2024-05-24T11:28:31.627Z

Ligabericht
Florian Weirich (links) und der FSV Tarforst erlebten gegen Andernach ein Desaster.
Florian Weirich (links) und der FSV Tarforst erlebten gegen Andernach ein Desaster. – Foto: Sebastian J. Schwarz/Archiv

Der FSV Tarforst leistet sich eine historisch hohe 1:8-Packung ​

Rheinlandliga: Entsetzen in Trier nach Heimdesaster – Salmrohr unterliegt im Sieben-Tore-Festival – Wittlich kassiert Niederlage und zwei Platzverweise.​ VIDEOINTERVIEWS

FC Metternich – SG Hochwald ⇥3:1 (2:0)

Die Hochwälder lieferten einen guten Auftritt ab und dominierten den Tabellenvorletzten. Am Ende standen die Vereinigten aus Zerf, Geimerath, Hentern und Lampaden dennoch mit leeren Händen da. Metternichs Tim Niemczyk brachte sein Team mit einem Doppelpack in Führung. Kurz nach Wiederanpfiff unterlief Emre Simsek ein Eigentor (47.). Trotz drückender Gäste-Überlegenheit machte Elias Trieb in der 90. Minute den 3:1-Heimsieg für die Koblenzer perfekt. Hochwald-Trainer Fabian Mohsmann war verärgert: „Wir haben zu wenige Tore geschossen, unsere Überlegenheit nicht genutzt und den Gegner eingeladen. Abgesehen von fünf Minuten Tiefschlaf im ersten Durchgang waren wir die klar überlegene Mannschaft, haben uns aber durch die mangelnde Chancenverwertung selbst geschlagen.“

Hochwald: Koltes – M. Hoffmann, R. Mohsmann, Thielen, Haas (77. Keck), Carl, Burg, Weber, Schettgen, Lenz, Hemmes

Schiedsrichter: Markus Wozlawek (Bad Breisig)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0, 2:0 Tim Niemczyk (34., 35.), 2:1 Emre Simsek (Eigentor, 47.), 3:1 Elias Trieb (90.)

Leonardo de Sousa, Trainer Germania Metternich:

Fabian Mohsmann, Trainer der SG Hochwald:

FSV Salmrohr - Ahrweiler BC⇥3:4 (1:3)

Mal wieder herrschte im Salmtal Tag der offenen Tür: Im Duell zweier Teams, die am Mittwoch im Rheinlandpokal-Halbfinale ausgeschieden waren, kassierte die Mannschaft von Trainer Frank Meeth die Gegentreffer Nummer 72 bis 75. Dabei ging es für die Gastgeber noch gut los. Der für den an den Mandeln operierte Noah Wrusch als Angreifer aufgebotene Rasheed Eichhorn stand nach Vorlage von Alex Klein, der später mit Rückenproblemen raus musste, in der siebten Minute goldrichtig und markierte das 1:0. Mit gefährlichen Pässen in die Tiefe oder über die Abwehr hinweg hebelte Ahrweiler dann die FSVer drei Mal aus. Almir Porca (20.), Tobias Reuter (22.) und Paul Bermel (27.) trafen kurz hintereinander. Per Heber über Ahrweilers Keeper Alex Gorr (Oliver Mennicke, 59.) und im Anschluss an eine feine Kombination (Jan Krämer, 87.) – jeweils hatte Hendrik Thul vorgelegt – kam der FSV noch einmal ran. Dazwischen traf Porca für Ahrweiler, diesmal per Kopf nach einer Ecke (67.).

Coach Meeth versuchte, das Positive zu sehen: „In der Hinrunde wären wir wohl noch eingebrochen und hätten viel deutlicher verloren. Dass wir uns wieder herangekämpft haben, zeigt, dass sich die Jungs weiterentwickeln.“

Salmrohr: Kieren - Abend, Stoffel, Mennicke, Klein (46. Meyer), H, Thul, L. Thul (73. Krämer), Kirsch, Eichhorn, Hansen (39. Munzel). Grün.

Schiedsrichter: Niclas Berg (Sohren)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Eichhorn (7.), 1:1, 2:4 Porca (20., 67.), 1:2 Reuter (22.), 1:3 Bermel (27.), 2:3 Mennicke (59.), 3:4 Krämer (87.)

FSV Trier-Tarforst – SG 99 Andernach ⇥1:8 (0:6)

Die Tarforster lieferten eine besorgniserregende Vorstellung ab. Andernach-Akteur Nils Wambach traf nach Belieben und steuerte bereits in der 24. Minute seinen vierten (!) Treffer bei. 110 Zuschauer rieben sich verwundert die Augen, da die Bäckerjungenstädter in allen Belangen überlegen waren und zur Pause schon mit 6:0 führten. Nach Vorarbeit von Yoan-Pavel Pavlov erzielte der eingewechselte Neil Müller-Adams den Ehrentreffer zum 1:8 (77.). FSV-Trainer Holger Lemke rang nach der historischen Pleite des FSV – noch nie wurde eine Rheinlandligapartie seit 2010 höher verloren – nach Worten: „Zu diesem Spiel gibt es keine Worte, da mir unsere Leistung einfach unerklärlich ist. Für uns ist es ein absoluter Tiefpunkt, den wir erst einmal verdauen müssen. Mir haben Charakter, Körpersprache und Moral in meiner Mannschaft gefehlt. Wir dürfen uns zu Hause einfach nicht so abschlachten lassen, weshalb ich brutal enttäuscht bin.“

Tarforst: M. Neumann – Quint (46. Böhme), Schuch, Herrig, Arnold, N. Neumann, Kiesewetter (55. Pavlov), Schultheis, Gouverneur, Szimayer (60. Müller-Adams), Weirich

Schiedsrichter: Team Luxemburg

Zuschauer: 110

Tore: 0:1, 0:2, 0:3, 0:4 Nils Wambach (12., 19., 22., 24.), 0:5, 0:8 Gian Luca Dolon (28., 70.), 0:6 Philipp Schmitz (36.), 0:7 Fabian Weber (63.), 1:8 Neil Müller-Adams (77.)

VfB Wissen – SV Rot-Weiss Wittlich 3:0 (2:0)

Die Wissener kamen in der 32. Minute durch Paul Christian nach einer Ecke auf die Siegerstraße. Sechs Minuten vor der Pause erhöhten die Hausherren durch Armando Grau im Nachsetzen auf 2:0. Wittlich nahm sich zum Seitenwechsel viel vor, aber wurde drei Minuten nach Wiederanpfiff durch Luca Kirschbaum erneut geschlagen (48.). Wittlich schwächte sich in der Folge selbst, da Gabriel Harig und Maximilian Düpre mit Rot vom Platz mussten.

Wittlich-Trainer August Schlotter bilanzierte: „Von uns war das eine erbärmliche Leistung, da wir nicht in die Zweikämpfe kamen und uns abschlachten gelassen haben. Wir hatten keinen Siegeswillen und kamen mit dem unebenen Rasen nicht klar. Wissen war galliger und lauffreudiger.“

Wittlich: Berhard – Harig, Düpre, Aliu, Rizvani, Littau, Stefan, Braun, Lames, Habbouchi, Heck (57. Kahyaoglu)

Schiedsrichter: Michael Bell-Simons (TuS Mayen)

Zuschauer: 150

Tore: 1:0 Paul Christian (32.), 2:0 Armando Grau (39.), 3:0 Luca Kirschbaum (48.)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für Gabriel Harig (54., von hinten mit den Beinen Gegenspieler unglücklich getroffen), Maximilian Düpre (64., nach Grätsche an Armando Grau musste dieser vom gerufenen Notarzt behandelt und per RTW abtransportiert werden, weshalb das Spiel unterbrochen wurde. Diagnose: Fußbruch.)

FV Hunsrückhöhe Morbach - SG Malberg⇥1:0 (0:0)

„Wenn er trifft, dann macht er es schön“, lachte Thorsten Haubst nach dem Tor seines mitspielenden Trainerassistenten André Petry. Fünf Minuten vor Abpfiff der Begegnung mit den zuletzt so starken Gästen aus dem Westerwald scheiterte Sebastian Schell zunächst an der Latte. Dann nahm Petry im Nachsetzen Maß und traf volley in den Winkel (85.). Haubst freute sich auf einen „hochverdienten Sieg von uns“. Malberg mit seinen langen Bällen habe man gut im Griff gehabt. Seine Elf habe hingegen versucht, Fußball zu spielen, so Haubst.

Je einmal in der ersten und zweiten Hälfte kam die SG gefährlich vors Tor der Hunsrücker – aber einmal rettete Torwart Yannick Görgen klasse, ein anderes Mal verdaddelte Malberg einen Konter. Der Abschluss landete am Außennetz.

In einer über weite Strecken zähen Partie hatte Morbach bereits im ersten Durchgang gute Möglichkeiten. Hier scheiterten Petry, Schell und Matthias Haubst aber noch. Nach dem späten Führungstreffer gab es für Schell sowie Carsten Conrad sogar noch die Chance, das Resultat zu erhöhen.

Morbach: Yannick Görgen - Matthias Haubst, André Petry, Marcel Schultheis, Lars Klassen (79. Unison Dama), Julian Eibes (90. Lucas Barela), Philip Meeth (90. Marcel Koster), Yannik Böhnke (90. Carsten Conrad), Yusuf Kahyaoglu (86. Nico Kieren), Sebastian Schell, Maximilian Schemer.

Schiedsrichter: Jan Schmidt (Koblenz) - Zuschauer: 110

Tor: 1:0 André Petry (85.)

Aufrufe: 015.4.2024, 14:00 Uhr
Vinzenz Anton/Andreas Arens Autor