
Auf beeindruckende Weise erledigte der SV Raisting am Samstag seine Pflicht. Mit dem 7:1-Erfolg beim BCF Wolfratshausen steuern die Raistinger endgültig in Richtung Klassenerhalt in der Bezirksliga Süd. Dem SVR fehlt noch ein Sieg aus den verbleibenden zwei Saisonspielen. Alternativ könnte am kommenden Samstag der FC Penzberg einen wertvollen Beitrag leisten, indem er gegen den TSV Geisenbullach gewinnt. Die Aussichten stehen also ziemlich gut, dass der kleine Ort im Norden des Landkreises auch in der kommenden Saison Bezirksliga-Fußball anbieten kann. Den Wolfratshausenern bleibt indessen die Hoffnung, dass der Sinkflug des einstigen Bayernligisten nun bald ein Ende findet. Bei den Neuwahlen am Abend des Spieltags wurde eine jüngere und breiter aufgestellte Führungsriege bestimmt, die den BFC wieder auf Kurs bringen soll.
Auf dem Spielfeld war die Angelegenheit rasch entschieden. Raisting führte nach acht Minuten durch einen Doppelschlag von Elias Lieb mit 2:0, legte noch vor dem Seitenwechsel drei Treffer nach und profitierte davon, dass sich die Flößerstädter bald selbst aufgegeben hatten. „Es war schlussendlich ein ungefährdeter Sieg“, hält Franz fest. In seinem Team war es vorrangig die Offensivabteilung, die im Isar-Loisach-Stadion ihre Freude hatte. Der flotte Vorsprung trieb die Gäste an, er ließ die SVR-Kicker zwischenzeitlich aber auch ein paar Deut zurückfahren. Franz benannte es mit „kleinerer Schwächephase“. Der BCF trat durch diverse Standards in Erscheinung, schaffte es dabei aber nicht auf die Anzeigetafel. „Mit dem 3:0 aber haben wir dem BCF den Stecker gezogen, zudem haben wir ja noch zwei Tore geschossen.“
Nach der Pause sah der Coach seine Mannen „nicht mehr zwingend“ genug. Zwei weitere Erfolgserlebnisse standen ein wenig im Widerspruch zur schlampiger werdenden Spielweise. „Es wäre viel mehr drin gewesen“, resümiert Franz. Am Spielausgang änderte die nachlassende Konsequenz nichts. Dennoch ärgerte sich der Coach über das Ehrentor der Farcheter. „So etwas gefällt mir gar nicht, so ein Spiel will ich auch zu null durchbringen.“ Natürlich räumt der 31-Jährige ein, dass diese Art von Nachtarock „Jammern und Meckern auf hohem Niveau“ sei. Er verwies auf ein überschaubares Energielevel nach den englischen Wochen, weswegen er seinem Team letztlich „ein großes Kompliment“ aussprach. „Es war ja auch Druck drauf, weil wir gewinnen mussten.“