2026-04-10T07:15:08.667Z

Allgemeines

Der SV Bad Heilbrunn holt drei essenzielle Punkte gegen Waldeck

Bezirksliga Oberbayern Süd

von Nick Scheder · Heute, 19:32 Uhr · 0 Leser
Heilbrunns Flügelspieler Klaus Pföderl (Mitte) macht ein starkes Spiel und das frühe 1:0 gegen den SV Waldeck-Obermenzing.
Heilbrunns Flügelspieler Klaus Pföderl (Mitte) macht ein starkes Spiel und das frühe 1:0 gegen den SV Waldeck-Obermenzing. – Foto: Patrick Staar
Der SV Bad Heilbrunn siegt 2:1 gegen den SV Waldeck-Obermenzing. Die taktisch disziplinierte Leistung brachte den entscheidenden Erfolg.

Drei Zähler, die noch viel wert sein können: Der SV Bad Heilbrunn holte sich mit dem 2:1-Sieg am Sonntag gegen den SV Waldeck-Obermenzing drei essenzielle Punkte. Der Unterschied in einem an sich recht ausgeglichenen Spiel: Die Gastgeber erwiesen sich als effizienter, waren bei ihren Nadelstichen zweimal erfolgreich und hielten die Münchner meist erfolgreich vom eigenen Kasten weg. Erst in der Schlussphase machte es Waldeck noch einmal spannend, als Nils Witte bereits in der Nachspielzeit auf 1:2 verkürzte, und wenig später Filip Vnuk einen Ball knapp an Alihan Uzuns Gehäuse vorbeischob. „Das wäre schon bitter gewesen, wenn wir mit der letzten Aktion noch den Ausgleich bekommen hätten, weil wir es taktisch hervorragend gemacht und vorher kaum eine Chance zugelassen haben“, meint der Heilbrunner Trainer Walter Lang.

Zudem hätte kurz zuvor Maxi Schnitzlbaumer alles klar machen können, als er über das halbe Feld durch alle Verteidiger hindurchlief und den Ball haarscharf am Pfosten vorbeilegte. Bereits in der ersten Hälfte vergab der gut aufgelegte Kapitän Anton Krinner als Stürmer mehrere klare Chancen. Die beste, als er den Ball auf rechts bekam, vor das Tor zog und SVW-Keeper Arne Brauer die Kugel gerade noch zur Ecke ablenkte. Und seinen klugen Pass auf Anton Pappritz verzog der Heilbrunner Sechser über das Tor. Effizienter erwiesen sich die Pföderl-Brüder. Klaus, der ein richtig gutes Spiel machte und später weitere gute Möglichkeiten herausarbeitete, hielt nach elf Minuten aus 24 Metern einfach mal drauf. Sein Schuss wurde abgefälscht und senkte sich über Brauer zum 1:0 in die Maschen. Und kurz vor der Halbzeit war Thomas Pföderl aus einem Gewusel im 16er nach einem Eckball erfolgreich. „Man muss nicht immer zaubern“, freut sich Lang über die eher dreckigen Tore zur 2:0-Pausenführung.

Die Heilbrunner setzten seine defensiv geprägte Maßgabe mit gut funktionierender Dreierkette gut um. Lediglich Franz Huppert kam einmal in der Anfangsphase zum Abschluss. Nils Wittes guter Distanzschuss ging dann doch deutlich drüber. Obermenzing versuchte es immer wieder mit Bällen auf den schnellen Syed Hassan über links. Doch den hatte Andre Tiedt gut im Griff. „Der Plan ist aufgegangen“, sagt Lang. Auch in der zweiten Hälfte. Denn sein Team ließ die spielerisch gute Mannschaft nur selten in den Gefahrenbereich eindringen. HSV-Keeper Alihan Uzun vereitelte nach ein paar Unsicherheiten bei hohen Bällen jede Chance der Münchner. Und nach vorn erarbeiteten sich die Heilbrunner immer wieder selbst gute Gelegenheiten. Sie pressten früh, vor allem Anton Krinner ging den Gäste-Verteidigern gehörig auf die Nerven. Er musste nach einer doch eher unnötigen Gelben Karte mit einer 10-Minuten-Strafe in der Schlussphase bis Spielende vom Feld. Nicht nur hier ließ Schiedsrichter Daniel Gutmann vom FC Bayern München Bundesliga-Reife vermissen. Auch die Gelbe gegen Lang wegen angeblich zu lauter Zwischenrufe, obwohl er lediglich einen Wechsel angekündigt hatte, konnte niemand nachvollziehen.

Trotzdem behielten die Hausherren in der Schlussphase die Nerven und die Ruhe. Lang brachte mit Tobias Bauer und Felix Gellner zwei frische Kräfte – Ersterer kam für Jonas Gall, der ohne Fremdeinwirkung zu Boden ging und sich das Knie hielt. Gellner hatte die Entscheidung auf dem Fuß. Allerdings rutschte ihm die schöne Hereingabe von Krinner etwas über den Schlappen. Trotzdem rettete Heilbrunn den Sieg über die Zeit.