Die Landesliga-Fußballer des Kirchheimer SC sind im Heimspiel gegen den noch um den Klassenerhalt kämpfenden FC Wacker München nicht über 2:2 hinausgekommen. So konnte Trainer Steven Toy dem enttäuschenden Unentschieden auch nur zwei positive Aspekte abgewinnen: „Die Mannschaft hat auch nach dem 0:2-Rückstand weiter an sich geglaubt, noch zwei späte Tore gemacht und so immerhin einen Punkt gerettet. Außerdem hat Denis Zabolotnyi nach seiner Verletzungspause ein prima Comeback hingelegt.“
Der Mittelfeldspieler hätte bei seinem ersten Startelf-Einsatz seit Oktober 2025 mit seinem vierten Ballkontakt um ein Haar das Führungstor erzielt, als er mit einem Volleyschuss aus 20 Metern den Pfosten traf (2. Minute) und schoss kurz darauf nach einem Eckstoß von Luis Sailer Fidalgo nur haarscharf vorbei (5.).
Die Gäste kamen ihrerseits mit ihrem zweiten Abschluss zum Torerfolg: Kirchheims Marco Flohrs leistete sich im Mittelfeld einen Fehlpass, Jannik Bosnjak flankte aus dem Halbfeld, und Jasmin Kadiric traf im Strafraum sehenswert zum 1:0 (19.). Luca Mauerer schnupperte bei seinem Abseitstor (21.) und bei seiner Chance nur drei Minuten später am KSC-Ausgleich, ehe Mohamad Awata auf der Gegenseite einen Kopfball knapp vorbei setzte (30.) und Kadiric per Strafstoß das 2:0 für Wacker erzielte (33.). „Für mich war das kein Elfmeter“, sagte Steven Toy. Tatsächlich sah es so aus, als habe Raphael Schneider klären wollen und als sei Severin Buchta in dessen Bewegung hineingelaufen.
Unmittelbar nach der Pause köpfte Kirchheims Sami Benrabh nach einem Eckstoß von Sailer Fidalgo knapp drüber, insgesamt zeigten aber die Gäste im zweiten Durchgang mehr Drang zum Tor und verzeichneten auch mehr Abschlüsse, schlossen dabei aber ein ums andere Mal zu unplatziert ab. So zielte Buchta aus vier Metern genau auf den Körper von Torwart Sebastian Kolbe (61.), der auch beim Distanzschuss von Leon Bauer zur Stelle war (64.).
„Uns hat die Abschlussstärke gefehlt, wir hatten nie so richtig einen freien Fuß“, monierte Toy, dessen Mannschaft dann mit einem Strafstoß zurück ins Spiel kam. Awata traf bei seinem Abwehrversuch Benrabh mit zu hohem Bein am Kopf, musste dann für zehn Minuten runter, und Roman Prokoph verwandelte sicher zum 1:2 (74.). Unmittelbar, bevor Awata wieder aufs Feld durfte, markierte der zentral freie Mauerer nach einer Flanke von Leon Reilhac das 2:2 (83.).