
Nichts ist bei Fußballern so unberechenbar wie der Start nach der Winterpause, die mit vielen Fragezeichen und Unwägbarkeiten versehen ist. Der FC Ismaning befindet sich gerade auf dem Weg zu einem Topstart und hat diese Woche sogar die Chance, sich richtig Luft zur Abstiegszone zu verschaffen. Nach vier Punkten aus den ersten beiden Spielen geht es diesen Dienstag (19.30 Uhr) zum Aufsteiger FC Schwaig und dann empfängt man am Samstag (14 Uhr) den abgeschlagenen Letzten Türkgücü München.
Das Ziel der Ismaninger muss es sein, wieder zweimal zu punkten. Türkgücü am Samstag ist der Pflichtsieg für die Blau-Weißen und mit weiteren Zählern aus Schwaig wäre man bis auf Weiteres weg von den Relegationsplätzen Richtung Landesliga. In der Winterpause haben nur wenige daran geglaubt, dass sich diese Tür Richtung Liga-Mittelfeld so schnell öffnet.
Der starke Start des FC Ismaning hat gute Gründe und der wichtigste ist die defensive Stabilität. In der ersten Saisonhälfte hatten die Ismaninger in 18 Spielen einen Gegentorschnitt von 2,0, was für diesen Kader zu viel ist. Der FCI hat schließlich nicht die Angreifer, die mit 25 oder 30 Saisontoren auch einmal Spiele gewinnen mit vielen Toren. Trainer Xhevat „Jacky“ Muriqi ist aktuell sehr zufrieden mit den ersten 180 Ligaminuten: „Wir haben gegen zwei starke Gegner fast keine Torchancen zugelassen.“
Die Rückkehr zur defensiven Stabilität in dieser Massivität kommt schon etwas überraschend, weil sich die Ismaninger in Testspielen auch gegen unterklassige Kontrahenten einige Gegentore fingen. Das zeigt wieder, dass der Ligastart nach der Winterpause immer wieder eine große Wundertüte ist.
Muriqi hat aktuell einen angenehmen Job voller Luxusprobleme. Der Kader ist breiter und der Konkurrenzkampf gegenüber der ersten Saisonhälfte noch einen Tick knackiger geworden. Dazu kommt, dass die in den ersten beiden Spielen aufgestellten Kicker einen guten Job machten und sich für weitere Einsätze empfehlen. Die Englische Woche bietet sich aber an, um für die Einteilung der Kräfte zu rotieren. (nb)