
Die erste Pokalrunde steht traditionell im Zeichen der Ferienzeit. Etliche, wenn nicht gar alle Vereine, haben Probleme mit Urlaubern. Den einen trifft es dabei mehr, den anderen weniger.
"Bei uns fehlen rund zwölf Spieler", sagt Muti Brim. Der neue Trainer des VfB Eppingen II ist folglich zum Improvisieren gezwungen. Dennoch sieht er den A-Ligistem ordentlich aufgestellt und beim Kreisligisten SV Treschklingen nicht chancenlos.
Das neue, alte Engagement in Eppingen startet der 37-Jährige mit großer Motivation. "Nachdem ich mit meiner Firma eine Weile im Ausland unterwegs war, bin ich wieder da und freue mich auf die Aufgabe in Eppingen", sagt Brim. Selbige übernimmt er von seinem Zwillingsbruder Yusuf, der fortan Sportlicher Leiter ist.
Muti Brim erläutert: "Wir haben richtig gute und junge Jungs dazubekommen, die Lust haben." Bevor die Fachwerkstädter das in der Liga zeigen dürfen, steigt die erste Pokalrunde in Treschklingen. Für die Brim-Zwillinge ist es gleichzeitig die Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte. Der Coach sagt: "Von der alten Garde außenherum kennen wir noch einige, von den Spielern aber quasi keinen mehr."
Ein weiteres Duell A-Klasse gegen Kreisliga steigt in Ittlingen. Während der heimische TSV eine Liga runtermusste, stieg Türk Gücü Sinsheim als A-Klassen-Meister auf und sicherte sich obendrein mit dem Kreispokalsieg im Finale gegen den SV Adelshofen das Double. "Natürlich hätten wir uns ein anderes Los gewünscht", sagt Wanderley Braga da Cunha, der den TSV zusammen mit Filipe Oliviera trainiert.
Nichtsdestotrotz ist die Stimmung gut in Ittlingen, es muss zwar nicht direkt der Wiederaufstieg sein, aber da Cunha hält fest: "Wir wollen etwas reißen." Gegen Türk Gücü sind seine Schützlinge zwangsläufig Außenseiter, zumal der Doublesieger seinen ohnehin starken Kader offensichtlich noch etwas verstärkt hat.
Die üblichen zwei, drei Urlauber werden beim TSV nicht zur Verfügung stehen. "Ich hoffe aber mal, dass das bei Türk Gücü genauso sein wird", schmunzelt da Cunha, der verrät, "dass wir mit Flamur Shala (TG-Trainer/Red.) gut befreundet sind und uns regelmäßig austauschen."
Wie es in einer eventuellen zweiten Runde weitergehen könnte, ist laut dem TSV-Coach kein Thema: "Ganz ehrlich, danach habe ich überhaupt nicht geschaut." Dafür haben wir es getan: Es wäre der Sieger der Partie FV Landshausen gegen die SG 2000 Eschelbach und somit ein B-Ligist, der ein machbares Los darstellen sollte.
Der letztjährige Finalteilnehmer muss auswärts antreten. "Ich war überrascht, da ich es so kenne, dass die Finalteilnehmer im folgenden Spieljahr ein Freilos in der ersten Runde haben", sagt Dustin Weissbeck. Der Trainer des SV Adelshofen spielte mit seinen Schützlingen bereits die erste Runde im badischen Pokal, in dem es eine 2:5-Niederlage gegen den Landesliga-Aufsteiger SG-SV Lobbach gab. Nun müssen die Adelshofener zum SV Eichelberg, der mit zum Besten gehört, was die Kreisklasse B zu bieten. Es ist also Vorsicht geboten für den Kreisligisten, sonst könnte der Traum vom erneuten Endspieleinzug schnell ausgeträumt sein.
Dieses Jahr gibt es keine einzige Kreisliga-Paarung in der ersten Runde. Jeder Kreisligist hat folglich klar die Favoritenrolle inne, wenn er auf den Platz tritt. Manche tun dies stärker favorisiert als andere. Nicht uninteressant ist die Begegnung zwischen dem TSV Steinsfurt und der SG Waibstadt. Vor knapp drei Jahren mussten Julian Keitel und Christian Stumpf beim TSV ihren Hut nehmen, mittlerweile trainieren beide einen Kreisligisten und Steinsfurt wurde von der Landesliga in die Kreisklasse B durchgereicht. Für Keitel, der in seine zweite Saison als Waibstädter Coach geht, steht am Sonntag das Wiedersehen bei seinem alten Klub an.
Keine einfachen Aufgaben warten auf den TSV Kürnbach beim starken VfB Bad Rappenau und den TSV Helmstadt, der auf den Kallenberg zum FC Eschelbronn muss.
Die meisten zweiten Mannschaften starten bereits am Samstag in den Wettbewerb. Dann sind gleich sechs Zweitvertretungen unter sich, wobei eine Partie einen haushohen Favoriten hat. Der FC Zuzenhausen II reist als Landesliga-Absteiger und Mitfavorit in der Kreisliga zur Reserve des TSV Angelbachtal. Deutlich ausgeglichener versprechen in diesem Zusammenhang die Begegnungen zwischen der SpG Eschelbronn/Neidenstein II und dem TSV Ittlingen II sowie zwischen dem SV Adelshofen II und dem VfL Mühlbach II zu werden.