2026-03-25T14:09:28.761Z

Allgemeines

Der KFC Uerdingen kann kommen

Für das Oberliga-Gastspiel des früheren Erstligisten KFC Uerdingen in Neuss weicht die Holzheimer SG auf die Ludwig-Wolker-Anlage aus. Dort hat die HSG im Sommer 2024 mit dem Vorbereitungsspiel gegen Fortuna Düsseldorf gute Erfahrungen gemacht.

von RP/ David Beineke · Gestern, 23:00 Uhr · 0 Leser
Im Sommer 2024 waren beim Vorbereitungsspiel der Holzheimer SG gegen Fortuna Düsseldorf über 3000 Zuschauer auf der Wolker-Anlage zu Gast.
Im Sommer 2024 waren beim Vorbereitungsspiel der Holzheimer SG gegen Fortuna Düsseldorf über 3000 Zuschauer auf der Wolker-Anlage zu Gast. – Foto: Markus Becker

Ihre erste Begegnung mit dem KFC Uerdingen hat die Holzheimer SG schon hinter sich. Das Hinspiel in der Oberliga verlor die Mannschaft von Trainer Jesco Neumann in der legendären Krefelder Grotenburg, wo der Vorgängerverein FC Bayer 05 Uerdingen einst auf nationaler Ebene in der Bundesliga und im DFB-Pokal sowie auf europäischer Ebene große Schlachten geschlagen hatte, überaus unglücklich mit 1:2. Sportlich sollte vor dem Rückspiel am Samstag (15.30 Uhr) die große Nervosität angesichts des prominenten Gegners also kein Thema mehr sein. Da sorgen organisatorische Fragen bei den HSG-Verantwortlichen schon eher für Aufregung.

Einlass über zwei separate Eingänge

Denn für dieses besondere Spiel müssen die Holzheimer ihre heimische Anlage an der Reuschenberger Straße verlassen und auf die Ludwig-Wolker-Anlage am Jean-Pullen-Weg in der Pomona ausweichen. „Wir haben zu Saisonbeginn mit der Stadtverwaltung und der Polizei zusammengesessen. Da wurde klar der Wunsch geäußert, dass wir die Partie gegen den KFC nicht bei uns ausrichten“, erklärt Ingo Zimmermann in seiner Funktion als Geschäftsführer der HSG-Fußballabteilung. Ein Grund ist, dass einige der KFC-Anhänger in der Vergangenheit schon des Öfteren unangenehm aufgefallen sind und eine strikte Trennung der Fanlager auf der Wolker-Anlage leichter umzusetzen ist.

Der Einlass wird über zwei separate Eingänge erfolgen, anschließend werden die Uerdinger auf der kleinen Tribüne untergebracht. Der Rest der Zuschauer kann sich in den anderen Bereichen am Rasenplatz verteilen. Damit es auch nicht zu anderweitigen Begegnungen kommt, hat die HSG dafür gesorgt, dass es in beiden Bereichen eine Versorgung mit Essen und Trinken gibt, zudem wird es neben den Toiletten im Vereinsheim noch Dixi-Klos geben. Das federführend von Thomas Koch, 2. Geschäftsführer der Fußballabteilung, umgesetzte Sicherheitskonzept hat zudem dazu geführt, dass ein externer Sicherheitsdienst engagiert wurde. Dabei verpflichteten die Holzheimer in Absprache mit dem KFC die Firma, die auch bei den Uerdinger Heimspielen für Sicherheit sorgt. „Die Mitarbeiter kennen die Fans und haben einen ganz anderen Zugang, wenn es Probleme geben sollte“, erklärt Thomas Koch.

KFC-Fans in dieser Saison nicht negativ aufgefallen

Damit hat schon der VfL Jüchen/Garzweiler gute Erfahrungen gemacht, als er Mitte Dezember den KFC Uerdingen bei sich auf der Anlage an der Stadionstraße empfing. Abgesehen davon, dass die Jüchener dem großen Favoriten damals ein Unentschieden abtrotzten, verlief neben dem Platz alles friedlich. Und Thomas Koch ist auch zuversichtlich, dass am Samstag alles glatt läuft. Er gehört im Fußballverband Niederrhein dem Lehrstab Gewaltprävention an und hat sich mit Blick auf die Partie am Samstag gezielt über die KFC-Fans informiert.

Keine vierstellige Zuschauerzahlen erwartet

„Ich habe mir alle Spielberichte des KFC angeschaut. Da hat es in dieser Saison noch nichts besonders Auffälliges gegeben“, sagt Koch und ergänzt: „Deswegen sehe ich das recht entspannt.“ Und zur Not gibt es ja auch noch die Polizei, die laut Thomas Koch am Samstag auf der Wolker-Anlage auch Präsenz zeigen wird. Zur Gelassenheit trägt im Lager der Holzheimer auch bei, dass sie auf gute Erfahrungswerte mit Blick auf das Ausweichstadion zurückgreifen können. Schließlich waren sie dort schon mal zu Gast, als sie in der Vorbereitung auf die Spielzeit 2024/2025 das Glück hatten, ein Testspiel gegen den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf bestreiten zu können. Damals kamen 3500 Zuschauer und alles ging glatt über die Bühne.

Und am Samstag dürfte es nicht annähernd so viele Menschen werden, die das Oberliga-Spiel besuchen. „In unserem Sicherheitskonzept sind wir von maximal 1000 ausgegangen. Letztlich werden es wohl zwischen 500 und 750 werden“, glaubt Thomas Koch. Einerseits gibt es keine höherklassigen Amateurspiele in der Nähe und wegen der Länderspielpause pausiert auch die Bundesliga, andererseits beginnen die Osterferien und das Wetter soll eher regnerisch werden. „Das sind einfach einige Unwägbarkeiten im Spiel“, sagt Thomas Koch.