
Der SV Hörgertshausen verabschiedet sich wohl aus dem Aufstiegsrennen. Der TSV Eching schenkte seinen Gegnern ein halbes Dutzend voll ein.
Dietersheim gegen Eching! Es deutet vieles darauf hin, dass in der Freisinger Kreisklasse die beiden Nachbarn aus dem Echinger Gemeindegebiet die ersten beiden Plätze ausspielen. Der Tabellenführer aus dem Ortsteil hat mit einem 2:1-Sieg in Hörgertshausen den Dritten distanziert – und die Zebras haben mit einem 6:0-Kantersieg in Marzling ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt.
SV Hörgertshausen – SV Dietersheim 1:2 (1:0). Nach dem Topspiel des Wochenendes haben die Dietersheimer nun sieben Punkte Abstand zum Dritten Hörgertshausen, der nun auch fünf Zähler hinter Eching herläuft. Hörgertshausen hat in den direkten Duellen große Chancen liegen gelassen. Beim 2:3 zu Hause gegen Eching kassierte man mit einem Traumtor in letzter Sekunde das gegnerische Siegtor – und diesmal gegen Dietersheim hatte man alle Chancen auf den Sieg. Speziell die erste Hälfte der Gäste war schwach, und Hörgertshausen hätte bei einer Handvoll Topchancen schon deutlicher als mit 1:0 führen können. Den einzigen Treffer machte Kilian Oberprieler (37.), somit kam Dietersheim mit einem blauen Auge in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die ersatzgeschwächten Gäste und hatten das Glück, das man als Tabellenführer hat. Nach dem Ausgleich von Nicolas Esono Ntutum (77./Elfmeter) machte der krank eingewechselte Spielertrainer Christopher Schindler in der Nachspielzeit das Siegtor (90.+1). Hörgertshausen hat nun die beiden Topspiele zu Hause in letzter Minute verloren und muss sich hinten anstellen. Des Topspiels würdig war der junge Schiedsrichter Simon Hagl-Graßl, der die 90 Minuten cool und fehlerfrei leitete.
SV Marzling – TSV Eching 0:6 (0:2). Die Echinger haben ziemliche Probleme mit ihrem Platz, weshalb man gerade gerne auswärts spielt. Vielleicht war der gute Platz in Marzling Grund für den Spielspaß. In den vergangenen Wochen ließen die Zebras immer wieder beste Chancen liegen und machten sich das Leben selbst schwer. Diesmal klappte es vor dem Kasten des Gegners. Der Sieg mit den Treffern von Daniel Mömkes (27., 36./Elfmeter, 55.), David Androsevic (58.), Yasin Djobo (60.) und Quirin Kraus (82.) ging auch in der Höhe in Ordnung. Damit bleiben die Echinger zwei Punkte hinter Dietersheim und nähern sich einem Meisterschaftsendspiel im eigenen Stadion.
FVgg Gammelsdorf – SpVgg Mauern 2:3 (0:1). Wenn Mauern beim Bayerischen Fußball-Verband Wünsche frei hätte, dann würde man einen Antrag stellen auf sechs bis acht Spiele jährlich mit dem Nachbarn. Die Mauerner haben auch das zweite Saisonspiel gegen Gammelsdorf gewonnen – und das war hochverdient. Damit hat man die Rote Laterne an Attenkirchen weitergereicht und nur noch einen Zähler Rückstand auf die Abstiegsrelegation.
Mauern investierte viel in dieses Derby, haute alles raus und gewann dank der Willensleistung auch verdient. Die Gäste wirkten anfangs verunsichert, aber dann war der erste Schuss drin. Johannes Pollhammer machte ein Supertor, bei dem der Keeper und der Innenpfosten beteiligt waren. Nach einer weiteren Pollhammer-Bude (50.) und dem 3:0 von Jonas Schneeweis (56.) sah die SpVgg schon wie der sichere Sieger aus. Nach dem Anschlusstreffer (Christian Bauer/64.) ließen beim Gast jedoch die Kräfte nach – und mit einem früheren 2:3 wäre es wohl eng geworden. So aber kam das 2:3 von Niklas Hölzl (90./Elfmeter) zu spät für die Schlussoffensive. Mit neun Punkten Rückstand auf Rang zwei sind die Aufstiegschancen der FVgg nur noch theoretischer Natur.
TSV Paunzhausen – SV Langenbach 1:1 (1:1). Der Gast war in der ersten Halbzeit deutlich überlegen und hätte normalerweise führen müssen. Julian Hauner besorgte in der 35. Minute die völlig verdiente Führung, aber Paunzhausen antwortete durch den Kopfball von Stefan Fuchs (39.) nach einer Freistoßflanke. Direkt danach kassierte SVL-Kapitän Sebastian Herrmann Glatt-Rot für ein grobes Foul. Nach der Pause machte Paunzhausen zu wenig aus der numerischen Überzahl, sodass das Remis am Ende in Ordnung ging. „Für uns ist der eine Zähler zu wenig“, sagte der Paunzhausener Trainer Asim Sarajlic angesichts der punktenden Konkurrenz im Abstiegskampf.
SC Freising – FC Neufahrn 1:2 (1:0). Die erste Halbzeit der Neufahrner war richtig schlecht, und Trainer Bastian Schweiger meckerte, „dass einige da schon mit den Gedanken beim Volksfest waren“. Der Sportclub war jedoch über weite Strecken harmlos und machte nur einen Treffer durch Manuel Kraft (20.). Angesichts der Leistung war der FCN damit noch gut bedient. Nach der Pause steigerten sich die Gäste zumindest auf untere Normalform und erarbeiteten sich einen dreckigen Sieg. Die beiden Tore im Kellerduell machte Alexandru Dubinschi (57., 67./Elfmeter).
SV Vötting – SGT Istanbul Moosburg 1:1 (1:1). Mahmut Yarac brachte Istanbul früh in Führung (11.), und Linus Noll machte den Ausgleich mit einem geilen Volleykracher (45.). Im Großen und Ganzen ging dann das Remis in Ordnung. In der Offensive waren die Gastgeber die zwingendere Mannschaft und damit dem Sieg etwas näher. Mit dem Remis hat sich die SGT wohl aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.
BC Uttenhofen – SpVgg Attenkirchen 5:1 (2:1). Der neue Tabellenletzte hatte eigentlich einen guten Start und ging durch Mathias Linseisen in Führung (10.). Dann aber trafen für Uttenhofen Thomas Frank (15./38./60.) und Alexander Pfoser (51./87.) zu einem auch in der Höhe verdienten Sieg. Nach dem Ausgleich lief bei den Attenkirchenern nicht mehr viel zusammen – und Uttenhofen hatte einen Tag, an dem so ziemlich alles klappte.