
Mit drei Spielen gegen Kellerkinder hat der FC Unterföhring nach der Winterpause die Chance, sich in der Landesliga von der Abstiegszone abzusetzen. Im ersten Spiel gegen den SB Chiemgau Traunstein hat man schon einmal die erste Chance mit einer 0:2 (0:1)-Heimniederlage liegengelassen, aber eigentlich konnte man sich nichts vorwerfen. Unterföhring hat über weite Strecken vieles gut gemacht, sich aber nicht belohnt.
In der 27. Minute gingen die Gäste in Führung und das Tor wurde tragischerweise von dem Unterföhringer Verteidiger Darius Awoudja erzielt. Er kam bei einer Traunsteiner Freistoßflanke in der Strafraum-Vollversammlung an den Ball und das war einer dieser Glücksspiel-Momente, die es oftmals auf Kunstrasen gibt.
Glück war auf der anderen Seite das Stichwort bei den vier Situationen, bei denen Unterföhringer blank vor dem Torwart standen und viermal hatte man das eigene 1:0 auf dem Fuß. Zweimal parierte der Torwart klasse, einmal war der Abschluss zu schwach und einmal flog der Ball neben das Tor. Die Unterföhringer hatten von Anfang an das Spiel im Griff, verpassten das Tor und wurden mit dem Eigentor maximal bestraft.
Es ehrt den Unterföhringer Trainer Andreas Faber, dass er am Ende die Gesetze des Fußballs erhobenen Hauptes anerkannte: „Wenn ein Spiel 0:2 ausgeht, dann ist das auch verdient.“ Dabei hätte er wahrlich dem Fußballgott vorwerfen können, dass er mit seinen Kickern nicht gerecht umgeht. Nach dem Seitenwechsel war der FCU bemüht und hatte auch da seine Momente, bei denen man zumindest den Ausgleich hätte erzielen können. Die bittere Heimpleite auf dem Kunstrasen am Isardamm war erst durch den von Julian Höllen abgeschlossenen Konter acht Minuten vor dem Ende perfekt.
Mit diesem ersten Spiel nach der Winterpause hat sich der Abstand des FC Unterföhring zur Abstiegsrelegation von sechs auf drei Punkte halbiert. Coach Faber nahm das klaglos hin, macht seinem Team aber keine Vorwürfe. Mit der Leistung von Traunstein wird man wohl auch beim Derby in Dornach seine Chancen bekommen. Man muss dann aber eben im Gegensatz zu dem frustrierenden Auftakt das Runde ins Eckige bringen.