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Der große Knall in Haching! Vollath wirft als Torwart-Trainer hin und will den Klub verlassen

Schwabl will weiter verlängern

von Jörg Bullinger · 02.07.2024, 08:30 Uhr · 0 Leser
Ein Bild aus dem August 2023. Ist die Beziehung zwischen Rene Vollath und Präsident Manni Schwabl noch zu kitten?
Ein Bild aus dem August 2023. Ist die Beziehung zwischen Rene Vollath und Präsident Manni Schwabl noch zu kitten? – Foto: IMAGO/Eibner-Pressefoto/Heike

René Vollath hat genug. Der Keeper erhebt Vorwürfe gegen die SpVgg Unterhaching, legt sein Amt als Leiter der Torwart-Akademie nieder und will weg.

München/Unterhaching – Wird der permanente finanzielle Spagat der Spielvereinigung zum Verhängnis? Es sind heftige Vorwürfe, die Hachings Keeper René Vollath erhebt. Der Schlussmann hat die Nase voll und seine Ämter als Torwarttrainer der Profis und Leiter der Torwart-Akademie bereits niedergelegt. Adressat ist Präsident Manni Schwabl und die Vereinsführung.

Wie die SZ berichtet, hat der 34-Jährige die Spieler und Eltern aus dem Hachinger Torwart-Nachwuchs in einer Whatsapp-Gruppe informiert und seine Entscheidung begründet. Er müsse „nun leider eine Grenze ziehen“. Der Routinier ist sauer, dass sein im Sommer 2025 auslaufendes Arbeitspapier immer noch nicht verlängert wurde. „Wir sind uns seit Monaten mit allem einig und ich warte seit Monaten auf ein Vertragsangebot. Ich habe meine Deadlines immer wieder verschoben, verschoben, verschoben“, macht Vollath seinem Ärger Luft und zieht Konsequenzen. „Tut mir leid, Leute, ich mache das nicht mehr mit.“

„Unser Plan bei der SpVgg ist ja jetzt nicht mehr umsetzbar, weil ich in die Konkurrenzsituation gehen muss.“

René Vollath

Der Idee, dass er U17-Weltmeister auf seinem Weg begleitet, ist für Vollath keine Option mehr. „Unser Plan bei der SpVgg ist ja jetzt nicht mehr umsetzbar, weil ich in die Konkurrenzsituation gehen muss“, sagt der Routinier. Deshalb hat er dem Klub mitgeteilt, sich verändern zu wollen. Auch die Gespräche mit anderen Klubs waren seiner Meinung nach „vollkommen legitim“ nach der nervenzehrenden Hängepartie.

Ob der Bruch mit Schwabl noch zu kitten ist? Der Keeper stehe noch bis 2025 unter Vertrag. „Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Vollath ist die Nummer zwei, wir schauen uns nicht nach einem anderen Torwart um. Der kann ja spielen, bis er 40 ist – so fit, wie er ist. Das Angebot, dass er verlängern kann, steht nach wie vor“, versucht der Präsident die Wogen zu glätten. Es hätten noch wirtschaftliche Themen im Gesamtpaket abgesichert werden müssen, das hätte „etwas länger gedauert als erwartet“.

„Die Konstellation war immer, dass es mich nur im Doppelpack gibt. Über etwas anderes haben wir nie geredet.“

René Vollath will die SpVgg Unterhaching verlassen.

Interesse anderer Vereine, unter anderem vom TSV 1860, gibt es nach Vollaths Bekunden genug. Kein Wunder, war der Schlussmann doch einer der besten in der vergangenen Drittliga-Saison. Der Transfer könnte an den finanziellen Forderungen Schwabls scheitern. „Wenn man jemandem im Klub keine Perspektive gibt und dann 500.000 Euro Ablöse für einen 34-jährigen Torwart will, klingt das nicht danach, als ob man eine Lösung sucht“, klagt der gebürtige Amberger.

Ob die beiden Parteien nach zwei erfolgreichen Spielzeiten noch einmal zueinander finden? Schwabl will weiterhin verlängern, auch ohne Vollaths Engagement als Torwarttrainer und Leiter der Torwart-Akademie. Doch das scheint für den Keeper keine Option zu sein. „Die Konstellation war immer, dass es mich nur im Doppelpack gibt. Über etwas anderes haben wir nie geredet.“ Am Samstag stand er beim Blitzturnier des FC Deisenhofen zwischen den Pfosten. Ob weitere Einsätze noch folgen? (jb)