Den Besten gibt es zum Schluss. Der FC Ismaning beendet seine erfreuliche Saison, in der er am drittletzten Spieltag vorzeitig den Klassenerhalt geschafft hat, mit dem Gastspiel beim TSV 1860 München II (Samstag, 14 Uhr). Da dort die Erste Mannschaft weiter in der 3. Liga spielt, darf die Reserve nicht in die Regionalliga aufsteigen. In der Tabelle stehen die kleinen Löwen punktgleich mit Landesberg an der Spitze und wollen nun gegen Ismaning die Meisterschaft perfekt machen. Deshalb wird es sportlich keine Geschenke geben bei der Rückkehr von Xhevat „Jacky“ Muriqi an die alte Wirkungsstätte. Unter Trainer Frank Schmöller war Muriqi dort Assistent.
Für Muriqi endet diesen Samstag eine Saison, die richtig erfreulich war. Mit elf Siegen, neun Unentschieden und elf Niederlagen haben die Ismaninger eine ausgeglichene Bilanz, dazu mit 49:53 ein fast ausgeglichenes Torverhältnis. „Den Klassenerhalt zwei Spieltage vor Schluss hätte ich vor der Saison sofort unterschrieben“, sagt Muriqi. Nun im Rückblick sagt er, dass sogar noch etwas mehr drin gewesen wäre. „Wir können aber stolz auf das Erreichte sein.“
Die Besonderheit der Saison ist, dass die Blau-Weißen zwei Stürmer mit zweistelliger Torausbeute haben. Sandro Cazorla (elf Tore) und Ilkan Atak (zehn) haben eine starke Bilanz. Atak verlässt den Club bekanntlich Richtung Illertissen, aber Cazorla bleibt als Sturmführer in Ismaning.
Ein schmerzhafter Abschied wird nach dem Gastspiel an der Grünwalder Straße der von Fabian Streibl. Er kam aus der eigenen Jugend und hat sich zu einem Leistungsträger in der Bayernliga entwickelt. Streibl spielte bislang 61 Mal in der Bayernliga (zwei Tore) und war auch heuer ein echter Anführer. „Er möchte den nächsten Schritt in der Karriere machen“, sagt Jacky Muriqi, „und wir legen ihm keine Steine in den Weg.“ Noch ist offen, bei welchem Verein der zentrale Mittelfeldspieler anheuern wird. Aktuell ist Streibl verletzt, was Probetrainings bei Regionalligisten einen Strich durch die Rechnung macht. Der Ismaninger Trainer sagt auch, dass Fabian Streibl immer auf den Verein zugehen kann, wenn er seine fußballerische Lebensplanung ändert. Die Türen in Ismaning stehen immer offen, sollte sich für den neuen Karriereplan etwas ändern.
Diesen Sommer deutet alles darauf hin, dass die Veränderungen im Ismaninger Kader überschaubar sein werden. Jacky Muriqi ist zuversichtlich, dass man im Kollektiv die Abgänge von Fabian Streibl und Ilkan Atak kompensieren kann oder muss. Für die Verpflichtung eines Bayernliga-Starspielers fehlen dem FC Ismaning die wirtschaftlichen Möglichkeiten. (nb)