2026-03-13T07:45:35.464Z

Der Spieltag

Der TSV Nördlingen lässt nichts anbrennen

Bayernligist schlägt gehandicaptes Türkspor Augsburg +++ Kottern bleibt in den Startlöchern sitzen +++ Gundelfingen gewinnt in Schwaig nach frühem Rückstand

von Walter Brugger · Gestern, 18:57 Uhr · 0 Leser
Simon Gruber (rechts) war beim TSV Nördlingen mal wieder der entscheidende Akteur und an allen Treffer zum 3:0-Sieg gegen Türkspor Augsburg maßgeblich beteiligt.
Simon Gruber (rechts) war beim TSV Nördlingen mal wieder der entscheidende Akteur und an allen Treffer zum 3:0-Sieg gegen Türkspor Augsburg maßgeblich beteiligt. – Foto: Dieter Mack

Der spielfreie TSV Landsberg musste in der Bayernliga Süd die Tabellenspitze wieder an den TSV 1860 München II abtreten. Im Einsatz war der TSV Nördlingen, der gegen das Kellerkind Türkspor Augsburg souverän mit 3:0 gewann. Auch der FC Gundelfingen feierte einen Sieg, obwohl die Gärtnerstädter beim FC SF Schwaig früh hinten lag. Ähnlich wie der TSV Kottern, der sich gegen den SV Kirchanschöring allerdings drei schnelle Tore einfing und am 0:3 nichts mehr ändern konnte.

Der TSV Nördlingen wurde beim 3:0-Sieg gegen Türkspor Augsburg seiner Favoritenrolle gerecht. Wobei die Augsburger von Anfang an gehandicapt waren, denn sie mussten mangels Alternativen mit Jameel Kurukan einen Innenverteidiger zwischen die Pfosten stellen.
Die ersten Prüfungen bestand Kurukan, als er etwa beim Freistoß von Jens Schüler mit dem Fuß abwehrte (11.). Als dann Simon Gruber den Ball per Kopf verlängert und Manuel Meyer einschob, war der Schlussmann geschlagen. Acht Minuten später legte Torjäger Gruber nach einer Flanke von Bernd Rathgeber nach.
Im zweiten Abschnitt kam Türkspor etwas besser ins Spiel, die beste Gelegenheit konnte Harouna Boubacar jedoch nicht verwerten. Als dann Manuel Meyer den Ball für Simon Gruber auflegte, war die Partie mit dem 3:0 entschieden. Danach verwaltete der TSV die Partie souverän. (ph) Lokalsport RN
Schiedsrichter: Steffen Ehwald (Geldersheim) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Manuel Meyer (18.), 2:0 Simon Gruber (26.), 3:0 Simon Gruber (59.)

20 Minuten reichten dem SV Kirchanschöring, um beim TSV Kottern die Weichen auf Sieg zu stellen. Die Hypothek der drei frühen Gegentore war für die Oberallgäuer zu groß, die 0:3-Heimniederlage war nicht mehr abzuwenden.
„Das hatte weder mit Bayernligafußball noch mit Abstiegskampf etwas zu tun. Gerade die erste halbe Stunde war schlimm – keinen Zweikampf gewonnen und auch ein schlechtes Stellungsspiel“, wirkte Kotterns Trainer Andreas Maier ratlos, und ergänzte: „Danach wurde es besser, aber selbst aus den wenigen Chancen haben wir nichts gemacht.“
Kirchanschöring ging durch den Doppelschlag von Samuel Schwarz schnell in Führung. Während Micha Bareis nach einem Freistoß von Matthias Jocham den Ball und damit den Anschlusstreffer verpasste (12.), legte der SVK nach. Jonas Kronbichler erhöhte per Foulelfmeter. Kirchanschöring dominierte die Partie nun nach Belieben. Kottern fand kein Mittel.
In der zweiten Halbzeit wurde Kottern gefühlt etwas besser, aber auch nur, weil die Oberbayern die Führung jetzt verwaltete. Ein echtes Aufbäumen beim TSV blieb aus, und so konnte SVK-Trainer Thomas Leberfinger zufrieden feststellen: „Wir hatten einen guten Start für uns – fast jeder Schuss war ein Tor. Wir wussten, dass Kottern das nicht so stehen lassen würde und in den ersten Minuten von Halbzeit zwei hatten wir kurz unsere Probleme, aber es dann souverän zu Ende gespielt.“ (beß)
Schiedsrichter: Johannes Roth (Rain) - Zuschauer: 300
Tore: 0:1 Samuel Schwarz (6.), 0:2 Samuel Schwarz (8.), 0:3 Jonas Kronbichler (18./Foulelfmeter)

Samuel Seibold hatte den Schwaiger Keeper Felix Thiel (am Boden) unter Druck gesetzt, den Ball erobert und dann den 3:1-Sieg des FC Gundelfingen sichergestellt.
Samuel Seibold hatte den Schwaiger Keeper Felix Thiel (am Boden) unter Druck gesetzt, den Ball erobert und dann den 3:1-Sieg des FC Gundelfingen sichergestellt. – Foto: Walter Brugger

Schon nach sieben Minuten lag der Ball zum ersten Mal im Netz. Torjäger Raffael Ascher hatte für den FC SF Schwaig in Führung geschossen, doch der FC Gundelfingen steckte den Rückstand weg und gewann letztlich 3:1. „Es war beeindruckend, wie sich die Mannschaft danach präsentiert hat“, lobte FCG-Trainer Thomas Rudolph.
Der Ausgleich durch Janik Noller nach einer halben Stunde war mehr als verdient. Schon zuvor hatte sein Teamkollege Felix Hafner den Pfosten anvisiert (13.), gleich nach der Pause setzte Jeremias Seibold den Ball gegen die Schwaiger Querlatte. Der Torjubel der Grün-Weißen war damit nur aufgeschoben, keine fünf Minuten später stand es 1:2. Yannick Maurer verwandelte einen Freistoß zur Gundelfinger Führung.
In der Folge änderte sich das Spiel, die Schwaiger wechselten reichlich und wurden offensiver. Allerdings liefen die meisten Angriffe immer nach dem gleichen Schema: Hoch und weit vors Tor. Bis auf einen abgefälschten Schuss von Vincent Sommer, bei dem FCG-Keeper Tobias Werdich im bedrohten Eck war und abwehrte (58.), entstanden jedoch keine bedrohlichen Situationen. Zum Ende hin wurde es immer hektischer, für Ruhe sorgte der eingewechselte Gundelfinger Samuel Seibold. Erst nahm er Schwaigs Keeper Felix Thiel den Ball ab, dann lief er Richtung verwaistes Tor und bejubelte dann seinen Premierentreffer in der Bayernliga.
Schiedsrichter: Xaver Fabisch (München) - Zuschauer: 254
Tore: 1:0 Raffael Ascher (7.), 1:1 Janik Noller (31.), 1:2 Yannick Maurer (51.), 1:3 Samuel Seibold (90.+2)

Der FC Pipinsried kommt nach der Winterpause nicht auf Touren. Auch gegen den Aufsteiger TuS Geretsried reichte es für die Gelb-Blauen nicht zum erhofften Dreier, am Ende mussten sich die Schützlinge von Trainer Roman Langer mit einem 1:1 begnügen.
Dabei gab es nach einer eher langweiligen ersten Halbzeit im zweiten Abscnitt zunächst einen Hoffnungsschimmer für den FCP. Torjäger Nico Karger hatte zum 1:0 getroffen, allerdings schlugen die Geretsrieder zurück. Der eingewechselte Tyrone Prepeluh traf den Favoriten mit dem 1:1 mitten ins Mark. Daran änderte auch die Ampelkarte für Anastasios Karpouzidis nichts mehr, der TuS verteidigte den Punkt trotz Unterzahl in der sechsminütigen Nachspielzeit.
Schiedsrichter: Daniel Reich (Heubach) - Zuschauer: 243
Tore: 1:0 Nico Karger (56.), 1:1 Tyrone Prepeluh (77.)
Gelb-Rot: Anastasios Karpouzidis (90./TuS Geretsried)