
Hösels Trainer Tomislav „Tomy“ Mirosavljevic verließ den Sportplatz von Bayer Dormagen nach dem Schlusspfiff mit reichlich viel Wut im Bauch. "Man kann verlieren", befand der 49 Jahre alte waschechte Dumeklemmer, "aber es muss nicht sein, dass wir jetzt schon Weihnachtsgeschenke verteilen. Die drei Gegentore sind alle aus Fehlern entstanden, die schwer erklärlich sind." Seine Höseler verloren dieses Bezirksliga-Auswärtsspiel mit 2:3, die Niederlage ist aber verkraftbar. Auch wenn sich die Bayer-Siegertruppe vom Niederrhein dadurch mit sechs Punkten von den Gästen absetzte. Und der Sportliche Leiter Mark Rueber meinte zur Auswärtsschlappe: "Wir sind nun einmal gastfreundlich, auch auf fremden Plätzen. Wenn ich wüsste, wie man das ändern kann, würden wir es umgehend tun."
Das Dormagener 1:0 entstand durch einen dicken Fehler im Spielaufbau der Höseler. Es warf den SVH aber zunächst nicht aus der Bahn, denn das 1:1 ließ nicht lange auf sich warten: Rechts brach Jassim Tighadouini durch und bediente den mitgelaufenen Nick Hartmann mustergültig. Der 26 Jahre alte Ex-Lintorfer konnte mühelos einschießen. Der erst 19 Jahre alte Tighadouini war im Winter vom Landesligisten TVD Velbert gekommen und bestritt nun sein fünftes Punktspiel für die Blau-Weißen. Aber kurz vor dem Wechsel zog Dormagen wieder auf 2:1 davon, wieder befand sich die Höseler Abwehr im Tiefschlaf.
Nick Hartmann stellte kurz nach dem Wechsel auf 2:2, es war sein fünftes Saisontor. Aber die Fehlerkette der Gäste wollte nicht reißen. Denn Mitte der zweiten Hälfte wurde wieder ein Versuch, ein Umschaltspiel zu laufen, von den Gastgebern früh gestoppt, und schon lag der SVH zum dritten Mal in diesem Spiel in Rückstand. Der konnte diesmal nicht mehr ausgeglichen werden. Dormagen schaukelte seinen knappen Vorsprung geschickt über die Zeit.