2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
– Foto: Susanne Schmidt

Der SV Sevelen befindet sich auf einem richtig guten Weg

Nach dem 2:3 beim Abstiegskandidaten SV Veert wurde am Koetherdyck Tacheles geredet. Anschließend hat der A-Ligist den Sprung ins obere Tabellendrittel geschafft. Trainer Fabian Maas ist von der positiven Entwicklung nicht sonderlich überrascht.

Jeder Fußballer kennt das – manchmal können Niederlagen heilsame Wirkung haben. Das beste Beispiel dafür liefert das 2:3, das sich A-Ligist SV Sevelen vor genau einem Monat beim Abstiegskandidaten SV Veert einhandelte. Anschließend hat’s am Koetherdyck mal so richtig geraucht, wobei sich Trainer Fabian Maas im Rückblick sehr diplomatisch ausdrückt. „Ich habe meinen Spielern einfach noch einmal deutlich gemacht, dass wir in der Offensive wesentlich konzentrierter auftreten müssen“, sagt er.

26 Tore in 360 Minuten

Das hat gefruchtet. Denn seitdem sind beim SV Sevelen turbulente und zugleich sehr erfolgreiche Zeiten angebrochen. Aus den folgenden vier Spielen gab’s satte zehn Punkte – bei einem Torverhältnis von 15:11. 26 Tore in 360 Minuten – der Anhang der Schwarz-Weißen bekommt fast schon traditionell reichlich Spektakel geboten.

Der verdiente Lohn: Die Mannschaft hat inzwischen den Sprung ins obere Tabellendrittel geschafft und belegt aktuell mit 22 Punkten Platz fünf. Dabei war der SV Sevelen mit vier Siegen und vier Niederlagen zunächst eher durchwachsen in die neue Saison gestartet. Für Fabian Maas kommt der Aufwärtstrend keineswegs überraschend.

„Wenn man nur auf die Ergebnisse schaut, lief’s bei uns am Anfang vielleicht noch nicht richtig rund. Doch wir als Trainerteam hatten einen anderen Eindruck, weil uns fast immer überzeugt hat, was wir auf dem Platz gesehen haben“, so Maas. Und so nimmt die schwierige Mission Umbruch inzwischen erfreuliche Gestalt an. „Vor dem Saisonstart war uns allen bewusst, dass wir eine echte Herausforderung stemmen müssen. Viele erfahrene Spieler haben im Sommer ihre Laufbahn beendet oder stehen nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Wir sind immer noch dabei, aus überwiegend jungen Spielern ein neues Team zu formen“, sagt der 30-jährige Coach, der damit selbst zu den jüngsten Vertretern seiner Zunft gehört.

Stärken und Schwächen

Ein Blick auf das aktuelle Torverhältnis von 33:31 verdeutlicht Stärken und Schwächen der Mannschaft vom Koetherdyck. „Vorne greifen die Automatismen endlich“, so Maas. Doch auf der anderen Seite gehört auch noch das Thema Defensive auf die Tagesordnung. „Die vielen Gegentore sind irgendwo auch dem jugendlichen Leichtsinn geschuldet. Wir finden oftmals noch nicht den richtigen Moment, um das Tempo auf dem Platz zu verändern und das Spiel zu beruhigen. Es bringt nichts, nur immer forsch nach vorne zu spielen. Das ist aber auch ein Lernprozess“, sagt der Trainer.

Aktuell spricht einiges dafür, dass der SV Sevelen auch diese Baustelle erfolgreich in Angriff nimmt. „Wir sind uns im Verein alle einig, dass wir derzeit an einem Fundament für eine neue Mannschaft arbeiten. Und das sieht bisher ganz gut aus“, sagt Maas und bringt damit die gute Stimmung auf den Punkt, die kurz vor dem Ende der Halbserie rund um den Koetherdyck herrscht.

Aufrufe: 014.11.2025, 12:00 Uhr
RP/ Per Feldberg Autor