Die Fußballer des Kirchheimer SC haben beim TSV Wasserburg mit 0:2 verloren und schließen die Landesliga-Saison als Tabellensiebter ab. Während der KSC eine bessere Platzierung aufgrund des direkten Vergleichs mit dem punktgleichen TSV Grünwald verpasste, geht es für die Wasserburger nach einem Herzschlagfinale im Fernduell mit dem neuen Titelträger TSV 1860 Rosenheim (2:2 in Grünwald) in die Aufstiegsrelegation.
Die rund 600 Zuschauer erlebten eine abwechslungsreiche Partie, in der die Kirchheimer vor allem in der ersten Halbzeit gut mitspielten, die aber mit Blick auf die größeren Spielanteile nach der Pause verdient an die zielstrebigeren Gastgeber ging. „Wir sind zunächst gut drin, aber insgesamt war der Gegner griffiger – und bei uns war nach dem 0:2 so ein bisschen die Luft raus“, sagte Steven Toy nach seinem vorerst letzten Auftritt als Trainer: „Gratulation an den TSV Wasserburg, der über die gesamte Saison hinweg überzeugt hat und einfach eine abgezockte Truppe ist.“
Das mussten auch die Kirchheimer in der einen oder anderen Szene feststellen, die erste Torchance in der munteren Anfangsphase verbuchten allerdings die Gäste, als Korbinian Vollmann mit seinem Heber aus fast 40 Metern TSV-Keeper Lion Volkmer fast überrascht hätte und der Ball auf dem Tornetz landete (2.).
Auf der anderen Seite wurde ein Treffer von Robin Ungerath wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt (3.), ehe Leander Haunolder aus Nahdistanz an KSC-Torwart Sebastian Kolbe scheiterte und Ungeraths Nachschuss geblockt wurde (4.). Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite legte Vollmann für Jan Köhler auf, der aus sechs Metern am gut reagierenden Volkmer scheiterte (9.). In der elften Minute jubelten die Hausherren: Sami Benrabh ging einen Tick zu nachlässig in den Zweikampf mit Haunolder, der die Kugel im Kreuzeck versenkte. Kirchheims Raphael Schneider hatte hingegen Pech, als seine Fackel aus 30 Metern die Querlatte rasierte (35.).
Ungerath hatte nach einem Überzahl-Konter das 2:0 auf dem Fuß und traf nur den Pfosten (57.), machte es aber kurz darauf besser, als er nach einer Balleroberung auf der rechten Seite genau richtig stand (58.). „Es ist schon ärgerlich, dass Wasserburg seine Tore ausgerechnet macht, weil wir sie auflegen“, sagte Toy. Die Gastgeber schnupperten allerdings bei Chancen für Thomas Voglmaier (61.), Josef Stellner (81.), Michael Barthuber (87., 90.+2, Pfosten und Latte) an weiteren Treffern. (guv)
TSV Wasserburg – Kirchheimer SC 2:0 (1:0) Kirchheim: Kolbe (76. Beilhardt) – Zielke, Schneider, Bachleitner (73. Wilms), Sailer Fidalgo – Benrabh, Köhler – Branco De Brito (62. Schmöller), Vollmann (62. Ereiz), Mauerer – Prokoph (84. Karsak) Tore: 1:0 Haunolder (11.), 2:0 Ungerath (58.) – Schiedsrichter: Michael Freund (SV Perlesreut) – Zuschauer: 584