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Der SV Bad Heilbrunn meistert den erzwungenen Generationenwechsel

Bezirksliga-Fußball

von Nick Scheder · 07.12.2025, 12:30 Uhr · 0 Leser
Marcel Mayr vs Tobias Bauer (rechts)
Marcel Mayr vs Tobias Bauer (rechts) – Foto: Oliver Rabuser

Trainer Walter Lang muss mit jungen Talenten die Ausfälle kompensieren. Sieben Mannschaften streiten um den Abstieg. Der HSV ist mittendrin.

Bad Heilbrunn - Der Umbruch kam zwangsläufig. Bei den Fußballern des SV Bad Heilbrunn gab es in dieser Saison mehr Ausfälle als gedacht. Da mussten die hinzugekommenen Talente gleich funktionieren. Und das taten sie. Das ist das Positive an dieser Saison in der Bezirksliga für das Team von Trainer Walter Lang. „Ein Stürmer wie Tobi Bauer, der sich gleich mal mit sieben Treffern anmeldet, ein Torhüter wie Franz Maurer, der uns so manches Spiel gewonnen hat, das ist richtig gut gelaufen.“ Mit 22 Punkten zur Winterpause liegen die Heilbrunner auf Rang zehn der Tabelle. Die obere Hälfte ist bereits enteilt. Sieben Mannschaften werden sich darum streiten, die Abstiegs-Relegation zu vermeiden. „Und wir sind dabei“, ist sich Lang sicher. Nach vorne werde nichts mehr gehen. Es geht nach Wiederbeginn nach der Winterpause „um nichts anderes als den Klassenerhalt“.

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Trotzdem stehen die Heilbrunner – sechs Zähler über den Relegationsplätzen – vielleicht sogar besser da, als bei all den Ausfällen zu befürchten gewesen wäre. Lang geht ohnehin schon meist vom Schlimmen aus. Aber es kam schlimmer. Langzeitverletzte wie Max Schnitzlbaumer kehrten erst zum Ende der Vorrunde zurück, sind noch weit weg von gewohnter Form. Dazu kamen ab August Ausfälle wie Benedikt, Max und Andreas Specker, die den Heilbrunnern richtig weh tun. Auch Felix Gellner stand nicht oft zur Verfügung.

Interne Konkurrenz fehlt

Nicht nur wurden sie schmerzlich auf dem Platz vermisst, wo sie ihre Routine, ihren unermüdlichen Einsatz und strategisch cleveren Pässe und Flanken und ihren Zug zum Tor nicht einbringen können. Sondern der HSV-Coach war auch gezwungen, auf förderliche interne Konkurrenz zu verzichten. Spieler einzusetzen, die sonst nicht gespielt hätten oder die eine Pause gebraucht hätten. Vielleicht müssen die jüngeren Spieler auch noch ein wenig die Abläufe im HSV-Fußball verinnerlichen, meint Lang. „Nicht alles als gegeben hinnehmen. Ich denke, ein 30-Jähriger, der schon viel geliefert hat, kann sich etwas mehr herausnehmen als ein 18-Jähriger.“ „Es gab Phasen, da konnte ich weder taktisch etwas verändern noch auf weitere Ausfällen reagieren.“ Schließlich verletzte sich auch noch Abwehrboss Florian Kapfhammer, der am Meniskus operiert wurde. Da kam Ludwig Buchmair gerade recht. Eigentlich schon abgewandert, dann zur Zweiten Mannschaft zurückgekehrt, und in der Not stand er ohne Groll für die Erste zur Verfügung. „Man muss es so sagen: Er hat uns den Arsch gerettet.“

Integration junger Spieler funktioniert

Lang ist heilfroh, dass der Generationenwechsel recht gut funktioniert hat. Junge Spieler gut integriert werden konnten und zur Mannschaft passen. Flügelflitzer Jonas Gall, der vor dem Tor noch entschlossener werden kann, Verteidiger Luis Meisl, der allerdings praktisch die ganze Vorrunde ausfiel, Bauer, Maurer, Justin und Sebastian Rösch. „Aber man muss schauen, wo die herkommen“, gibt Lang zu bedenken. „Da muss man schon noch Abstriche machen, die machen einen super Job, aber können nicht plötzlich die arrivierten Spieler eins zu eins ersetzen.“

Viele Verletzte kommen zurück

Trotzdem ist Lang optimistisch. Weil nach der Pause mitsamt Trainingslager in der Nähe von Salzburg die Verletzten zurückkommen. Justin Rösch wird wieder dabei sein, Dominik Hoch kehrt von seinem Auslandssemester zurück. Kapitän Dodo Krinner, der zum zweiten Mal Papa wird, immer vorangeht, kaum vom Platz fernzuhalten ist, wird die Winterpause zunächst guttun. Auch Anton Pappritz tut Erholung gut. Ein größerer Kader kann sich im März der Aufgabe widmen, die Mission Klassenerhalt umzusetzen. Lang: „Wir müssen einfach fünf Mannschaften hinter uns lassen.“ Alles machbar, meint der Benediktbeurer Polizei-Hauptmeister: „Wir sind ja zum Glück nicht abgeschlagen, kein Grund zur Panik, aber eine Herausforderung wird es schon.“