
Es war die 15. Begegnung der laufenden Kreisliga-Saison, in der der Lenggrieser SC ungeschlagen blieb. Zehn Siege und fünf Unentschieden stehen seit August des vergangenen Jahres zu Buche, als die Truppe von Trainer Georg Simon bei der SG Aying/Helfendorf mit 2:3 unterlag. Auch beim Heimspiel am Samstagnachmittag bestand nicht der Hauch einer Gefahr, dass die beeindruckende Serie reißen könnte. Mit 2:0 (2:0) gewannen die Gastgeber gegen das Schlusslicht WSV Unterammergau. Gästetrainer Tobias Benning gab anschließend zu: „Da muss man ehrlich bleiben: Das war ein Klassenunterschied. Der Lenggrieser Sieg hätte sogar höher ausfallen können.“
Über die gesamte Spielzeit beherrschten die Brauneckdörfler das Geschehen. Es war nahezu Einbahnstraßenfußball, den die Zuschauer zu sehen bekamen. Bald taten sich erste Möglichkeiten auf, wobei Gästekeeper Marco Diroma zunächst keinen sicheren Eindruck hinterließ. Auch beim 1:0 für die Hausherren sah der Torhüter nicht glücklich aus: Ein schöner Weitschuss von Thomas Simon war nicht unhaltbar.
Diroma wurde im Laufe der Begegnung stärker und konnte mit einer Fußabwehr bei einem Schuss von Michael Schnaderbeck eine der besten LSC-Chancen im ersten Abschnitt entschärfen. Den Nachschuss von Martin Wasensteiner lenkte die Fußspitze eines WSV-Abwehrspielers knapp neben den Pfosten. Bei einer schön vorgetragenen Kombination der Lenggrieser über die linke Außenbahn gab es dann aber nichts mehr zu verhindern. Martin Wasensteiner schloss souverän ab.
Nach Wiederbeginn folgte ein weiterer Treffer der Gastgeber, dem Schiedsrichter Giovanni Schalk jedoch die Anerkennung verweigerte. Im Moment des Abschlusses hatte sich ein zweiter Ball auf dem Spielfeld befunden. Weitere Chancen taten sich auf, das Ergebnis höher zu gestalten. Schnaderbeck bugsierte die Kugel in Richtung leeren Kasten, WSV-Spieler Stefan Wagner klärte in letzter Sekunde auf der Linie. Und nach einem schönen Alleingang von Martin Wasensteiner war Unterammergaus Torhüter zur Stelle.
LSC-Coach Georg Simon kommentierte den klaren Erfolg gegen das Schlusslicht so: „Ich will die Leistung der Gäste nicht abwerten, aber Unterammergau war ein harmloser Gegner. Wir hätten noch das eine oder andere Tor mehr machen können.“ Letztlich habe sein Team die Hausaufgabe erledigt: „Ein Pflichtsieg, wir können zufrieden sein.“