2026-03-05T07:49:35.839Z

Allgemeines

Der TSV Peiting setzt auf Entwicklung statt auf schnellen Aufstieg

Belegen aktuell Platz fünf

von Christian Heinrich · Heute, 08:45 Uhr · 0 Leser
Trainer Thomas Fischer - Fußball - Kreisliga 1 Herren - Saison 2025/26 - ASV Habach - TSV Peiting - 28. September
Trainer Thomas Fischer - Fußball - Kreisliga 1 Herren - Saison 2025/26 - ASV Habach - TSV Peiting - 28. September – Foto: Andreas Mayr

Der TSV Peiting belegt nur Platz fünf. Trainer Thomas Fischer ist damit zufrieden. Sein Ziel: der langfristige Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft.

Peiting – Wenn Thomas Fischer die Tabelle der Kreisliga 1 studiert, macht sich in ihm eine innere Zufriedenheit breit. Zwar belegt der Trainer des TSV Peiting mit seiner Mannschaft nur den fünften Platz, doch der stellt sich als geradezu ideal für seine Ansprüche heraus. „Ich bin da gar nicht böse“, gibt er offen zu. Schließlich ist der Aufstieg in die Bezirksliga in dieser Saison überhaupt kein Thema. Stattdessen geht es darum, ein neues Team aufzubauen, mit dem der TSV in den kommenden Jahren wieder angreifen kann.

Der Weg nach oben ist zwar steinig, aber er macht Mut. Mit Philipp Nienhaus und Aaron Woitge haben sich zwei A-Junioren aufdrängen können. Ihr Werdegang ist ein gutes Zeichen sowohl nach innen als auch nach außen, dass das Thema „Nachwuchsförderung“ in Peiting auch umgesetzt wird. Und so trat während der Winterpause erstmals der Effekt ein, den sich Fischer schon länger ersehnt hat. Eigene Kicker, die den Verein verlassen haben, kehren wieder zurück. Gregor Kees brach seine Zelte in Altenstadt ab, um wieder für seinen Heimatklub zu spielen. „Er tut uns wahnsinnig gut“, freut sich der Coach über den 20-jährigen Mittelfeldspieler.

Beim TSV Peiting geht es voran – Kader wird bereichert durch Jugendspieler und Rückkehrer

Ein Perspektivspieler für die erste Mannschaft ist auch David Schmutz. Nach seiner Zeit in Landsberg versucht es der Offensivakteur wieder bei seinem Stammverein. Allerdings ist der 17-Jährige noch zu jung, um in dieser Saison Einsätze bei den Erwachsenen zu bestreiten. Das wird erst im Spätsommer der Fall sein. „Wir sind froh, dass er wieder zurück ist“, stellt Fischer klar. In den nächsten Wochen wird Schmutz seine alten Kumpels aus der A-Jugend unterstützen.

Schon spielberechtigt ist Benedikt Multerer, der sein Engagement beim Landesligisten TSV Murnau nach einem halben Jahr beendet hat. Mit ihm gewann Fischer nicht nur eine Persönlichkeit auf und neben dem Platz. Er ist auch ein Zugpferd, um allen ehemaligen Peitingern zu zeigen, dass beim TSV wieder etwas vorangeht.

Bereichert wird der Kader auch durch die Rekonvaleszenten, die nach schweren Verletzungen langsam wieder herangeführt werden sollen. „Da brauchen wir noch ein bisschen Geduld“, will Fischer bei ihnen nichts überstürzen. Auf Christoph Enzmann, der seinen Aufenthalt im Ausland beendet hat, kann er dagegen schon fest bauen. Nach einigen Konditionseinheiten ist der Übungsleiter mit seiner Mannschaft erst Ende Februar so richtig ins Training eingestiegen. Das erste Testspiel gegen den Bezirksligisten SV Bad Heilbrunn wurde mit 0:2 verloren, es folgte ein 2:1 gegen den TSV Göggingen (Kreisliga Augsburg). Auch ein Trainingslager in Südtirol ist geplant.

Generalprobe gegen den Nachbarn – junge Akteure sollen sich weiter so entwicklen wie bisher

Bevor der TSV die Runde am 21. März mit dem Derby gegen Peißenberg wieder aufnimmt, steht mit dem Kräftemessen mit dem TSV Altenstadt (Samstag, 14. März, 14 Uhr) noch die Generalprobe an. Da beide Ligakonkurrenten schon ihre beiden direkten Vergleiche absolviert haben, bot sich ein solches Match an.

Ob seine Kicker in den ausstehenden elf Begegnungen die fünf Punkte Abstand auf den Tabellenzweiten Lenggrieser SC noch aufholen, kümmert Fischer wenig. Ein Ansporn ist es allemal, aber kein Muss. In erster Linie geht es darum, dass sich die jungen Akteure weiter so hoffnungsvoll entwickeln wie bisher. „Sie dürfen Fehler machen“, betont der Coach. Denn ohne Erfolgsdruck machen sie die besten Fortschritte.