
ODENWALDKREIS. Schafft der TSV Höchst an diesem Samstag (Anstoß 15 Uhr) im Kampf um die Meisterschaft in der Kreisoberliga eine Punktlandung? Im Wettstreit mit Abstiegskandidat KSG Georgenhausen benötigt Höchst einen Sieg, um die sofortige Rückkehr in die Gruppenliga zu verwirklichen. Die Konstellation Aufstiegskandidat gegen abstiegsgefährdete Mannschaft macht diese Begegnung zu einem echten Top-Spiel.
„Mit Georgenhausen kommt eine Mannschaft an die Jahnstraße, die wegen der Konstellation dieses Spieltages nach vorne spielen muss, und dadurch entstehen für uns Räume, die wir bespielen können und zu Chancen nutzen müssen“, sagt Christian Stapp, Trainer des Titelanwärters. Wie Stapp betont: „Wir können viel gewinnen, der Gegner hat auch viel zu verlieren.“ Höchst absolvierte eine sehr gute Trainingswoche: „Wir haben ein gutes Selbstvertrauen, das wir uns in dieser Runde erworben haben.“ Darüber hinaus ist die Stapp-Elf extrem fit, kann über 90 Minuten Vollgas geben. Das haben auch die letzten beiden erfolgreichen Spiele gegen den TSV Lengfeld (4:1) und bei Viktoria Urberach (3:1) unterstrichen: Es ist also angerichtet, für den wichtigsten Spieltag in dieser Saison.
„Wir müssen gegen Georgenhausen von Beginn an mit unserer Grundeinstellung loslegen, die Zweikämpfe konsequent annehmen und zielstrebig nach vorne spielen. Die Spieler dafür haben wir ja. Disziplin und Entschlossenheit sind am Samstag sehr wichtig.“
Die TSG Steinbach befindet sich auch am vorletzten Spieltag in Lauerstellung. Lässt der TSV Höchst gegen die KSG Georgenhausen etwas liegen? Zunächst müssen die Steinbacher gegen den TSV Lengfeld (Anstoß 15 Uhr) ihre Hausaufgaben erledigen. Die Erinnerungen an das Hinrundenspiel in Lengfeld (2:4) dürften nicht allzu gut sein, denn da setzte sich Lengfeld durch und versetzte den Steinbachern eine schmerzliche Niederlage. Auch Hassia Dieburg ist noch immer im Aufstiegsrennen. Ein Heimsieg gegen den FV Eppertshausen gilt als ausgemacht, aber längst nicht sicher. Die Dieburger rangieren zwei Zähler hinter den Steinbachern und fünf hinter Spitzenreiter Höchst. Somit kämpft Dieburg mit Steinbach noch um den Aufstiegsrelegationsplatz zur Gruppenliga.
Fernab dieses Aufstiegsstresses erwartet die zuletzt wenig erfolgreiche SG Rimhorn/Neustadt Aufsteiger SSV Brensbach. Während Brensbach versuchen wird, den fünften Tabellenplatz zu behaupten, wollen die Rimhorner ein weiteres Abrutschen in der Tabelle unbedingt verhindern. Nach fünf Niederlagen in Serie kein leichtes Unterfangen. Im Erbacher Ortsteil erwartet der TSV Günterfürst den SV Lützel-Wiebelsbach (Anstoß 15 Uhr). Es ist ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten. Wegen des Belages hat der TSV vielleicht die besseren Grundvoraussetzungen, aber gegen clevere Lützel-Wiebelsbacher, die die beste Kreisoberligarunde der letzten Jahre spielen und wohl Vierter werden, ist es immer sehr schwer. Der TV Fränkisch-Crumbach empfängt Viktoria Kleestadt an der Saroltastraße. Und bei der SG Bad König/Zell hofft man gegen Viktoria Urberach auf einen Heimsieg, der am letzten Spieltag doch noch den Gang in die Abstiegsrelegationsrunde verhindern soll.