
Brachte dieses Derby die Wende? Überhaupt noch nicht in Tritt gekommen sind die Fußballer des SC Kirchdorf im Jahr 2026 – bis zum Sonntag. Ausgerechnet im Ampertal-Duell mit dem SV Kranzberg trumpften die Apold-Schützlinge vor rund 300 Zuschauern groß auf, gewannen überraschend deutlich mit 4:1 (1:1).
Am Ende sei der Sieg schon verdient ausgefallen, fasste es SCK-Trainer Andreas Apold zusammen. „Wir haben wenig Chancen zugelassen.“ Kranzbergs Sprecher Stephan Schikowski sah‘s nicht viel anders: „Vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit war’s eine verdiente Niederlage. Wir haben einfach eine schlechte Leistung abgeliefert.“
Noch relativ offen verliefen die ersten 45 Minuten. Kranzberg agierte mit den gewohnt langen Bällen und setzte Kirchdorf damit unter Druck. In Führung gingen dennoch die Hausherren: Nach einer Flanke legte Emircan Tiryaki auf Moritz Buchholz ab. Und der schaffte es, das Leder – mit dem Rücken zum Tor – per Bogenlampe zum 1:0 im Gehäuse unterzubringen (10.). Doch nur vier Minuten später glichen die Kranzberger aus. Und das natürlich per ruhendem Ball. Kapitän Florian Edlhuber nickte einen Eckball in die Maschen (14.).
Ob die Halbzeitansprache beeindruckend war, ist zwar nicht überliefert, doch nach dem Seitentausch zündeten die Kirchdorfer den Derby-Turbo – während Kranzberg nur noch schleppend auftrat. Zum Dosenöffner avancierte der Treffer von Schlitzohr Dennis Lederer, der einen seitlichen Freistoß an Freund und Feind vorbei ins lange Eck zirkelte (62.). Und endgültig gelesen war die Messe schließlich zehn Minuten vor dem Schlusspfiff: Kirchdorf kombinierte ansehnlich nach vorn, und am Ende drosch Samuel Nierhaus den Ball aus 20 Metern mit voller Wucht zum 3:1 ins Tor (79.).
Nach einem Foul an Samuel Nierhaus gab‘s noch das Sahnehäubchen obendrauf: Nertil Hoxhaj behielt vom Punkt die Nerven und markierte den 4:1-Endstand (90.+2).