Torhüter Lukas Kania und Simon Motzet vom TSV Dinkelscherben sind bereit für das Landkreisderby gegen den TSV Bobingen.
Torhüter Lukas Kania und Simon Motzet vom TSV Dinkelscherben sind bereit für das Landkreisderby gegen den TSV Bobingen. – Foto: Oliver Reiser

Der TSV Dinkelscherben will seiner DNA treu bleiben

Mit dem TSV Bobingen kommt das nächste Spitzenteam zum Aufsteiger +++ Niedersonthofen gelobt Besserung +++ Kaufbeuren reist ohne zehn Spieler nach Kissing +++ Bad Grönenbach steht bereits mit dem Rücken zur Wand

Nach einem turbulenten Saisonstart des TSV Dinkelscherben mit einem Sieg gegen Landesliga-Absteiger Cosmos Aystetten und einer unglücklichen Niederlage gegen Kaufbeuren haben die Lila-Weißen die Erkenntnis, dass sie auch gegen die absoluten Top-Teams in der Bezirksliga mithalten können. Ob das auch für das Heimspiel gilt, wenn mit dem TSV Bobingen ein weiterer Meisterschaftsfavorit auf dem Kaiserberg gastiert? Die Mannschaft des SV Türkgücü Königsbrunn steht nach dem Rücktritt der Spielertrainer René Hauck und Erdinc Kaygisiz ohne Trainer da. Beim Auswärtsspiel gegen die als Meister der Kreisliga Allgäu Süd aufgestiegene SG Niedersonthofen/Martinszell wird der Kapitän Burak Tok das Team coachen.

Dinkelscher.
2:3
TSV Bobingen
TSV Dinkelscherben – TSV Bobingen (So, 15 Uhr)

„Wir sind in der Bezirksliga angekommen“, sagt Dinkelscherbens Trainer Michael Finkel und widerspricht gleichzeitig der Aussage, dass die Kaiserberg-Kicker zuletzt Lehrgeld bezahlt hätten. „Es liegt eben in unserer DNA, dass wir nicht mit einem Punkt zufrieden sind“, so der 44-Jährige. Vor dem Duell mit dem letztjährigen Dritten aus Bobingen würden die Lila-Weißen ein Unentschieden vielleicht aber doch unterschreiben. „Wir sind gut drauf und wissen, was auf uns zukommt. Wir wollen auf jeden Fall nicht verlieren“, deutet Finkel an. Zumal sich mit Hakan Avci, Josef Kastner, Johannes Singl und Jonas Mößner eine Vielzahl an Spielern in den Urlaub verabschiedet haben. Bitter ist die Diagnose bei Mittelfeldspieler Maximilian Fürst, der mit einem Kreuzbandriss langfristig ausfallen wird. Julian Kugelbrey hat mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen und auch Julian Kastner könnte am Sonntag krankheitsbedingt fehlen.
Beim TSV Bobingen ist die Situation angespannt. Die Verletztenliste ist weiterhin lang, der Kader ausgedünnt. Während der Woche kamen noch krankheitsbedingte Ausfälle dazu. Aber Jeschek bleibt optimistisch: „Wir werden eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen. Die heruntergefahrene Trainingsintensität hilft uns, nach den schweren Spielen wieder topfit zu werden“. Allerdings sei man vor dem Gegner auf der Hut. Dinkelscherben werde als sehr guter Aufsteiger mit einer „unfassbar guten“ Offensive eingeschätzt, sagt der Bobinger Trainer. Sie hätten bereits in den ersten Spielen gezeigt, dass sie sofort in der Liga angekommen sind und auch in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen könnten. Allerdings glaubt Bobingens Sebastian Jeschek an die eigene Stärke. „Die Niederlage gegen Ottobeuren war schmerzhaft“. Aber sie wollen am kommenden Sonntag gegen den Aufsteiger unbedingt einen Sieg einfahren, auch wenn es keine leichte Aufgabe werden wird. (ilia/ Knöchel) Lokalsport Labo / Lokalsport SZ

Ziemetshsn.
0:2
Germaringen
TSV Ziemetshausen – SVO Germaringen (So, 15 Uhr)

Kann es am dritten Spieltag einer Saison bereits ein Kellerduell geben? Anders freilich lässt sich das anstehende Spiel kaum bezeichnen: Beide Kontrahenten haben ihre ersten zwei Saison-Begegnungen verloren, beide jeweils fünf Gegentore kassiert und beide verständlicherweise den Klassenerhalt als Saisonziel ausgegeben – Ziemetshausen als Gerade-so-Drinbleiber und Germaringen als Aufsteiger aus der zurückliegenden Runde. Aus Sicht des Ziemetshauser Trainers Sven Müller geht es vor allem darum, dass seine Fußballer eine Reaktion auf ihren jüngsten, enttäuschenden Auftritt in Thalhofen zeigen. „Es wird mit Sicherheit wieder ein enges Spiel, in dem die Grundtugenden abgefragt werden“, gibt er den Seinen mit auf den Weg. Die müssen im Heimspiel übrigens ohne ihn auskommen: Der Trainer macht ein paar Tage Familienurlaub. Nicht nur er fehlt; ein paar Akteure sind angeschlagen. „Aber irgendwie kriegen wir das hin“, bekräftigt Müller und fügt hinzu: „Die Jungs sind sich bewusst, dass es so, wie wir es zuletzt gemacht haben, nicht geht. Ich hoffe, dass sie dieses Bewusstsein auch dem Platz zeigen können.“
Nach zwei Partien ohne Punktgewinn hat sich der SVO Germaringen ein deutlich konsequenteres Defensivverhalten auf die Fahne geschrieben. „Wir müssen ab der ersten Minute gedanklich auf dem Platz stehen und dies auch umsetzen“, fordert der sportliche Leiter Oliver Baumann, der von seiner Mannschaft in Ziemetshausen eine Reaktion erwartet. „Es wird in dieser Liga ein ganz anderer Fußball gespielt, darauf müssen wir uns einstellen“, so Baumann weiter. Trainer Franz Zimmermann kann wieder auf die zuletzt fehlenden Simon Hagg und Fabian Müller bauen. (ica) Lokalsport GZ

SG Niedersonth.
0:1
Türk Königs.
SG Niedersonthofen/Martinszell – SV Türkgücü Königsbrunn (Sa, 15.30 Uhr)

Die Hausherren erwarten mit Türkgücü Königsbrunn einen harten Brocken, der laut Spielertrainer Simon Frasch schwer einzuschätzen ist und die Leistung oft stark von der Tagesform abhängt. Daher legte er im Training den Fokus auf die eigene Leistung. Voraussichtlich wird Kapitän Christoph Kiesel nach seinem Kurzeinsatz in Haunstetten wieder in die Startelf zurückkehren. Die ersten Minuten im Trikot der SG dürften auch für Timo Kern bevorstehen.

Heimertingen
1:2
Aystetten
FC Heimertingen – SV Cosmos Aystetten (Sa, 16.30 Uhr)

Kissinger SC
2:0
Kaufbeuren
Kissinger SC – SpVgg Kaufbeuren (So, 15 Uhr)

Für die SpVgg Kaufbeuren geht die Reise zum Aufsteiger Kissinger SC. Da die Partie der Kissinger gegen Cosmos Aystetten verlegt wurde, stehen sich zwei Mannschaften mit weißer Weste gegenüber. Nach dem knappen 2:1-Sieg gegen den TSV Dinkelscherben fahren die Kaufbeurer mit großem Selbstvertrauen nach Kissing. Die Gäste müssen nach Urlaub und Verletzungen auf zehn Spieler verzichten. Hinzu kommt noch die Belastung der Mittwochspiele seit drei Wochen. Dennoch gibt sich Kaufbeurens Trainer optimistisch: „Wir wissen genau, was uns erwartet. Wir haben zwar einige Urlauber, aber das haben andere Vereine genauso. Wir werden schlagkräftig auftreten.“

Ottobeuren
0:3
SV Egg/Günz
TSV Ottobeuren – SV Egg/Günz (So, 15 Uhr)

Der Gastgeber hofft nach dem überraschenden 2:1-Sieg beim TSV Bobingen zumindest auf ein Unentschieden gegen den favorisierten Landesligaabsteiger SV Egg an der Günz. Gegen die erfahrene Gästemannschaft bedeutet dies für die junge Ottobeurer Mannschaft eine besondere Herausforderung. Im schwarz-gelben Lager hofft man in personeller Hinsicht, dass der eine andere verletzte Spieler wieder eingreifen kann. Dass er zu einer Überraschung gut ist, hat Ottobeurens Trainer Michael Schmalholz zuletzt beim TSV Bobingen bewiesen. Mit den Eggern erwartet er eine „sehr unangenehm zu bespielende Mannschaft, die vergangene Woche ein Ausrufezeichen gesetzt hat“.
Die Egger konnten einen guten Start in die Saison hinlegen und direkt sechs Punkten einfahren. Vergangenes Wochenende gewann das Team von Coach Karlheinz Schabel zu Hause gegen Germaringen mit 3:0. Dabei erspielte sich das Team eine Vielzahl von Tormöglichkeiten und konnte am Ende einen verdienten Heimerfolg feiern. Mit Ottobeuren wartet nun eine sehr unangenehm zu bespielende Mannschaft, die letzte Woche ein Ausrufezeichen gesetzt hat: Auswärts konnte ein 2:1 Erfolg über Bobingen gefeiert werden. Die Zuschauer können sich auf eine spannende Partie freuen, die für beide Teams richtungsweisend für die nächsten Wochen werden könnte.

FC Thalhofen
5:2
Oberstdorf
FC Thalhofen – FC Oberstdorf (Sa, 15.30 Uhr)

Mit zwei Siegen aus zwei Spielen ziert der FC Thalhofen die Tabellenspitze. Wenn sich das Heimspiel gegen Ziemetshausen in Erinnerung ruft, verspürt man besondere Lust auf die Begegnung gegen den FC Oberstdorf. In einem sehenswerten Spiel drehten die Thalhofer einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg. Begeistern konnte der FCT besonders mit ihrer kämpferischen Leistung und den unbedingten Siegeswillen. „Wir wollen wieder mit so einem Fokus und so einer Aggressivität auftreten wie im letzten Heimspiel. Das hat einfach Bock gemacht!“, sagt Kapitän Marco Steinhauser. „Wir wollen unsere Heimstärke auf den Platz bringen und das Spiel gewinnen“, fordert Trainer Florian Niemeyer. Urlaubsbedingt müssen die Hausherren auf die Konstante der letzten Jahre, den Abwehrchef Patrick Sandner, verzichten. Für ihn wird der junge Simon Nägele die Gelegenheit bekommen, sich zu beweisen.
Gegen den FC Thalhofen erwartet FCO-Coach Andreas Maier einen heißen Tanz: „Thalhofen ist eine heimstarke Mannschaft und physisch immer schwierig zu bespielen. Durch den guten Start wird der FCT natürlich mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen. Uns erwartet eine interessante Aufgabe.“ Nach Möglichkeit wollen sich die Oberstdorfer nicht nach dem Gegner richten und ihrem Spiel den eigenen Stempel aufdrücken. Durch Sperren, Urlaub und Verletzte bleibt der Kader des FC Oberstdorf ziemlich eng, sodass es wohl keine Änderungen geben wird.

B.Grönenbach
2:1
TSV Haunst.
TV Bad Grönenbach – TSV Haunstetten (Sa, 14 Uhr)

Nach der 0:7-Klatsche steht der TV Bad Grönenbach bereits mit dem Rücken zur Wand. Die Oberallgäuer präsentierten sich gegen die Kurort-Elf zu stark. Die Schwachstelle ist nach zwölf Gegentreffern aus zwei Spielen offensichtlich, denn das Defensivverhalten der Bad Grönenbacher lässt bisher sehr zu wünschen übrig. Da die Verteidigung schon der Angriffsreihe beginnt, muss die komplette Mannschaft gegen den TSV Haunstetten kompakt agieren, damit sie nicht erneut unter die Räder kommt. Um nicht frühzeitig den Anschluss zu verlieren, sind angesichts des schwierigen Programms in den nächsten Wochen dringend Punkte nötig.

Aufrufe: 06.8.2022, 07:43 Uhr
Bernhard MeitnerAutor