2026-04-23T13:43:33.969Z

Allgemeines

Der SV Walpertskirchen rettet trotz chaotischer Partie ein Remis

Fußball-Bezirksliga Nord

von Helmut Findelsberger · Heute, 03:42 Uhr · 0 Leser
Der WSV verliert nach dem 1:1 den zweiten Platz in der Bezirksliga Nord. Zwei rote Karten und aberkannte Tore prägten das turbulente Aufsteiger-Duell.

Dass der TSV Ober-/Unterhaunstadt nicht mehr das Team ist, das im Hinspiel mit einer 0:7-Packung nach Hause geschickt wurde, musste der SV Walpertskirchen gestern feststellen. 1:1 (0:0) endete das Aufsteiger-Duell.

Walpertskirchens Sportlicher Leiter Maximilian Büchlmann gab zu, „dass es von meinem Team keine Leistung war, die Ansprüche auf Rang zwei rechtfertigt“. Trotz der vielen Ausfälle war der WSV nicht schlecht aufgestellt, vor allem in der Offensive. Christian Käser und Tom Simml waren in die Startformation zurückgekehrt, Abwehrmann Raphael Hösl ebenfalls. Probleme machen aktuell die ständigen Umstellungen, vor allem im Defensivverbund.

Die Gäste fanden schneller ins Spiel. „In der ersten Viertelstunde hatten wir auch zwei Einschussmöglichkeiten, wenn auch nicht die allerdicksten, durch Adrian Alexy und Tom Simml“, berichtet Büchlmann. „Unser Spiel wurde dann immer vogelwilder und der technisch gute Gegner kam immer besser ins Spiel“, schildert er den weiteren Verlauf. Für Treffer fehlte in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten die nötige Konsequenz im letzten Drittel.

Als Luca Fellermeier aus bester Position übers TSV-Tor köpfte, folgte mit dem Abstoß prompt die Retourkutsche. Da liefen plötzlich die Gastgeber mit zwei auf eins Richtung WSV-Tor, und Baha Asici schloss nach 64 Minuten zum 1:0 ab. Drei offensive Wechsel bei Walpertskirchen folgten, und die Gäste waren nun immer mehr im Angriffsmodus. Zwei vermeintliche Treffer wurden, wohl zu Recht, aberkannt. Der erste durch Fellermeier wurde wegen Abseits nicht gegeben. Als Simml getroffen hatte, konnte Büchlmann nicht erkennen, gegen wen das Stürmer-Foul gepfiffen worden war.

Weitere Großchancen blieben Fehlanzeige bis zur 91. Minute. Nach Simml-Flanke scheiterte Alexy noch am TSV-Keeper Ali Cakmakci, aber den Nachschuss drückte Fellermeier zum 1:1 über die Linie. Nach neunminütiger Nachspielzeit beendete der Schlusspfiff eine recht farbenprächtige Partie. Bereits nach sieben Minuten hatte es für einen Haunstadter Ersatzspieler die Rote Karte gegeben. Enes Erdogan war als Rächer auf den Platz gestürmt, als Nils Wölken einen Gegenspieler Richtung TSV-Bank gecheckt hatte – für den spielenden WSV-Co-Trainer gab‘s Gelb.

Als WSV-Schlussmann Deniz Erden nach Martin Deutingers Abwehrversuch den Ball mit der Hand aufgenommen hatte, gab’s indirekten Freistoß. Als Erden das Leder nicht rausrücken wollte, ließ sich der zwei Minuten vorher eingewechselte David Romanow zu einer Tätlichkeit hinreißen, und so folgte in der 93. Minute die zweite Rote Karte gegen das Heimteam.