
Neues Selbstvertrauen durfte der TSV Kottern im Abstiegskampf der Bayernliga Süd tanken. Beim SV Schalding-Heining gelang ein 4:0-Sieg, der erste Kotterner Dreier nach der Winterpause. Seine Erfolgsserie baute der FC Gundelfingen aus, der mit dem 3:0 gegen Türkgücü München den fünften Sieg in Folge einfahren konnte.
Ein Lebenszeichen sendet der TSV Kottern im Abstiegskampf, der 4:0-Erfolg beim SV Schalding-Heining war eine echte Überraschung. So war es kein Wunder, dass Trainer Andreas Maier voll des Lobes war: „Wir wollten unbedingt gewinnen. Die Jungs haben sich in jeden Ball geworfen und haben eine super Leistung gezeigt. Wir standen defensiv super und waren offensiv gefährlich – so wie es sein soll.“
Einen Schreckmoment gab es nach einer Viertelstunde, als TSV-Keeper Antonio Mormone verletzungsbedingt vom Platz musste. Christoph Siebken kam zum Einsatz und verhinderte mit einer Parade gleich den Rückstand. Noah Hackenschmidt erzielte nach Vorarbeit von Tim Buchmann dann das 0:1, wenig später erhöhte Buchmann sogar. Kottern bestimmte das Spiel. Die wenigen Male, in denen es die Niederbayern in den Strafraum der Allgäuer schafften, verhinderte die stabile Defensive den Anschlusstreffer.
Die Allgäuer machten in der zweiten Hälfte ebenso engagiert weiter. Christopher Duchardt spielte Hackenschmidt den Ball in den Lauf, dieser vollstreckte eiskalt zum 3:0. In der Schlussphase kam es nochmals doppelt hart für die Schaldinger: Zuerst musste Patrick Drofa nach wiederholtem Foulspiel den Platz mit Gelb-Rot verlassen, dann erzielte Achim Speiser nach einer Flanke von Buchmann noch das 0:4. (beß)
Schiedsrichter: Oliver Barnert (Bayreuth) - Zuschauer: 302
Tore: 0:1 Noah Hackenschmidt (18.), 0:2 Tim Buchmann (20.), 0:3 Noah Hackenschmidt (50.), 0:4 Achim Speiser (89.)
Gelb-Rot: Patrick Drofa (83./SV Schalding-Heining/Foul)
Die Negativserie des FC Pipinsried geht weiter, auch beim Aufsteiger FC SF Schwaig verloren die Schützlinge von Trainer Roman Langer mit 1:2. Dabei hatte Max Dombrowka früh die Torflaute der Blau-Gelben beendet und Pipinsried früh in Führung geschossen.
Doch spätestens, als Vincent Sommer kurz vor der Halbzeit den Ausgleich erzielte, schöpften die Schwaiger Hoffnung - und legten durch Daniel Gaedke nach einer guten Stunde sogar das 2:1 nach. Wobei der Schwaiger Sturmtank wenig später mit Gelb-Rot vom Platz musste, doch in Unterzahl verteidigten seine Teamkollegen den Vorsprung und bescherten Pipinsried damit die nächste Niederlage. In den sieben Partien nach der Winterpause sammelte der FCP lediglich drei Zähler.
Schiedsrichter: Dominik Fober (Herrieden) - Zuschauer: 450
Tore: 0:1 Max Dombrowka (5.), 1:1 Vincent Sommer (39.), 2:1 Daniel Gaedke (64.)
Gelb-Rot: Daniel Gaedke (69./FC Sportfreunde Schwaig)
Auch beim FC Sturm Hauzenberg musste sich der TSV Landsberg mit einem 1:1 begnügen. Weil Keeper Leo Leimeister kurzfrist ausfiel, kam Winter-Neuzugang Max Fuchs zu seinem ersten Einsatz im Landsberger Trikot. Der musste früh hinter sich greifen, als die Flanke von Florian Seibold zum Torschuss wurde. Und auf der Gegenseite war Sturm-Keeper Christoph Obermüller immer wieder auf dem Posten, sodass TSV-Trainer Christoph Rech meinte: „Wir mussten mit einem Rückstand in die Kabine und wussten eigentlich gar nicht, warum“.
Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Rech mit Daniele Sgodzaj sowie Fares Ibrahim frische Offensivkräfte Den Ausgleich machte aber ein Abwehrspieler: Kilian Pittrich traf nach einer Ecke zum 1:1. Landsberg drängte auf den Siegtreffer, doch es blieb bei der Punkteteilung. (mm) Lokalsport LT
Schiedsrichter: Felix Scharf (Regensburg) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Florian Seibold (12.), 1:1 Kilian Pittrich (74.)

Der Doppelschlag Mitte der ersten Halbzeit war ein Wirkungstreffer beim Schlusslicht Türkgücü München, der FC Gundelfingen hatte danach relativ leichtes Spiel und gewann mit 3:0. Denn von den Münchnern kam über die gesamten 90 Minuten wenig, eine echte Torchance erspielten sie sich nicht.
Beim 1:0 profitierte der FCG davon, dass der zunächst in der Abwehr nomierte Matija Radonjic sein Stürmerblut nicht vergessen hatte und vom eigenen Strafraum aus zum Solo ansetzte. Das schnell gestoppt wurde, sodass Simon Achatz für Felix Hafner den Treffer auflegen konnte. Nur knapp 100 Sekunden später lag der Ball schon wieder im Netz, dieses Mal hatte Janik Noller flach abgezogen und auf 2:0 gestellt. Die Gundellfinger brannten zwar in der Folge kein Offensivfeuerwerk ab, hatten die Partie jedoch ständig unter Kontrolle und legten schließlich durch den kurz zuvor eingewechselten David Spizert das 3:0 nach.
Schiedsrichter: Benjamin Wagner (Kirchehrenbach) - Zuschauer: 602
Tore: 1:0 Felix Hafner (21.), 2:0 Janik Noller (22.), 3:0 David Spizert (71.)
Zum ersten Mal überhaupt in der laufenden Runde gab es bei einer Partie des TSV Nördlingen ein 0:0. Wobei die Partie gegen den SV Kirchanschöring alles ander als langweilig war. Die Rieser hatten etwas mehr Ballbesitz und wieder Abschlusspech bei einem 16-Meter-Schuss von Bernd Rathgeber (12.). Stark auch ein Kopfball von Simon Gruber, der ganz knapp vorbei ging. Die beste Chance der Oberbayern ging einher mit dem Halbzeitpfiff, doch der Schrägschuss von David Lobendank verfehlte knapp das lange Eck.
Zehn Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als TSV-Torwart Daniel Martin das Leder im Nachfassen unter Kontrolle bekam. Auf der Gegenseite verhinderte SVK-Torwart Egon Weber mit einer Glanzparade bei einem Freistoßhammer von Jens Schüler das 1:0 .„Aufgrund des Spielverlaufs sind wir mit dem einen Punkt nicht zufrieden und eher enttäuscht. Es war ein Spiel, in dem der gewonnen hätte, der das 1:0 erzielt hätte“, meinte Nördlingens Trainer Daniel Kerscher hinterher. (jais) Lokalsport RN
Schiedsrichter: Stefan Treiber (Neuburg/Donau) - Zuschauer: 480
Das lange Osterwochenende war für Türkspor Augsburg eines zum Vergessen. Auf das 0:4 gegen den Spitzenreiter 1860 München II folgte eine 0:5-Klatsche beim TuS Geretsried, die sich zumindest in der ersten Halbzeit noch nicht andeutete. Denn da traf nur Belmin Idrizovic für den TuS.
Nach dem Seitenwechsel lief die Geretsrieder Tormaschinerie dann aber auf Hochtouren. Und Idrizovic, der nach seiner langen Verletzungspause immer besser in Fahrt kommt, harmonierte wie zu besten Zeiten mit Srdan Ivkovic. Ivkovic gelang in der zweiten Halbzeit ein Dreierpack, einen lupenreinen Hattrick "verhinderte" nur Belmin Idrizovic mit dem zwischenzeitlichen 4:0.
Schiedsrichter: Benjamin Mignon (Loderhof/Sulzbach) - Zuschauer: 250
Tore: 1:0 Belmin Idrizovic (40.), 2:0 Srdan Ivkovic (52.), 3:0 Srdan Ivkovic (54.), 4:0 Belmin Idrizovic (72.), 5:0 Srdan Ivkovic (78.)