
Harun Kurt ist es gewohnt, einzustecken und auszuteilen. Der 30-Jährige ist MMA-Kämpfer und steigt bei Oktagon in den Ring, der führenden Mixed Martial Arts (MMA)-Organisation in Europa. Sechs Kämpfe hat er als Profi bereits bestritten, alle sechs hat er gewonnen, zuletzt Ende Januar vor 15.000 Zuschauern in Stuttgart gegen den Briten Nathan Haywood.
Seine Leidensfähigkeit muss Kurt mitunter auch in seiner Freizeit unter Beweis stellen, denn er ist leidenschaftlicher Anhänger des KFC Uerdingen. Regelmäßig ist er auch in der Grotenburg zu Besuch, nach seinem letzten Kampf wurde er sogar auf dem Rasen empfangen und berichtete den KFC-Fans von seinem Sport und seinen Erfolgen. So erzählte der Krefelder, dass er ursprünglich aus dem Taekwondo komme und seit fünf Jahren MMA betreibt. Als Profi kann er davon leben und unterrichtet nebenbei Kinder und Jugendliche.
„Früher habe ich auch Fußball gespielt, auf der zehn und im Sturm. Ich war klein und schnell“, erzählte Kurt. Irgendwann habe er sich aber entscheiden müssen, da sei die Wahl dann auf den Kampfsport gefallen. Den Fußball trägt er aber weiterhin im Herzen. „KFC für immer“, rief er vom Rasen in Richtung der Fans und erntete dafür Applaus, ehe er mit seinem Trikot in Richtung Block ging für ein Erinnerungsfoto.
Wie groß die Rolle ist, die der KFC Uerdingen im Leben des 30-Jährigen spielt, wird deutlich, wenn man Kurt in den sozialen Medien verfolgt. Dort postet er regelmäßig Videos von seinem Alltag als MMA-Kämpfer, von Trainingseinheiten und Kampfvorbereitungen. Fast immer dabei: Trikots des KFC Uerdingen aus verschiedenen Spielzeiten, die er beim Training trägt oder auch wenn er im Hotelzimmer auf dem Bett liegt. Auch bei offiziellen Pressekonferenzen von Oktagon läuft Kurt im KFC-Trikot auf, achtet stets darauf, dass das Logo des Uerdinger Vereins gut zu sehen ist. Im September kann sich Kurt sehr wahrscheinlich seinen großen Traum erfüllen. Bei Oktagon 94 möchte er vor 60.000 Fans in Frankfurt die blau-roten Farben zu repräsentieren.