
Der MSV Duisburg kommt nach Kleve ! Allerdings hält sich die Freude über diese Nachricht in überschaubaren Grenzen. Denn bei allem Respekt: Es handelt sich „nur“ um die Frauen, die ein junger Mann namens Elias Meister zum Abschluss seiner FSJ-Tätigkeit beim Fußball-Verband Niederrhein am Mittwochabend aus dem Lostopf fischte.
Dennoch hat die Niederrheinpokal-Partie beim Landesligisten Siegfried Materborn, die für Sonntag, 24. August, angesetzt ist, durchaus ihren Reiz. Denn in der Sommerpause sind einige Spielerinnen des Zweitliga-Aufsteigers VfR Warbeyen zu den Zebras gewechselt und kicken künftig in der Niederrheinliga. Für sie gibt’s ein unerwartet schnelles Wiedersehen mit dem Sportzentrum Oberstadt.
Kommen wir zum Wettbewerb der Männer. Zumindest in der ersten Runde gibt’s für die Klubs aus dem Kreis Kleve noch keinen Kracher. Immerhin hat Oberligist 1. FC Kleve so etwas wie ein Freilos erwischt. Hinweis für die Fans, die die Mannschaft am Sonntag, 10. August, zum Spiel beim Nettetaler B-Ligisten SuS Schaag begleiten möchten: Es geht auf der A73 einmal quer durch Holland, ehe man kurz hinter Venlo wieder auf deutschem Gebiet und der Sportanlage an der Kindter Straße landet.
Knapp vorbei ist bekanntlich auch daneben. Schon in der zweiten Loskugel befand sich Drittligist MSV Duisburg, der zum Auftakt beim Mönchengladbacher Landesligisten Viktoria Mennrath antritt. In der nächsten Kugel tauchte Bezirksligist DJK Twisteden auf, der es am 10. August am Hartjesweg mit Oberliga-Aufsteiger Blau-Weiß Dingden aus dem rechtsrheinischen Hamminkeln zu tun bekommt – der Dorfverein aus Kevelaer ist in der Vergangenheit im Pokal schon auf ganz andere Kaliber getroffen.
Die beiden Finalisten des Kreispokals Kleve/Geldern müssen überraschend jeweils auswärts ran. Der Topf mit den höherklassigen Vereinen (Oberliga bis Dritte Liga) war schon leer, als sich Landesliga-Aufsteiger Viktoria Goch und Bezirksliga-Neuling TSV Weeze immer noch im ersten Topf der unterklassigen Teams befanden. Die Fans des Drittliga-Rückkehrers MSV Duisburg, die die Live-Übertragung auf dem Instagram-Kanal des Fußball-Verbandes Niederrhein verfolgten und das Geschehen fleißig kommentierten, drückten ihrem ehemaligen Liebling Kevin Wolze vergeblich die Daumen. Der neue Viktoria-Trainer muss mit seiner Mannschaft nämlich am 10. August beim Oberliga-Absteiger Sportfreunde Niederwenigern antreten. Das bedeutet a) eine rund 100 Kilometer weite Anreise nach Hattingen und b) Stolpergefahr. Auch der Gocher Meistermacher Daniel Beine dürfte nicht unbedingt in Jubelstürme ausgebrochen sein. Er muss mit dem Bocholter Oberligisten SV Biemenhorst parallel beim Mülheimer Landesligisten VfB Speldorf ran.
Der TSV Weeze hat hingegen gute Chancen, sich für Runde zwei zu qualifizieren. Trainer Ferhat Ökce tritt mit seiner Mannschaft als klarer Favorit beim rechtsrheinischen B-Ligisten STV Hünxe an – die Hoffnung auf ein Traumlos lebt rund um das August-Janssen-Sportzentrum. Vielleicht wird’s ja Rot-Weiss Essen. Der Pokalverteidiger und Topfavorit muss am 19. oder 20. August die lästige Pflichtaufgabe beim Bezirksligisten SV Solingen lösen.
An einem dieser beiden Werktage ist aucheine Mannschaft aus dem Nachbarkreis Moers gefordert: Landesligist SV Budberg freut sich auf das sicherlich auch finanziell lukrative Duell mit dem Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen. Oberligist SV Sonsbeck tritt in der ersten Runde beim Bezirksligisten Duisburger FV an und dürfte dort sicherlich etwas anders gefordert werden als Ligarivale 1. FC Kleve. Zu den beiden Clubs aus Moers: Bezirksligist VfL Repelen empfängt den Oberligisten FC Büderich, Landesligist SV Scherpenberg reist zum Bezirksligisten SC Oberhausen 20.
Zurück zu den Frauen: Bezirksligist DJK Twisteden empfängt am 24. August den Niederrheinligisten SV Rosellen. Landesligist Viktoria Winnekendonk reist zum Bezirksligisten Union Wuppertal, Niederrheinligist SV Walbeck zum Landesligisten Mettmann Sport.
