2026-05-06T12:44:31.715Z

Allgemeines

Der TSV Ebersberg hat die Rettung jetzt in der eigenen Hand

Abstiegskampf TSV Ebersberg

von Johannes Hain · Heute, 17:57 Uhr · 0 Leser
FB Ebersberg BZL (schwarz) Simon Wiener  vs RO
FB Ebersberg BZL (schwarz) Simon Wiener vs RO – Foto: Sro
Nach sieben Spielen ohne Niederlage ist die direkte Rettung möglich. Jetzt muss der TSV Ebersberg das letzte Spiel in Holzkirchen gewinnen.

Es gab Zeiten in der Saison des TSV Ebersberg, da ging es primär darum, den letzten Tabellenplatz zu verlassen, um sich über die Relegation retten zu können. Nach einer wundersamen Serie von sieben Spielen ohne Niederlage, die am Samstagnachmittag mit einem 2:1-Heimsieg gegen den SB DJK Rosenheim fortgesetzt wurde, ist sogar die direkte Rettung möglich. Ebersberg schnuppert am Klassenerhalt und will nun auch den letzten Schritt gehen. „Wir werden am nächsten Wochenende einen Sieg brauchen“, rechnet Michael Hieber die Konstellation im engen Tabellenkeller durch. „Wir werden in der hoffentlich letzten Woche alles daran setzen, dass wir das letzte Spiel auswärts auch noch gewinnen und dadurch nicht von anderen abhängig sind.“

Dass der TSV Ebersberg die Entscheidung selbst in der Hand hat, ermöglichte der Sieg im Kellerduell gegen den nun punktgleichen Sportbund. Bei der Bewertung des Spiels wollte Hieber für eine eingängige Analyse den Begriff „Abstiegskampf“ näher definieren: „Wenn die Definition davon extrem viel Leidenschaft bedeutet, dann war es das heute definitiv.“ Fußballerisch war es hingegen nicht das, was man von zwei Abstiegskandidaten erwartet: „Es war schon gepaart mit sehr, sehr vielen spielerischen Inhalten. Das war eher weniger typisch für so ein Abstiegskampfspiel. Wir hatten sehr gute Phasen.“

Standard und Joker bereiten den Weg

Dennoch musste für das 1:0 der Rettungsanker für in Not Geratene herhalten: ein Standard. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke versenkte Felix Hoppe den Ball unhaltbar neben dem Pfosten (12.). Im Gegensatz zu so vielen Spielen davor hielt die Ebersberger Abwehr dicht und ließ wenig zu.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich, weshalb die fünf Transfers im Winter essenziell waren, um eine bessere Rückrunde zu spielen. Dadurch hat Hieber nun ganz neue Optionen. „Wir konnten gut nachlegen. Wir haben mit Johnny Kisungu und Aldin Rushiti zwei frische Offensivkräfte eingewechselt“, so Hieber, der damit die Matchwinner brachte. Kisungu setzte sich in der 86. Minute im Strafraum durch und Rushiti verwertete die Vorlage zum 2:0 ins lange Eck.

In der 89. Minute verkürzte Omer Jahic, wodurch der Sportbund den direkten Vergleich für sich entschied. Da das Torverhältnis für Rosenheim spricht, spielte das letztlich keine Rolle mehr. Ebersberg muss und will es kommenden Samstag in Holzkirchen ohnehin selbst richten.