
Der Name Peter Gaydarov ist vor allem den Fußballer-Kennern in Niederbayern schon seit längerer Zeit ein Begriff. Als 26-jähriger Trainer-Jungspund führte der gebürtige Bulgare den TV Aiglsbach im Sommer 2017 erstmals in die Landesliga. Mit den Kicken aus dem Landkreis Kelheim sorgte der impulsive Coach zudem überregional mit einem spektakulären Pokalsieg gegen den damaligen Drittligisten SSV Jahn Regensburg für Aufsehen. Nach einem halbjährigen Intermezzo bei der SpVgg Landshut zog es den Oberbayern vor sechs Jahren ins Nachwuchsleistungszentrum des 1.FC Nürnberg, bei dem er unter anderem die U17 coachte.
Im Sommer 2021 wechselte Gaydarov an den Campus des FC Bayern, bei dem er mittlerweile für die U19 zuständig ist, die sich vor Kurzem in der Youth League für die K.o.-Phase qualifizieren konnte. Die Herbstrunde der neu eingeführten DFB-Nachwuchsliga haben die Talente des Rekordmeisters ungeschlagen überstanden. Auf der Homepage des FC Bayern hat der ehrgeizige Übungsleiter in einem Interview seine persönliche Vergangenheit Revue passieren lassen und wagt auch einen Blick in die Zukunft.
"Ich bin in Bulgarien aufgewachsen. Für mich gab es damals nur Fußball. Es war die Zeit der goldenen Generation in Bulgarien: Spieler wie Hristo Stoichkov und Krassimir Balakov waren meine Idole. Mit acht Jahren bin ich dann nach Deutschland gekommen. Meine Eltern haben mich dann schnell in einem Fußballverein angemeldet. Rückblickend ging für mich damit ein kleiner Traum in Erfüllung: Wir spielten in richtigen Trikots, hatten Gegner und einen festen Spielplan", erinnert sich Gaydarov an seine Kindheit zurück. Seine erste Erfahrungen als Trainer machte er als Teenager beim TV Vohburg. "Mein Heimatverein suchte damals zur Winterpause dringend einen Trainer für die U15. Da ich selbst noch in der U19 spielte, bin ich mit 17 Jahren eingesprungen. Obwohl es zunächst ungeplant war, hat mir die Aufgabe so viel Spaß gemacht, dass ich dabeigeblieben bin", berichtet Gaydarov, der ein paar Jahre später beim TV Aiglsbach erstmals auf sich aufmerksam machte: "Dort hatte ich das Glück, in einem unterstützenden Umfeld arbeiten zu können, das mir die Chance gegeben hat, mich kontinuierlich weiterzuentwickeln."

