbrunn.
Ganz kurz vor dem Zielstrich, sprich dem Aufstieg in die Kreisliga, steht der TSV Poing. „Momentan sieht es richtig gut aus. Jetzt wollen wir aber erst einmal das Spiel gegen Grafing gewinnen, dann können wir rechnen.“ Poings Spielertrainer Stefan de Prato konzentriert sich also auf die Aufgabe im Kreisklassenkracher gegen den Tabellenzweiten TSV Grafing. „Wir machen einfach unsere Hausaufgaben und denken von Spiel zu Spiel.“ Mit dieser Marschroute reihte der Tabellenführer zuletzt fünf Siege aneinander und verschaffte sich damit, auch durch die Schwächen der Konkurrenz, schon einen gehörigen Vorsprung an der Spitze.
„Mia san g’richt.“ Grafings Sportlicher Leiter Quirin Kistler sieht seine Mannschaft ebenfalls bereit für das Spitzenduell. „Wir fahren mit voller Kapelle nach Poing und wollen was mitnehmen.“ Schon aus Eigeninteresse, denn der zweite, zur Relegation berechtigende Rang ist schwer umkämpft. „Wir wollen uns auf alle Fälle bis zum Saisonschluss die Chance auf den zweiten Rang bewahren. Dabei kamen dem TSV Grafing die Ergebnisse der Konkurrenz in den Nachholspielen letzte Woche mit den Niederlagen von Dreistern und Hohenlinden zugute. Dadurch blieb Grafing ohne eigenes Zutun knapp auf dem zweiten Rang, hat aber immer noch ein Spiel mehr ausgetragen als die unmittelbaren Verfolger.
„Wir haben bei ein paar Spielen geschlafen und Punkte verschenkt, sonst hätten wir alles in der eigenen Hand.“ Dazu zählt Quirin Kistler auch die 1:1-Punkteteilung mit Dreistern am vergangenen Spieltag. „Die Mannschaft hat mir trotzdem sehr gut gefallen, wir hätten den Sieg verdient gehabt.“
Abstiegskampf oder entspannter Saisonausklang? Vor dieser Weggabelung steht der VfB Forstinning II bei der Partie in Haar. Bei einer Niederlage und entsprechenden Ergebnissen der Tabellennachbarn Zorneding II und Hohenbrunn könnte die Forstinninger Reserve ganz nah an den Relegationsrang heranrücken. Deshalb gilt in Haar: Verlieren verboten. Noch besser wäre: Gewinnen. Dann betrüge der Forstinninger Abstand komfortable acht Punkte bei noch fünf ausstehenden Partien.
Das Hinspiel hat Dimitrios Georgakopoulos noch in unguter Erinnerung: 0:1 verloren, drei früh verletzte Spieler, gleich mehrere 100-prozentige Ausgleichschancen ausgelassen. Das soll seinen Kirchseeonern nicht nochmal passieren. „Wir geben unser Bestes, und was kommt, kommt. Wir haben keinen Druck, müssen nicht aufsteigen.“
Allerdings weiß der ATSV-Coach auch, dass ein für den Rest der Saison entscheidendes Spiel ansteht. Der Sechste der Kreisklasse 6 empfängt den Fünften. Beide (noch) in Schlagdistanz auf den Relegationsplatz. „Wir haben alles selber in der Hand“, sagt Georgakopoulos: „Wenn wir unsere Leistung bringen und einen guten Tag haben. Jedenfalls sind wir gut vorbereitet.“
Hohenlindens Spielertrainer Sebastian Ittlinger geht mit gemischten Gefühlen an die Aufgabe heran, „auch wenn wir momentan auswärts besser spielen“. Dabei dürfte der SVH-Coach in Gedanken beim Nachholspiel am Donnerstag gegen Markt Schwaben gewesen sein (2:3, Bericht oben). „In Kirchseeon ist’s immer eine enge Kiste. Aber gegen den ATSV spielen wir gerne. Für beide Seiten ist diesmal was drin.“ Und Ittlinger weiß: „Wir dürfen Danny Hahne nicht zu viel Platz lassen.“ Bereits 20 Treffer hat der Kirchseeoner auf dem Konto.