2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

Der SV Raisting holt einen wichtigen Punkt gegen Bad Heilbrunn

Abstiegskampf in Bezirksliga

von Oliver Rabuser · Gestern, 21:07 Uhr · 0 Leser
Lukas Matz (weiß) vs Tobi  BauerFußball, Bezirksliga Süd, SV Bad Heilbrunn vs SV Raisting 0:0, 29.04.2026, Nachholspiel
Lukas Matz (weiß) vs Tobi BauerFußball, Bezirksliga Süd, SV Bad Heilbrunn vs SV Raisting 0:0, 29.04.2026, Nachholspiel – Foto: Oliver Rabuser
Das 0:0 beim SV Bad Heilbrunn in der Bezirksliga kann Gold wert sein. Nun muss der SV Raisting am Samstag gegen einen Absteiger unbedingt gewinnen.

Keiner wollte verlieren. Diese Prämisse war auf beiden Seiten deutlich zu erkennen. Ein Punkt im Abstiegskampf kann in der Endabrechnung pures Gold wert sein. Für den SV Raisting allemal. Er hat am Samstag den vermeintlichen Freischuss beim bereits abgestiegenen BCF Wolfratshausen vor Augen. Klappt es in der Flößerstadt mit den angepeilten und fest eingeplanten Zählern, hat der SVR mit dem torlosen Remis vom gestrigen Abend beim SV Bad Heilbrunn mutmaßlich einen gehörigen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Bezirksliga Süd gesetzt.

Tom Pföderl (rot) vs David GretschmannFußball, Bezirksliga Süd, SV Bad Heilbrunn vs SV Raisting 0:0, 29.04.2026, Nachholspiel
Tom Pföderl (rot) vs David GretschmannFußball, Bezirksliga Süd, SV Bad Heilbrunn vs SV Raisting 0:0, 29.04.2026, Nachholspiel – Foto: Oliver Rabuser

„Das 0:0 geht insgesamt in Ordnung“, bekannte SVR-Trainer Hannes Franz. „Aber am Samstag musst du jetzt gewinnen, erst dann war der Punkt etwas wert.“ Sowohl den Raistingern als auch den Bad Heilbrunnern waren die zwei aufeinanderfolgenden englischen Wochen von Beginn an anzumerken, in denen sie „extrem viel Körner gelassen“ haben. Es ging tendenziell gemütlicher denn rustikaler zu; Ballbesitz und Risikoreduktion hatten deutlich mehr Gewicht als Tiefenläufe oder flotter Hurra-Fußball. Wären die Tore auf dem Platz des Naturheilmittelstadions erst zur Pause aufgebaut worden, wer weiß, ob es mit Ausnahme der Torhüter überhaupt jemand gemerkt hätte. Denn in den Fokus rückten die Gestänge kaum.

Raisting kam mit den Anforderungen etwas besser zurecht. Doch fehlte sowohl Lukas Matz als auch Luca Sigl bei ihren jeweiligen Aktionen der letzte Pfiff. Im zweiten Abschnitt agierte der SVR zwar sichtbar passiver, dennoch mit den besseren Tormöglichkeiten auf der Gesamtrechnung. So setzte zunächst Matz eine Hereingabe von Elias Lieb aus zentraler und damit bester Kopfballposition über die Querlatte. Lieb war es dann, der nach einem technischen Fehler von Ludwig Buchmair viel Platz, aber zu wenig Zielwasser hatte. Darüber hinaus verpasste Sigl aus der Drehung mit seinem Schuss die lange Torecke. Franz erkannte „sehr gute Abschlussmöglichkeiten“, von denen „einer einfach drin sein muss“.

Gegengewicht zum Chancenplus der Gäste waren der aufsetzende Abschluss von André Tiedt, den SVR-Torwart Urban Schaidhauf ebenso parierte wie das Nachsetzen von Jonas Gall aus spitzem Winkel. „In diesen Situationen hatten wir etwas Glück“, räumte der SVR-Coach ein. „Hat der Urbi richtig gut raus“, adressierte Franz Lob an seinen Keeper. Die Einschätzung mit dem Dusel galt natürlich auch für den Freistoß in den Schlussminuten, als der Ball von Anton Krinner aus rund 20 Metern das Tornetz hinter der Latte streifte.

In Summe aber war die Partie ein Lehrbeispiel für ein typisches 0:0-Spiel, losgelöst von der enormen Tragweite als steter Begleiter in den Köpfen. Und mit etwas Schützenhilfe könnten die Raistinger bereits am Wochenende kleinere Feierlichkeiten hinsichtlich des Klassenerhalts planen. Derzeit beträgt der Vorsprung auf den Zwölften TSV Geiselbullach, der nach aktuellem Stand in die Relegation müsste, vier Punkte.