
Tabellenführer Ampermoching schlägt die SpVgg Röhrmoos deutlich und bleibt damit weiter ungeschlagen.
Der SV Ampermoching bekommt den vor der Saison vollzogenen großen personellen Umbruch offenbar bestens geregelt: Nach fünf Spieltagen liegen die Ampermochinger mit 13 Pluspunkten an der Spitze, sie sind als einzige Mannschaft der Kreisklasse München 1 noch ungeschlagen. Gegen Aufsteiger Röhrmoos gewannen sie deutlich.
SV Ampermoching – SpVgg Röhrmoos 5:1: Der Sieg des SV Ampermoching geht auch in dieser Höhe in Ordnung, mit dem Erfolg gegen ersatzgeschwächte Röhrmooser verteidigte Ampermoching die Tabellenführung. Bis zum 3:1 wehrte sich der Aufsteiger, letztlich aber setzte sich die bessere Mannschaft deutlich durch.
Die Tore für Ampermoching erzielten Philipp Kahl (40./75.), Max Rabe (57./61.) und Kevin Alfa Kaza. Der Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:1 für Röhrmoos gelang Michael Schmidt in der 48. Spielminute.
„Bis zur 65 Minute könnten wir noch mithalten, danach war die individuelle Fehlerquote einfach zu hoch, Ampermoching hat es souverän runtergespielt“, sagte SpVgg-Trainer Christian Keßler. „Wir sind aktuell noch zu grün hinter den Ohren, aber ich sehe leichte Verbesserung, und wir werden gezielt weiterarbeiten.“
SV Petershausen – SV Günding 0:3: Günding war über 90 Minuten feldüberlegen, ohne aber allzu zwingend zu sein, weil die Gastgeber sehr gut verteidigten. Der SVP hatte gute Torchancen nach Kontern. Alle drei Gegentore fielen nach individuellen Fehlern der Petershausener, also war es am Ende ein verdienter Sieg für den Favoriten aus Günding.
Die Tore fielen erst in der zweiten Halbzeit. Johannes Winkler eröffnete den Torreigen nach einer Willensleitung in der 66. Minute zum 0:1. Dem folgte das 0:2 in der 70. Spielminute durch Christian Roth, und den Schlusspunkt setzte Okan Yenisu mit einem schön herausgespielten Tor in der 90. Minute zum 0:3.
Petershausens Trainer Dominik Langenegger sprach ein „Kompliment an ein gutes Kreisklassenteam aus Günding“ aus, „sie waren im richtigen Moment hellwach und machen die Tore.“ Auf SVG-Seite freuten sich alle Beteiligten über die ersten Spielminuten von Nils Lissat, der sich überragend eingebracht hat und am 3:0 maßgeblich beteiligt war.
TSV Bergkirchen – AEG Dachau 2:1: Bei hohen Temperaturen ließen es der TSV Bergkirchen und AEG Dachau zunächst ruhig angehen. Die Gäste agierten einen Tick offensiver, nennenswerte Chancen konnten sie sich aber nicht erspielen. Bis in die Schlussphase der ersten Hälfte passierte wenig. Ein Doppelschlag brachte Bergkirchen dann auf die Siegerstraße: Erst verwandelte Patrick Sturm einen Foulelfmeter sicher zum 1:0 (38.), nur eine Minute später erhöhte Maximilian Mayr auf 2:0. „Nach den beiden Treffern waren wir bis zur Pause besser und haben auch den Start in die zweite Hälfte kontrolliert“, berichtete TSV-Spielertrainer Stefan Frimmer.
Umso ärgerlicher aus seiner Sicht, dass die Dachauer, die erstmals in der Saison eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen konnten, nach einem weiten Diagonalball zu leicht zum Anschluss kamen: Nikolaos Papadopoulos verkürzte auf 2:1 (64.). Doch Bergkirchen stand in der Folge kompakt und verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Abpfiff.
„Wir haben heute als Team agiert und als Team gewonnen“, lobte Frimmer die geschlossene Leistung seiner Elf. Überschattet wurde der Erfolg allerdings durch die schwere Verletzung von Josef Rieger, der sich kurz vor Schluss nach einem Sprung beim Aufkommen das Knie verdrehte.
FC Tandern – SV Odelzhausen 5:1: Acht Jahre lang coachte Oliver Beck den FC Tandern, nun kehrte er erstmals als Trainer des SV Odelzhausen an seine alte Wirkungsstätte zurück – und musste eine herbe Niederlage mitnehmen. Denn Tandern präsentierte sich enorm effizient. Schon nach einer Viertelstunde ging die Elf von Trainer Thomas Nöbel durch einen von Patrick Müller verwandelten Foulelfmeter in Führung. Anschließend neutralisierten sich beide Teams weitgehend, ehe kurz vor der Pause die vielleicht entscheidende Szene folgte: Nach einem Odelzhausener Ballverlust schaltete Tandern blitzschnell um, und Tim Renneberg erhöhte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 2:0.
Kurz nach Wiederbeginn schöpften die Gäste noch einmal Hoffnung, als Peter Wagner zum 2:1 traf (52.). Doch die Freude hielt nicht lange – im direkten Gegenzug stellte Müller mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her. Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. Zwei schnelle Konter in der Schlussphase, vollendet von Felix (78.) und Niclas Grosa (81.), schraubten das Ergebnis in die Höhe.
Nach dem fünften Treffer flog SVO-Spieler Fabian Birzele wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Platz. Torschütze Grosa applaudierte und kassierte ebenfalls seine zweite Verwarnung. „Ein verdienter Sieg für Tandern, der aber etwas zu hoch ausgefallen ist“, resümierte Beck nach seiner Rückkehr.
SpVgg Erdweg – TSV Schwabhausen 0:2: Die bis dahin ungeschlagene SpVgg Erdweg begann im Derby mit viel Schwung. In den ersten 20 Minuten erspielte sie sich einige gute Möglichkeiten, doch der Ball wollte nicht ins Netz. Danach drehte sich die Partie. Schwabhausen übernahm zunehmend die Kontrolle, während Erdweg den Faden verlor und durch eigene Fehler immer wieder in Bedrängnis geriet. Nach dem Seitenwechsel schlugen die Gäste zu: In der 51. Minute nutzte Benedikt Sterflinger eine Unachtsamkeit in Erdweger Hintermannschaft zum 0:1. Die SpVgg versuchte, ins Spiel zurückzufinden, hatte aber kein Mittel gegen die kompakte TSV-Defensive. Stattdessen sorgte Elias Schaffer in der 78. Minute mit dem 2:0 für die Entscheidung.
„Das war heute leider viel zu wenig von unserer Mannschaft. Wir haben wieder beide Tore hergeschenkt“, kritisierten die beiden Erdweger Spielertrainer Ilgar und Satuk Can. Und weiter: „Man kann nicht erwarten, dass man jedes Spiel wieder zurückkommt. Für eine Aufholjagd hat es dieses Mal auch an Willenskraft und Einsatzbereitschaft gefehlt.“ So endete eine Partie, die lange nach einem Remis aussah, mit einer bitteren Derby-Niederlage für Erdweg.
SV Haimhausen – TSV Hilgertshausen 0:3: Mit dem überzeugenden Auswärtssieg setzte sich der TSV Hilgertshausen am Samstag – zumindest über Nacht – an die Spitze der Kreisklasse München 1. Es sei das erwartet schwierige Auswärtsspiel auf dem kleinen Trainingsplatz des SV Haimhausen gewesen, so Hilgertshausens Trainer Daniel Steininger. Seine Mannschaft sei jedoch von Anfang an griffig und aggressiv im Pressing gewesen. Gute Torchancen waren die Folge.
In der 43. Spielminute gingen die Gäste in Führung. Zvonimir Kulic traf nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld per Kopf. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Hilgertshausen nach, Sebastian Oberhauser und Josef Keimel führen einen Freistoß schnell aus, Keimel trifft zum 2:0. „Das war für mich die entscheidende Aktion im Spiel“, sagte Steininger. Seine Mannschaft kam obendrein optimal aus der Pause, in der 48. Minute traf Oberhauser nach einer Flanke von Marius Klimmer zum 3:0 für Hilgertshausen. „Trotz der 3:0 Führung haben wir aber nicht so richtig Ruhe ins Spiel bekommen“, so Steininger. Am Ende stand jedoch ein verdienter Sieg, vom Trainer gab es „ein Riesenlob an die ganze Mannschaft“.
VfL Egenburg – Gautinger SC 0:1: Schon nach vier Minuten lag der VfL Egenburg im Heimspiel gegen den Gautinger SC zurück. Nach einem nicht geahndeten Foul im Mittelfeld schaltete die Gäste schnell um. Den ersten Abschluss konnte Michael Wagner noch parieren, beim Nachschuss von Sebastian Dietzel war der VfL-Keeper dann chancenlos. Im Anschluss entwickelte sich bei hochsommerlichen Temperaturen ein Spiel mit wenigen Höhepunkten. Egenburg hatte nicht nur mit dem frühen Rückstand zu kämpfen, sondern auch mit weiteren Verletzungssorgen: Daniel Glockner musste bereits Mitte der ersten Hälfte vom Feld. Die ohnehin personell gebeutelten VfL-Kicker fanden offensiv weiterhin nicht statt. Auf der anderen Seite ließen die Gäste kurz vor der Pause eine gute Gelegenheit auf das 2:0 liegen.
Wer auf eine Steigerung des VfL im zweiten Durchgang gehofft hatte, wurde enttäuscht. Die Egenburger bemühten sich zwar, agierten aber zu ideenlos und fehlerhaft. Nennenswerte Chancen auf den Ausgleich? Fehlanzeige! So blieb es beim verdienten Auswärtssieg der Gäste. Egenburg wartet auch nach dem vierten Heimspiel weiter auf den ersten Dreier im Glonntalstadion.