
Einer der treffsichersten Angreifer der Region hat seinen Abschied von der SG Schneifel angekündigt. Neun Jahre lang ging Jan Pidde für die Sportgemeinschaft auf Torejagd und erzielte dabei 173 Treffer in 220 Einsätzen, die meisten davon in der Rheinlandliga. Nun ist überraschend Schluss.
Gegenüber der Mannschaft kündigte Pidde im Rahmen des finalen Saisonspiels am Sonntag bei Rot-Weiss Wittlich (2:4) an, dass es „vorerst mein letztes Spiel“ für die SG gewesen sei.
„Ich habe dem Verein gesagt, dass ich mich so langsam zurückziehen will, mir aber noch vorstellen kann, ein Jahr Rheinlandliga zu spielen – mit zwei statt der sonst meist üblichen drei Trainingseinheiten.“ Rund zwölf Jahre im Herrenbereich hätten bei ihm ihre Spuren hinterlassen: „Dabei habe ich meist immer 30 plus x Spiele pro Saison gemacht. Irgendwann zehrt das an einem. Mittlerweile spüre ich noch drei, vier Tage nach einer Partie meinen Körper – und die eine Einheit weniger wäre für mich Regeneration gewesen. Ich glaube, dass mich das nicht schlechter, sondern vielleicht sogar besser gemacht hätte.“
Doch Extrawürste soll es bei der SG selbst für den Goalgetter schlechthin nicht geben. „Mit der Idee kamen wir so nicht zurecht“, sagt der sportliche Leiter Martin Knuppen. Trotz aller konstruktiven und freundschaftlichen Gespräche sei man auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen. „Wir planen nun ohne ihn. Die Tür steht für ihn aber weiter offen. Er ist eine Legende bei uns. Wenn er noch einmal Lust hat, sich mit uns zu unterhalten, ist Jan jederzeit herzlich eingeladen“, stellt Knuppen klar.
2017 wechselte der mittlerweile in Kerpen bei Hillesheim lebende Instinktfußballer vom heimatlichen TuS Ahbach zu einem damaligen Abstiegskandidaten der Bezirksliga. Sowohl am Aufstieg 2019 – mit jeweils 17 Toren und Vorlagen – als auch am starken Abschneiden in den vergangenen drei Rheinlandliga-Spielzeiten hatte Pidde großen Anteil. Allein in diesem Zeitraum erzielte er 90 Treffer in 92 Spielen.