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Der SV Budberg funktioniert auch ohne Oberliga-Erfahrung

Der Landesligist ist zurück im Aufstiegsrennen. Der Tabellenvierte ist eingespielt, verfügt über eine breite Bank und kann Ausfälle problemlos kompensieren.

von Fabian Kleintges-Topoll · 27.02.2026, 08:00 Uhr · 0 Leser
Beim SV Budberg läuft wieder alles nach Wunsch.
Beim SV Budberg läuft wieder alles nach Wunsch. – Foto: IMAGO/ Funke Foto Services

Mit dem 2:0-Heimsieg gegen die SF Niederwenigern ist der SV Budberg am Sonntag wieder näher an die Spitze der Landesliga herangerückt. Ob es tatsächlich reicht, um bis zum Saisonende ein ernsthaftes Wörtchen im Aufstiegsrennen mitzureden, bleibt abzuwarten. Trainer Tim Wilke und seine Mannschaft bleiben jedenfalls ihrer Linie treu. Stichwort: Demut.

Und das mit Erfolg. Die Ergebnisse stimmen, Entwicklung und Form ebenfalls. Vier Zu-Null-Siege in Serie sind ein klares Statement. Die Chance, sich weiter in Stellung zu bringen und endgültig in einen Flow zu kommen, ist da. Bis zum Derby-Topspiel vor heimischer Kulisse gegen den SV Scherpenberg am 20. März warten mit dem SC Werden-Heidhausen, Mülheimer FC und FC Kray drei Gegner aus der unteren Tabellenhälfte.

Budberg kann Ausfälle kompensieren

Bemerkenswert: Gegen Niederwenigern musste der SVB auf die Erfahrung von Mike Terfloth (Gelbsperre) und Fynn Eckhardt (krank) verzichten. Zusammen bringen es die beiden Routiniers auf fast 300 Oberliga-Spiele. Ihr Fehlen fiel jedoch kaum ins Gewicht. Tim Beerenberg und Jeremy Umberg erledigten ihre Aufgaben als Vertreter souverän.

Andere Führungsspieler übernahmen Verantwortung. Mittelfeldmotor Ole Egging ließ sich im Spielaufbau wie gewohnt immer wieder tief fallen, suchte nach der kniffligen Anfangsphase sofort den Austausch mit seinem Trainer – ganz nach dem Motto: „So können wir nicht weiterspielen.“ Selbst nach dem Dosenöffner zum 1:0 lief Budbergs Nummer 10 nicht jubelnd zur Eckfahne, sondern in Richtung Trainerbank, um die ersten 30 Minuten einzuordnen.

Die Partie gegen Niederwenigern zeigte einmal mehr: Der Tabellenvierte ist eingespielt, verfügt über eine breite Bank und kann Ausfälle aktuell problemlos kompensieren. Der Dauerregen und mit 150 Zuschauern eine der Minuskulissen der Saison änderten daran nichts. Dabei zählen die Rheinberger mit im Schnitt rund 300 Besuchern eigentlich zu den zuschauerstärksten Teams der Liga.

Coach Wilke kickt im Training mit

Auch abseits des Platzes wirkt Wilke zufrieden und frisch – völlig unabhängig vom sportlichen Lauf. Der 50-Jährige arbeitet weiter an seiner B-Lizenz und an sich selbst: Über 40 Kilogramm hat der Coach inzwischen abgespeckt . Nach dem Heimspiel ging es am Abend noch aufs Laufband. Weil seine Mannschaft in der vergangenen Woche ungerade war, schnürte er im 60-minütigen Trainingsspiel für eine Halbzeit sogar noch einmal selbst die Schuhe. „Das letzte Mal ist gefühlt 20 Jahre her. Danach war ich auf“, scherzte Wilke.

Die Stimmung ist gut, der SV Budberg funktioniert – mit oder ohne Oberliga-Erfahrung. Und genau das könnte im weiteren Verlauf der Rückrunde noch zum entscheidenden Faktor werden.