2025-12-17T10:26:01.779Z

Spielbericht
Der SC Reusrath legte nach der Pause deutlich zu.
Der SC Reusrath legte nach der Pause deutlich zu. – Foto: Dennis Kemmerling

Der SC Reusrath braucht ein Donnerwetter

Bezirksliga, Gruppe 2: Zur Pause wird Trainer Marco Schobhofen deutlich, dann siegt sein Team 5:1.

Der SC Reusrath zeigt sich unter Trainer Marco Schobhofen weiter in guter Frühform. Am zweiten Spieltag der Bezirksliga schlug der SCR Aufsteiger SG Hackenberg verdient mit 5:1 (2:1). Obwohl der Erfolg letztlich aufgrund geringer Gegenwehr dementsprechend nie wirklich gefährdet war, brauchte Schobhofen in der Halbzeit eine deutliche Ansprache an seine Elf.

Denn die hatte sich zwischenzeitlich an das Niveau des Gegners angepasst. So zeigte sich der Übungsleiter mit dem Saisonstart zwar wegen der perfekten Punkteausbeute zufrieden, mahnte jedoch auch eine nötige Leistungssteigerung an.

Frühe Führung tat Reusrath nicht gut

Dass es sich Reusraths Spieler im ersten Spielabschnitt phasenweise zu gemütlich machten, lag wohl auch daran, dass sie gegen den Neuling schnell in Führung gingen. Nach nur etwa 120 Sekunden spielten Pascal Hinrichs und Stürmer Luca Piatkowski die Verteidigung der Gäste per Doppelpass schwindelig, sodass der Neuner nur noch eiskalt am SGH-Schlussmann Jason Stockter vorbei einschieben musste (2.). „Das hat uns nicht gut getan“, urteilte Schobhofen über das frühe Tor.

Denn im Nachgang ließ seine Auswahl das aus seiner Sicht mögliche Tempo vermissen, die Ballpassagen war nicht sicher, im Ballbesitz zeigte sie sich fehleranfällig, und insgesamt schien sie sich dem Stand der SG anzugleichen. „In der ersten Halbzeit war ich gar nicht zufrieden mit unserer Leistung“, betonte Schobhofen daher, „wir konnten froh sein, dass der Gegner seine Limits hatte.“

Diesen Eindruck änderte auch der Lattenknaller von Hinrichs bei einem Freistoß in halbrechter Position aus etwa 22 Metern Torentfernung nicht, und auch das 2:0 nach eine Balleroberung des Linksfußes, der das Spielgerät auf Torschütze Guiliano Rizzelli durchsteckte (29.), stimmte Schobhofen nicht milde. Grund dafür war auch, dass Hackenberg mit der ersten Chance nach einer Ecke zum Anschluss kam: Malik Ijfiri stieg da unbedrängt hoch und nickte ein (44.).

Nicht laut in der Kabine

So kam es zu besagtem Donnerwetter in der Kabine. Wenngleich es keineswegs laut wurde. Schobhofen, das sagt er selber, ist kein Mensch, der schreit. „Das entspricht nicht meinem Naturell“, bekräftigte er, „allein Worte können einiges bewirken, wenn man die richtigen wählt.“ Er ordnete mehr Einsatzbereitschaft, Tempo und Engagement an. Sollten letztendlich keine drei Punkte nach Abpfiff stehen, würde die kommende Trainingswoche eine ungemütliche, drohte er. Doch auch seine Mannschaft sei ohnehin unzufrieden mit sich selbst gewesen.

Daher zeigte sie mit Beginn des zweiten Spielabschnitts eine Reaktion. Reusrath hatte nun mehr Spielkontrolle und war schnell in Ansätzen gefährlich. Für die Vorentscheidung sorgte dann Rizzelli, der eine Flanke von Hinrichs nach schlechtem Aufbau und mäßiger Abwehr von Stockter abstaubte (60.). Rund 20 Minuten später jubelte dann Zugang Lucas Bock, der einen Kontor und eine Vorlage des ebenfalls neuen Gian Schumann veredelte (83.). Für den Entstand sorgte mit Tobias Gies ebenfalls ein Neuer, der technisch fein eine Flanke von Moritz Kaufmann verwertete (89.).

Dank sechs Punkten aus zwei Spielen und einem Torverhältnis von 8:1 steht der SCR derzeit auf Rang eins der Tabelle. Von diesem Blickwinkel aus hätten die Reusrather also kaum besser starten können. Sie traten bisher allerdings auch nur gegen Aufsteiger an. Daher stellte Schobhofen die bisherige Art und Weise heraus und im Hinblick auf die nächsten Aufgaben fest: „Wir müssen uns steigern.“

Aufrufe: 025.8.2025, 18:00 Uhr
RP / Tobias BrückerAutor