2026-02-09T08:36:21.830Z

Allgemeines

Der Torjäger will es nochmal wissen: Benjamin Held kehrt als Spieler zum VfB Hallbergmoos zurück

Nach überraschendem Rauswurf beim FC Schwaig

von Nico Bauer · 11.06.2024, 14:00 Uhr · 0 Leser
Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Benjamin Held (r.) und Hallbergmoos‘ Sportlicher Leiter Anselm Küchle.
Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: Benjamin Held (r.) und Hallbergmoos‘ Sportlicher Leiter Anselm Küchle. – Foto: Verein

Trotz Platz vier in der jüngsten Landesliga-Saison setzte der FC Schwaig seinen Spielertrainer Benjamin Held vor die Tür. Der 38-Jährige geht nun wieder beim VfB Hallbergmoos auf Torejagd.

Das ist der vielleicht verrückteste Transfer des Sommers. Der Landesligist VfB Hallbergmoos holt seinen langjährigen Torjäger Ben Held im zarten Alter von 38 Jahren zurück, nachdem dieser zuletzt überraschend beim Landkreis-Nachbarn und Ligakonkurrenten FC Schwaig als Spielertrainer entlassen worden war. Held möchte es sich und der Amateurfußball-Welt noch einmal beweisen, dass er nach wie vor auf hohem Niveau spielen kann.

Im Sommer 2019 verabschiedete sich Benjamin Held aus Hallbergmoos nach einer seiner besten Spielzeiten mit 24 Toren in 32 Einsätzen. Besser war der Allershausener nur in der Spielzeit 2013/14, als er in der Landesliga im Trikot des SE Freising in 34 Einsätzen 31 Mal traf. Die Bilanz des Stürmers nach vier Saisons am Söldnermoos war beeindruckend: 127 Spiele, 67 Tore. Er traf im Schnitt in mehr als jedem zweiten Spiel.

Von Hallbergmoos ging die Reise dann eine Ortschaft weiter nach Schwaig (Landkreis Erding), wo Held als Spielertrainer direkt in seiner ersten Saison den Aufstieg in die Landesliga schaffte. Zum Ende der abgelaufenen Runde wurde der 38-Jährige trotz des vierten Tabellenplatzes entlassen. Warum der Verein so gehandelt hat, ist für viele unerklärlich

„Das ist schon ein ziemlich verrückter Transfer“, sagt auch Anselm Küchle, Sportlicher Leiter des VfB Hallbergmoos. Ihm imponierte, dass Held den Schritt zurück vom Spielertrainer macht, um sich ganz auf das Toreschießen zu konzentrieren. In den Gesprächen habe der Allershausener zudem deutlich gemacht, dass er sich ohne Murren auf die Bank setzt, sollten die Jungen im Sturm besser sein.

Auf der anderen Seite könnte Held das sein, was dem Tabellendritten in der vergangenen Saison fehlte. Der VfB Hallbergmoos, der nur ganz knapp die Aufstiegsrelegation verpasst hatte, hatte in seinem Kader nicht diesen gnadenlosen Vollstrecker in der Box. Genau das ist Held, der mit seiner Erfahrung der Offensive einen Schub geben kann.

Ben Held will es noch einmal allen zeigen. Das war schon das eine oder andere Mal nach Rückschlägen in einer Karriere so. Nach seinem nicht so erfolgreichen Abstecher in die Bayernliga zum FC Ismaning mit einem Tor in drei Spielzeiten wechselte er zu seinem Heimatverein Allershausen und schoss alles in Grund und Boden. Das nun wird wieder so ein Neustart.

Apropos Allershausen: Beim Kreisfinale des Merkur CUP am Samstag steht Benjamin Held als Trainer des TSV Allershausen an der Seitenlinie. Einer der Gegner in der Gruppenphase ist der VfB Hallbergmoos.