2026-03-05T07:49:35.839Z

Spielvorbericht

Der Tabellenführer ist gewarnt

Am Wochenende kommt es in der Landesklasse 1 zu einem echten Spitzenspiel. Der FC Einheit Bad Berka reist als aktueller Tabellenführer zum SV Jena-Zwätzen.

von Fabian Göb · Heute, 14:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Sandy Försterling

Der Tabellenführer reist zum Verfolger: Wenn der FC Einheit Bad Berka am Wochenende beim SV Jena-Zwätzen antritt, ist Spitzenspiel-Atmosphäre garantiert. Mitten drin: Denis Jäpel. Der frühere Regionalliga- und Drittligaspieler ist aktuell Topscorer der Liga und einer der wichtigsten Faktoren im Offensivspiel des FC Einheit. Im Gespräch blickt er auf die bisherige Saison, seine Rolle im Team und auf das schwere Auswärtsspiel in Zwätzen.

Schwankungen trotz Tabellenführung

Mit dem Sieg gegen die Eurotrink Kickers hat sich Bad Berka nach der Niederlage gegen Greiz wieder an die Tabellenspitze geschoben. Dennoch gab es im Saisonverlauf auch immer wieder Ausrutscher gegen vermeintlich schwächere Teams. Für Denis Jäpel ist das kein Zufall. „Ich glaube, dass grundsätzlich die Außendarstellung etwas verzerrt ist“, erklärt der Angreifer. Der Kader sei eine Mischung aus Erfahrung und vielen jungen Spielern. „Wir haben neben einigen erfahrenen Spielern auch viele junge dabei, die zum Teil das erste oder zweite Jahr auf Landesebene spielen. Da kann man nicht erwarten, dass man jedes Spiel dominiert.“ Hinzu komme eine extrem ausgeglichene Liga. „Man sieht ja an den Ergebnissen, dass jeder gegen jeden Punkte holt. Somit hatten auch wir da so unsere Probleme.“

Erfahrung und Ehrgeiz

Jäpel bringt reichlich höherklassige Erfahrung mit – unter anderem aus der Regionalliga und sogar aus der 3. Liga. Diese Rolle lebt er auch im Alltag der Mannschaft vor. „Ich versuche auf jeden Fall sowohl sportlich als auch menschlich Einfluss zu nehmen“, sagt er. Dabei gehe es vor allem um Ehrgeiz und einen gewissen Anspruch. „Im Training und im Spiel will ich vermitteln, dass wir jedes Spiel gewinnen wollen. Ich denke, die Jungs geben mir da Recht, dass ich auch sehr anstrengend sein kann, wenn ich im Training ein Spiel verliere.“ Doch der Topscorer der Liga sieht sich nicht nur als Antreiber auf dem Platz. „Gerade für jüngere Spieler will ich auch neben dem Platz da sein und mit gutem Beispiel vorangehen.“ Schließlich habe er selbst in seiner Karriere davon profitiert: „Da gab es einige Mitspieler, die mir genauso geholfen haben.“

Meisterschaft? Noch kein großes Thema

Als Tabellenführer gehört Bad Berka zwangsläufig zu den heißesten Kandidaten im Titelrennen der Landesklasse 1. Intern spielt die Meisterschaft laut Jäpel aber noch keine große Rolle. „Eigentlich war und ist das im gesamten Saisonverlauf intern kein Thema gewesen“, betont er. Natürlich werde ein Blick auf die Tabelle geworfen. „Klar schaut man, der eine mehr, der andere weniger, auch mal genauer hin, wenn man da oben mit dabei ist.“ Grundsätzlich sei der Anspruch dennoch klar. „Wenn der Kader zusammen ist, muss unser Anspruch auch sein, oben mitzuspielen.“ Eine echte Bewertung will der Offensivspieler aber erst später vornehmen: „Ich persönlich bin der Meinung, wir sollten mal den März und April abwarten. Wenn die Tabellensituation dann weiterhin so ist, dann muss man definitiv über das Thema sprechen.“ Ehrgeiz sei im Verein durchaus vorhanden. „Aber man sollte den zweiten Schritt nicht vor dem ersten machen.“

„Eines der spielerisch besten Teams“

Am Wochenende wartet nun mit Jena-Zwätzen ein echtes Spitzenspiel. Der Gastgeber zählt ebenfalls zu den Topteams der Liga und genießt auch bei Jäpel großen Respekt. „Jena-Zwätzen ist für mich spielerisch eines der besten Teams und steht völlig verdient mit oben in der Tabelle.“ Trotzdem reist Bad Berka selbstbewusst an. „Wenn wir unsere 100 Prozent erreichen, ist ein Auswärtssieg definitiv möglich.“ Der Schlüssel zum Erfolg sei die eigene Spielweise. „Wenn wir mit Ball so mutig bleiben wie bisher und auch die Zweikämpfe annehmen, dann nehmen wir dort was mit.“ Und trotz der großen Aufmerksamkeit um das Spitzenspiel bleibt Jäpel gelassen: „In erster Linie sollte man locker bleiben und nicht verkrampfen – am Ende geht es auch ‚nur‘ um drei Punkte.“