
Das ging am Ende schneller als gedacht. A-Ligist SV Issum hat am Montagabend Trainer Thorsten Fronhoffs entlassen und damit die Konsequenz aus der sportlichen Talfahrt gezogen. Die Mannschaft hat nach der Winterpause alle vier Spiele verloren – bei einem desaströsen Torverhältnis von 5:19.
Negativer Höhepunkt war am vergangenen Sonntag die 2:7-Niederlage im Kellerduell beim BV Sturm Wissel inklusive Absturz in die Abstiegszone. Außerdem hatte Fronhoffs den Verantwortlichen am Wochenende mitgeteilt, dass er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde.
„Ich habe am Montagabend mit dem Mannschaftsrat gesprochen. Wir sind zu der Einsicht gelangt, dass sich sofort etwas ändern muss, wenn wir den Klassenerhalt schaffen wollen. Die Entscheidung ändert nichts an unserem freundschaftlichen Verhältnis zu Thorsten Fronhoffs“, sagt der Issumer Vorsitzende Frank Dagott.
Und wie geht es jetzt weiter im Brennnesselpark? Zunächst einmal werden die beiden Co-Trainer Ardian Saris und Steffen Teloo das Training leiten. Eventuell wird am Sonntag im wichtigen Heimspiel gegen den Mitkonkurrenten TSV Nieukerk auch ein Interimstrainer aus den eigenen Reihen auf der Bank sitzen, dessen Namen der Klub aktuell noch nicht nennen möchte.
Derweil läuft die Suche nach einem neuen Chefcoach, der nach Möglichkeit noch im Saisonendspurt einsteigen soll, auf Hochtouren. Noch am Montag hatte der SV Issum einen Kandidaten von der Liste streichen müssen, weil dieser schon bei einem anderen Verein im Wort stand.
Thorsten Fronhoffs hatte zuletzt betont, dass die „katastrophale Vorbereitung“ im Winter die Hauptursache für die Misere im neuen Jahr sein. Der Vorsitzende sieht das etwas anders. „Ich bin kein Trainer und möchte mir das auch nicht anmaßen. Aber ich glaube nicht, dass es den Spielern an der nötigen Fitness mangelt. Als Zuschauer hatte man in den vergangenen Spielen eher den Eindruck, dass die Abstimmung innerhalb der Mannschaft nicht mehr funktioniert“, so Dagott.
Das soll und muss sich ab sofort wieder ändern. Denn der SV Issum muss in den kommenden drei Kellerduellen gegen den TSV Nieukerk, bei Alemannia Pfalzdorf II (Donnerstag, 2. April) und gegen den SV Nütterden (Freitag, 10. April) zwingend punkten, um die Trendwende einzuleiten und die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.
Thorsten Fronhoffs wird dabei kräftig die Daumen drücken. „Ich denke, dass der Vorstand die beste Entscheidung für alle Beteiligten getroffen hat. Ich bleibe der Mannschaft und dem Verein verbunden und werde mich sicherlich bald wieder auf dem Issumer Sportplatz blicken lassen“, so der Ex-Trainer.