
Nach dem Zwischenspurt durfte der TSV Kottern wieder auf den direkten Klassenerhalt hoffen, doch die 1:4-Niederlage beim FC Pipinsried war ein großer Rückschlag. Den Oberallgäuern droht damit die Relegation. Darauf hofft auch noch Türkspor Augsburg, allerdings setzte es im schwäbischen Duell beim FC Gundelfingen eine deutliche 0:3-Niederlage. In Richtung Regionalliga gehen die Blicke beim TSV Landsberg, der sich mit einem 3:0-Sieg beim FC Ismaning auf das anstehende Gipfeltreffen gegen 1860 München II einstimmte.
Der FC Pipinsried hat wieder in die Erfolgsspur gefunden, gegen den TSV Kottern gelang trotz eines frühen Rückstands ein 4:1-Erfolg. Tim Buchmann hatte nach einer Ecke zum 0:1 eingeköpft, doch die Antwort kam prompt. Innerhalb von 180 Sekunden drehte der FCP die Partie. Florian Gebert glich erst aus und wurde wenig später von Kotterns Keeper Christoph Siebken im Strafraum gefoult. Den Elfmeter verwandelte Fabian Benko souverän.
Allerdings hätte die Partie auch durchaus wieder kippen können. Beim Heber von Achim Speiser zeigte FCP-Schlussmann Enrique Bösl sein ganzes Können und verhinderte den Ausgleich (33.). Der war allerdings nach 52 Minuten fällig. Bösl wartete aufreizend lange, um den Ball aufzunehmen. Als er es tat, war es zu spät. Kotterns Kapitän Matthias Jocham hatte die Kugel ins Netz gespitzelt. Entsprechend groß war der Jubel bei den Oberallgäuern, der allerdings prompt erstickte. Denn Referee Maximilian Riedel verweigerte nach Rücksprache mit seinem Assistenten die Anerkennung. Nun war richtig Feuer im Spiel, Riedel war mächtig gefordert und schickte Gebert kurz nach dem 3:1 von Jaroud Kanze mit Gelb-Rot zum Duschen. Der Sünder hatte den Treffer unmittelbar vor den TSV-Fans provokativ bejubelt. Weil Benedikt Wiegert wenig später das 4:1 nachlegte, kam der Sieg der effektiveren Pipinsrieder nicht mehr in Gefahr.
Schiedsrichter: Maximilian Riedel (Horgau) - Zuschauer: 261
Tore: 0:1 Tim Buchmann (10.), 1:1 Florian Gebert (13.), 2:1 Fabian Benko (16./Foulelfmeter), 3:1 Jaroud Kanze (75.), 4:1 Benedikt Wiegert (81.)
Gelb-Rot: Florian Gebert (77./FC Pipinsried)
Irgendwie ist die Luft beim TSV Nördlingen raus, das zeigte sich beim 1:1 gegen den FC Sturm Hauzenberg. „Wir waren im letzten Drittel zu ungenau und hatten dort zu viele Ballverluste. Wir hätten in der ersten Halbzeit ein zweites Tor machen müssen. Die zweite Halbzeit war zu unsauber. Bei Hauzenberg merkte man, dass sie ums Überleben kämpften, und sie haben immer wieder schnell umgeschaltet“, urteilte Nördlingens Trainer Daniel Kerscher.
Für den Führungstreffer der Rieser war Torjäger Simon Gruber per Elfmeter verantwortlich, Bernd Rathgeber war zuvor zu Fall gekommen. Sogar das Trainerduo der Gäste war sich in der Bewertung der Situation nicht einig. Während Alex Geiger von einem „Elfmetergeschenk“ sprach, meinte Dominik Schwarz: „Ich glaube schon, dass unten am Fuß eine Berührung stattgefunden hat.“ Eine Zeigerumdrehung später wäre beinahe das 2:0 gefallen, doch Alexander Schröters 17-Meter-Schuss landete am Lattenkreuz.
„Nach einer ersten Halbzeit, in der wir gnadenlos unterlegen waren, haben wir eine saugute Reaktion gezeigt“, lobte Hauzenbergs Coach Geiger seine Mannen. Am 1:1 waren zwei Einwechselspieler beteiligt: Luca Canales Uhrmann nahm den Ball nach einer Ecke von Kilian Heß volley und traf unhaltbar. Die Niederbayern waren jetzt dem Siegtor näher als die Rieser. So musste TSV-Verteidiger Johannes Fiedler bei einem Schuss von Hannes Fuchs auf der Linie retten (84.). Am Ende waren die Nördlinger nur noch zu zehnt, weil Hakki Yildiz im Rasen hängen geblieben war und sich eine Knieverletzung zuzog. Das Wechselkontingent war beim TSV aber schon ausgeschöpft. (jais) Lokalsport RN
Schiedsrichter: Sebastian Stadlmayr (Donaumünster) - Zuschauer: 270
Tore: 1:0 Simon Gruber (33./Foulelfmeter), 1:1 Luca Canales Uhrmann (73.)
Es läuft beim TSV Landsberg: Beim FC Ismaning gelang ein 3:0-Efolg. „In der ersten Halbzeit war es noch ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten“, sagte TSV-Coach Chris Rech nach der Partie. Doch während Ismaning die seinen, darunter auch eine sogenannte Hundertprozentige, vergab, machten es die Landsberger besser. Jeton Abazi kam nach einer Balleroberung am Sechzehner an den Ball und versenkte trocken zur Halbzeitführung.
Nach der Pause war Landsberg aggressiver und kam per Elfmeter zur Vorentscheidung. Nicht nur, dass Maximilian sicher zum 2:0 verwandelte, obendrein hatte FCI-Kapitän Daniel Weber noch Gelb-Rot gesehen. In Überzahl ließ der TSV nichts mehr anbrennen. Als dann Luis Schäffler und nur drei Minuten nach seiner Einwechslung von der Strafraumgrenze abgezogen hatte, stand es sogar 0:3. (mm) Lokalsport LT
Schiedsrichter: Daniel Reich (Heubach) - Zuschauer: 190
Tore: 0:1 Jeton Abazi (29.), 0:2 Maximilian Berwein (59./Foulelfmeter), 0:3 Luis Schäffler (67.)
Gelb-Rot: Daniel Weber (57./FC Ismaning)

„Der Erfolg war hochverdient, er hätte sogar noch höher ausfallen müssen“, lautete das Fazit von Trainer Thomas Rudolph nach dem 3:0-Sieg des FC Gundelfingen gegen Türkspor Augsburg. Angesichts der hohen Belastung seiner Schützlinge mit Partien im Drei-Tages-Rhythmus hatte der Trainer fleißig rotieren lassen.
Andreas von Mücke stand beim FCG erstmals zwischen den Pfosten und musste beim Debüt erst einmal einen Rückstand gegen Ibrahim Capar verhinden (2.). Es sollte die einzige echte Torchance der Augsburger bleiben. Ansonsten stand Türkspor-Zerberus Erdem Yilmaz, der nach einer Ecke von Jeremias Seibold zum ersten Mal geschlagen war. Zwar kam Michael Singer nicht mit dem Kopf an den Ball, doch hinter ihm lauerte David Spizert und lenkte die Kugel ins Netz.
Nach der Pause war die Partie dann schnell entschieden. Nach einem Zusammenspiel zwischen Felix Hafner und Yannick Maurer bugsierte schließlich Samuel Seibold den Ball zum 2:0 ins Netz, vor dem 3:0 konnte Yilmaz den Schuss von Samuel Seibold noch abwehren. Allerdings nur vor die Füße von Janik Noller, der im Abschluss keine Mühe hatte. Und so blieb Coach Rudolph noch Gelegenheit, weiter durchzuwechseln.
Schiedsrichter: Marcel Krauß (Heufurt) - Zuschauer: 310
Tore: 1:0 David Spizert (13.), 2:0 Samuel Seibold (51.), 3:0 Janik Noller (58.)