2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
Eine Schiedsrichterleistung sorgte beim RSV für Unmut.
Eine Schiedsrichterleistung sorgte beim RSV für Unmut. – Foto: Michael Heinz Kelleners

Der Rheydter SV kritisiert Schiedsrichter-Ansetzung

Am vergangenen Spieltag kassierte der Rheydter SV in einer turbulenten wie torreichen Partie beim SC Rheindahlen die erste Saisonniederlage. Ein 6:5-Erfolg für den SC Rheindahlen stand am Ende im Spielberichtsbogen – der Siegtreffer fiel in der fünften Minute der Nachspielzeit.

Der Rheydter SV war vor allem defensiv anfällig, begünstigte durch zwei individuelle Fehler zudem die ersten beiden Treffer für den SC Rheindahlen. Nach Spielschluss zog allerdings auch der Unparteiische Angelo Kreft einigen Unmut des RSV auf sich. „Leider hatte auch die Schiedsrichterleistung einen erheblichen Einfluss auf das Spiel“, sagte RSV-Trainer Arian Gerguri und führte weiter aus: „Mehrere klare Spielsituationen – insbesondere vermeintliche Abseitsstellungen – wurden fälschlicherweise gegen uns gewertet.“

Gerguri: "Wir haben das Spiel auch selbst verloren"

Zudem monierte er den Strafstoß des SC Rheindahlen in der 59. Minute, der den Gegner zum 4:5-Anschlusstreffer verhalf. „Nach meiner Einschätzung brachte der Schiedsrichter Angelo Kreft den Gegner durch einen äußerst fragwürdigen Elfmeter zurück ins Spiel. Diese Szene war für mich klar kein Strafstoß – solche Entscheidungen verändern natürlich den Verlauf einer Partie“, so Gerguri.

Worauf sich seine Kritik vor allem bezieht: Angelo Kreft ist Mitglied des ASV Süchteln und dessen Sohn, Anthony Kreft, Spieler der zweiten Mannschaft, die in der Kreisliga A vermeintlich einer der großen Kontrahenten des Rheydter SV um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga sein könnte. Aktuell rangiert Süchtelns zweite Mannschaft mit 17 Punkten auf Tabellenplatz zwei. Der RSV liegt mit 13 Zählern auf Rang drei, hat jedoch zwei Spiele weniger absolviert.

„Ich möchte ausdrücklich keine Befangenheit unterstellen, halte es aber für unglücklich, dass er dieses Spiel überhaupt geleitet hat. Im Sinne der Neutralität und Fairness wäre es besser gewesen, wenn er die Ansetzung von sich aus abgelehnt hätte“, sagt Gerguri zum persönlichen Verhältnis des Schiedsrichters zu einem Spieler des Kontrahenten ASV Süchteln II.

Gerguri fügt an: „Wir haben das Spiel auch selbst verloren. Dennoch hoffe ich, dass auch die Schiedsrichterleistung kritisch hinterfragt wird, um künftig solche Diskussionen zu vermeiden.“

Würde eine neue Diskussion aufmachen

Der Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses, René Donné, hat für diese Sichtweise keinerlei Verständnis. „Ich finde es bedenklich, dass der RSV das Thema nun aufgreift. In der Rückrunde versuchen wir, bei den Spielansetzungen darauf zu achten. Wir stehen aber erst am Anfang der Saison. Da sehe ich das unproblematisch“, sagt Donné. Das gilt für ihn ebenso für den Fall, dass Krefts Sohn in der Reserve des ASV Süchteln spielt.

„Alle Eventualitäten kann man nicht ausschließen. Das würde bedeuten, dass einige Schiedsrichter gar keine Spiele mehr pfeifen können“, sagt Donné weiter. „Befangenheit“ schließt er für seinen Kollegen Kreft aus, der auch Beisitzer im Kreisjugendausschuss ist.

Aufrufe: 08.10.2025, 19:00 Uhr
Daniel BrickweddeAutor