
Denn beide Teams zeigen sich aktuell in hervorragender Form: Während SCHOTT Jena eine Siegesserie von sechs Partien vorweisen kann, ist Schleiz seit fünf Spielen ungeschlagen und holte in diesem Zeitraum vier Siege und ein Unentschieden.
FSV-Trainer Roger Fritzsch weiß um die Stärken seines Teams, betont aber, dass die jüngste Erfolgsserie keine Zufall ist: „Wir haben in den letzten fünf Begegnungen nichts anders gemacht als vorher, außer dass wir unsere Chancen besser genutzt haben. Zu Beginn der Saison hatten wir eine Ergebniskrise, aber keine Leistungskrise. Wir haben der Mannschaft immer wieder Mut zugesprochen. Bis auf den schwachen Auftritt in Neustadt waren wir mit unseren Leistungen zufrieden“, erklärt Fritzsch. Die Schleizer haben sich in den vergangenen Spielen gefestigt und Selbstvertrauen getankt. „Wir freuen uns auf diese Begegnung, weil genau solche Spiele uns helfen, weiter zu lernen“, so der Trainer.
Für den Schleizer Trainer ist klar, wie man die Jenaer stoppen könnte: „Der Schlüssel liegt im eigenen Ballbesitz. Es erfordert enorme defensive Stabilität, aber Ruhe und Sauberkeit am Ball sind entscheidend, um SCHOTT nicht in ihren gewohnten Flow kommen zu lassen.“
Die Schleizer Mannschaft befindet sich aktuell in einem alterstrukturellen Umbruch. Fritzsch setzt dabei auf viele U20-Spieler in der Startelf. „Wir wissen, dass es noch zu Leistungsschwankungen kommen kann, aber die Gruppe wirkt in sich bereits enorm gefestigt und geschlossen“, sagt er. Der Trainer hebt dabei nicht einzelne Spieler hervor, freut sich jedoch über die hohe Entwicklungspotential des Kollektivs: „Schulz, Petzold, Dorn, Groh, Bamba, Obsiannikov, Lorenz, Hilbert und Müller machen eine sehr gute Entwicklung durch.“
Sommer-Neuzugang David Langer aus Plauen sticht aufgrund seiner Saisonstatistik aus dem Gros der jungen Wilden hervor: In seinen bisherigen sechs Partien erzielte er vier Tore und bereitete zwei Treffer vor, und Schleiz gewann vier dieser sechs Spiele. Fritzsch kommentiert: „Es wäre vermessen, ihn jetzt herauszustellen, aber Fakt ist: Er belebt unsere Offensive mit Spielfreude enorm und hat taktisch in kürzester Zeit einen riesigen Schritt gemacht.“