
Eine Halbzeit lang hielt der Kreisklassist Hungerbach noch stand. Dann brachen die Dämme und der Bezirksligist SV Bad Heilbrunn schlug eiskalt zu.
Zum Schluss hin wurde es doch noch deutlich. Eine Halbzeit lang hatte der Kreisklassist der SG Hungerbach mit einer massiven Defensive den Bemühungen des SV Bad Heilbrunn noch standgehalten. Mit zunehmender Spielzeit aber brachen dann die Dämme und der Bezirksligist gewann schließlich standesgemäß deutlich mit 7:0 (1:0). „Erst haben wir sie uns zurechtgelegt, und als ihnen dann die Kräfte ausgingen, haben wir zugeschlagen“, fasst Co-Trainer Klaus Kronschnabl, der den verhinderten Trainer Walter Lang an der Seitenlinie vertrat, das Geschehen kurz zusammen.
„Die haben in der ersten Halbzeit erst ab der Mittellinie angegriffen und sind da mit zehn Mann am eigenen Sechzehner gestanden“, berichtet der HSV-Coach. So habe man meistens rund um den Hungerbacher Strafraum gespielt und den Gegner laufen lassen. Lediglich Felix Gellner fand eine Lücke und brachte die Seinen in Front (2.). Ansonsten prallten die Heilbrunner Attacken zumeist ab.
In der Halbzeit wechselte Kronschnabl dann gleich fünf Mann aus: „All diejenigen, die leicht angeschlagen waren, wollte ich schonen.“ So kamen für die Außenverteidiger Justin Rösch und Max Schnitzlbaumer nun André Tiedt und Tobias Schröfl aufs Feld, auf der Sechser-Position ersetzte Toni Krinner Toni Pappritz und in der Abteilung Attacke kamen für Andreas Bauer und Sebastian Rösch Leon Meisl und Maxi Specker zum Einsatz.
Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn leitete Hungerbach mit einem Eigentor den Untergang ein. Den dritten HSV-Treffer besorgte Kapitän Krinner selbst (56.), und das vierte Tor steuerte Maxi Specker (65.) bei. Mit einem verwandelten Handelfmeter trug sich dann noch Leon Meisl (78.) in die Torschützenliste ein, und die letzten beiden Treffer gingen erneut auf das Konto von Mittelstürmer Gellner (83./90.). „Wir haben den Ball schön laufen lassen“, so Kronschnabl, „und als denen zunehmend die Kraft ausging, auch zugeschlagen.“ (Ewald Scheitterer)