2026-04-16T10:11:10.190Z

Allgemeines

Der große Umbruch beim FV Delkenheim

Beim Wiesbadener Kreisoberligisten gehen sie zuversichtlich „einen neuen Weg mit vielen coolen Gesichtern“ +++ Zum „Delkenheimer Prinzip“ gehöre auch die eigene Jugend

von Martin Gebhard · Heute, 17:00 Uhr · 0 Leser
Kapitän Tobias Beck bleibt als einer von wenigen Spielern aus der "Ersten" dem FV Delkenheim über den Sommer hinaus erhalten.
Kapitän Tobias Beck bleibt als einer von wenigen Spielern aus der "Ersten" dem FV Delkenheim über den Sommer hinaus erhalten. – Foto: Jörg Halisch (Archiv)

WIESBADEN. Gegenüber der Vorsaison konnten sich die Kreisoberliga-Fußballer des FV Delkenheim nochmal ein gutes Stück verbessern: Schloss die Mannschaft um Spielertrainer Eric-Pascal Bender die Spielzeit 2024/25 noch auf Tabellenplatz neun mit 44 Punkten ab, so steht die „Macht vom Wickerbach“ aktuell vor den restlichen sechs Rundenspielen auf Rang fünf mit 40 Zählern.

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Nun wird es aber zur neuen Spielzeit eine „Mega-Rotation“ im Kader geben, wie seit einigen Wochen bekannt ist. Wir erinnern uns: Im Kern sind dies die Wechsel von FVD-Spielertrainer Bender mit mehreren Spielern zum Gruppenligisten SV Erbenheim. Im Gegenzug kommt der Erbenheimer Coach Karim El-Bakkaoui, bringt Lee Nguyen und Daniel Massfeller als Co-Trainer mit. Ferner Fouad El Bakkaoui, Oguzhan Dagdevir, Raul Dalmeida, Hussam Roubiou, Bilal Oukouiss, Nicklas Feidt und Tommy Nguyen. Klar ist zudem, dass vom SV Frauenstein die Brüder Lars und Tim Könenberg zum FVD kommen.

Weitere Neue - aber nicht mehr aus Erbenheim

„Wir wussten, dass das sportlich wie menschlich passen würde und sehen es sehr positiv“, sagt Stürmer Raul Romero Centeno mit Blick auf El Bakkaoui und den Umbruch.. Er fungiert auch als Sportlicher Leiter. „Das sehen wir ganz entspannt“, bestätigt sein Zweiter Vorsitzender Öner Yalciner, Bruder des FVD-Chefs Ömür Yalciner. Als im Dezember bekannt geworden war, dass Bender „etwas Neues machen“ wollte, habe man El Bakkaoui, ein „großer Name mit großem Netzwerk“ kontaktiert, sagt Öner Yalciner, der mit Romero Centeno den neuen Kader plant. „Wir wollten sehr gerne alle Jungs behalten und sind ihnen auch sehr dankbar“, betont Romero Centeno. „Aber wir gehen zuversichtlich einen neuen Weg mit vielen coolen Gesichtern“, kündigen beide unisono an. „Wir brauchen aber einen Kader von rund 20 Spielern“, stellt Yalciner klar. In dieser Hinsicht führe man Gespräche. „Aber nicht mit Spielern, die vom SV Erbenheim kommen könnten“, verrät der 38-Jährige.

„Die Planungen sind aber schon weit fortgeschritten“, freut sich auch sein Sportlicher Leiter. Dabei blickt der 22-Jährige zuversichtlich auf die Jugendabteilung seines Klubs: „Wir haben aktuell keine A-Jugend, aber eine gute Perspektive bei den B-Jugendlichen.“ Aber mit dem so genannten „Delkenheimer Prinzip“ wolle man binnen drei Jahren für einen starken Unterbau für die Aktivenmannschaften sorgen, erläutert Romero Centeno. Ein besonderes Augenmerk lege der Verein auch auf gut ausgebildete Trainer als Basis-Coach oder mit der C-Lizenz ausgestattet, erklärt er.

Am Sonntag gegen Germania

Und was erwarten Yalciner und Centeno an diesem Sonntag, wenn die SG Germania. Inhaber des Aufstiegsrelegationsplatzes, (Anstoß 15 Uhr) an den Wickerbach kommt (Anstoß 15 Uhr)? „Gegen die Germania können wir frei aufspielen, zu Hause ist was machbar“, findet Yalciner. Und Romero Centeno kündigt an: „Wir sind hochmotiviert gegen eine taktisch starke Mannschaft mit jungen und erfahrenen Spielern, die sich nochmal verbessert hat, seitdem Stefan Kühne sie coacht.“

Weiter spielen: TuS Nordenstadt – Freie Turnerschaft, TSG Kastel 46 – TuS Medenbach, SV Frauenstein – FVgg. Kastel 06, FC Maroc – FSV Schierstein 08, Spvgg. Sonnenberg – Spvgg. Igstadt (alle So., 15 Uhr), FC Naurod – SV Hajduk (So., 15.15 Uhr).