
Der Trainer der SG Reichenkirchen, Robert Lex, wechselt nach Vilsheim. Nachfolger wird ein alter Bekannter, der einst bereits die Mannschaft coachte.
In Harmonie haben sich A-Klassist SG Reichenkirchen und Robert Lex getrennt. Fünf Jahre lang war er Spielertrainer bei der SG, nun baut er seine Zelte ab (wir berichteten). „Wir haben uns bereits im Winter zusammengesetzt und waren uns schnell einig, dass es nach so langer Zeit mal wieder einen neuen Input braucht“, erklärt Lex.
Auch auf der anderen Seite sieht man dies so, sagt Abteilungsleiter Stefan Eibl: „Vor allem die Jungen hatten im Herrenbereich noch nie einen anderen Trainer. Vielleicht tut dann auch eine neue Ansprache gut.“ Doch dass beide Seiten die Zusammenarbeit ausschließlich positiv bewerten, daraus machen sie keinen Hehl.
Eibl: „Der Robert ist nicht nur ein Top-Trainer, sondern auch ein Top-Mensch. Das kann jeder im Verein bestätigen.“
Und auch Lex selbst blickt mit einem weinenden Auge auf die Zeit zurück: „In Reichenkirchen wurde der Zusammenhalt großgeschrieben, man konnte sich auch mal die Meinung sagen, und alleine das jüngste Gespräch hat gezeigt, wie gut wir zusammengearbeitet haben.“
Doch nun geht es für den A-Klassen-Torschützenkönig der Saison 2022/23 auf ins nächste Kapitel, denn Lex wird zur kommenden Saison Spielertrainer beim niederbayerischen A-Klassisten Rapid Vilsheim. Die Gründe sind verständlich: „Ich hatte mehrere Angebote, aber Vilsheim hat sich extrem bemüht. Da hat es menschlich gepasst, was bei anderen nicht immer so war.“ Außerdem spiele auch der kurze Fahrtweg von zehn Minuten eine Rolle, was den zweifachen Vater auch mehr Zeit mit seiner Familie bringt.
Bei seinem Ex-Klub Reichenkirchen sind derweil ebenso die Weichen für die Zukunft und die kommende Saison in der A-Klasse gestellt, denn mit Sepp Peis steht zur kommenden Spielzeit ein alter Bekannter an der Seitenlinie, der schon vor zehn Jahren die SGR-Herren trainierte und zuletzt als A-Jugend-Coach aktiv war.
Warum es kein Spielertrainer wurde, erklärt Eibl so: „Aufgrund der dünnen Spielerdecke war ein spielender Coach naheliegend, aber bei der jungen Mannschaft finde ich einen Trainer an der Außenlinie äußerst wichtig“, erklärt Eibl die Entscheidung und spricht von der absoluten 1A-Lösung, die durch Tom Niedermaier als Co-Trainer noch ergänzt wird.
Die Vorfreude ist Eibl auf jeden Fall anzumerken, wenn er von der nahen Zukunft spricht: „Auch wenn es durch die Unerfahrenheit im Kader auch mal etwas schwierig werden kann, bin ich überzeugt, dass durch die vielen A-Junioren, die dazustoßen, etwas richtig Gutes zusammenwachsen kann.“ Dies ändere jedoch nichts daran, dass auch von außen neue Spieler immer willkommen seien. Eibl verspricht: „Reichenkirchen ist ein richtig schönes Pflaster.“ Wie weit das aktuelle Team schon sei, davon will sich Peis in der Vorbereitung ein Bild machen.
Und im ersten Testspiel gibts gleich ein Wiedersehen: Die SGR trifft auf Vilsheim, mit Ex-Trainer Lex an der Seitenlinie. (Sebastian Voichtleitner)