
Saisonziel geschafft. Der Klassenerhalt scheinbar in der Tasche. Eine Minute vor Schluss lagen die Fußballer des SV Bad Heilbrunn beim SV Pullach komfortabel mit 2:0 vorn. Die drei Punkte würden reichen, um die Abstiegsrelegation endgültig abzuwenden. „Wir haben gut gespielt, haben alles wegverteidigt“, sagt Trainer Walter Lang. Doch dann: Die Hintermannschaft nicht richtig gestaffelt, Sanntino Pandza zieht von halbrechts ab, 1:2. Und in der Nachspielzeit kommt es noch schlimmer. Philipp Reisinger zieht aus 30 Metern ab, der Sonntagsschuss landet genau im Eck zum 2:2 (2:0)-Endstand.
Der verbleibende Punkt könnte durchaus weiterhelfen, je nachdem, wie Geiselbullach oder Raisting die nächsten Spiele bestreiten. Doch mit dem einen Zähler könnte es dennoch auf ein Entscheidungsspiel gegen Geiselbullach herauslaufen. „So ist Fußball“, sagt Lang. Er wechselte kurz vor Schluss den gut aufgelegten Jonas Gall sowie Torschützen Max Specker aus. Brachte Tobias Bauer und Sebastian Rösch und zuvor schon Dominik Hoch für den starken, aber blaugelaufenen Sebastian Ammer. „Aber das war nicht der Grund, wir haben einfach in den zwei Situationen Pech gehabt, kurz vor dem Ziel, aber so ist Fußball.“
Dabei hatten sich die Heilbrunner den Erfolg hart erarbeitet und verdient. Sie spielten gut, zeigten eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den beiden Spielen vorher. Ließen kaum Chancen der Hausherren zu und starteten perfekt ins Spiel. Schon nach zwei Minuten drosch Ammer den Ball nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum 1:0 in die Maschen. Und noch vor der Pause erhöhten die Gäste auf 2:0, als sich Anton Krinner im Sechzehner durchsetzte, den Ball zu Max Specker querlegte, der kaltschnäuzig ins lange Eck einschob.
„Wir haben anschließend gut weitergespielt und kaum etwas zugelassen“, sagt Lang. Das nächste Tor zum 3:0 wäre sicherlich die Vorentscheidung gewesen. Ammer und Specker kamen bei ihren Abschlüssen dem Treffer am nächsten. „Aber da hat sich gezeigt, dass Pullach schon eine gewisse Qualität hat“, sagt der Heilbrunner Trainer. „Die haben das schon gut verteidigt.“
Trotzdem: Wenn man so dicht davorsteht, das Saisonziel in trockene Tücher zu packen, möchte man das gerne tun. „Bitter, aber wir hatten auch schon Spiele, wo es andersherum gelaufen ist“, sagt Lang. „Wir machen jetzt einfach weiter.“ Und zwar schon am Mittwoch, wenn die Heilbrunner Spitzenreiter Olching zu Gast haben.